Auf der Suche nach Innovationen

Durch die Decke denken  –  Design Thinking in der Praxis

Design Thinking

Design Thinking

Auf der Suche nach Innovationen werden Unternehmen nicht erst zukünftig, sondern schon heute neue Wege gehen müssen, wenn Sie in den kommenden Jahren am Markt erfolgreich sein wollen.
Design Thinking kann hierfür eine nützliche Methode sein.
So mancher Querdenker behauptet zwar, dass es keine echten Innovationen durch die eigenen Mitarbeiter im Unternehmen gibt, ganz egal welchen methodischen Ansatz man wählt. Das sehen die beiden Autoren Juergen Erbeldinger und Thomas Ramge natürlich ganz anders. Nun mag an dieser Stelle so manch einer denken, dann streben wir doch die  viel zitierte „goldene“ Mitte an. Ein interessanter Gedanke, den ich gerne mit einem BMW-Werbeslogan aus den 80ern untermalen möchte.
„In der Mitte finden Sie allenfalls Mittelmaß.“

Und dieses Mittelmaß ist es auch, das so viele richtig guten Innovationen gezielt verhindert. Obwohl hinlänglich wissenschaftlich belegt, dass sich Kreativität nicht in starren, hierarchischen Organisationen entwickeln kann, halten Führungskräfte wie auch Hochschulprofessoren gerne mit Hingabe daran fest. Da werden nicht selten moderne Begriffe benutzt, um dann aber alte oder gar uralte Methoden einzusetzen. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Zukunftskongress der Universität Freiburg im Jahr 2007. Jeglicher kreative Ansatz wurde sofort im Keim erstickt. Es könnte ja nicht wissenschaftlich sein. Das Ergebnis war eher nichts sagend, aber dafür hat man es um so mehr gefeiert.

Es sind genau diese Vorgehensweisen, die mit der neuen Methode verhindert werden sollen. Vorausgesetzt, dass dies auch wirklich erwünscht ist.

Unter der Überschrift: „Brüche mit Meeting-Konventionen“ findet sich die Aufforderung
„stand up!“ – Alle Stühle raus.
Das hat schon Daniel Goeudevert vor vielen Jahren vorgeschlagen. Seine These lautete:
Wenn Sitzungen Stehungen hießen und als solche durchgeführt werden würden, dann wäre schnell Schluss mit langatmigen Redeorgien, die am Ende wenig verwertbare Ergebnisse hervorbringen.
In Tool 2 des Buches – Visual Talking heisst es dann auch: Höre auf zu reden. Zeichne!
Eine Aufforderung, die so manchem gestandenen Manager einen Schauer über den Rücken zu jagen vermag.

Wie sehr sich die textlastige Ausdrucksweise bei uns verankert hat, zeigt auch das Beispiel der Stuttgarter Illustratoren, die eine Pressemitteilung zu ihrer Ausstellung doch tatsächlich in Textform herausgeben wollten. Geradezu dankbar nahmen Sie meinen Tipp an, die Pressemitteilung zu zeichnen. So würde auch manch andere Unternehmens-Pressemitteilung wieder Beachtung finden, vorausgesetzt man lässt hierfür Profis zeichnen.

Pressemitteilung der Suttgarter Illustratoren

Oder wie finden Sie die Idee, die nächste PowerPoint-Präsentation ihrer Kollegen mit einer Spielzeugrakete und einer Kindertrompete zu bewerten? Gefällt Ihnen das Vorgetragene, dann zünden Sie die Rakete, wenn nicht, dann blasen Sie kakophon ins Blechinstrument. Diese Idee stammt vom dänischen Nobelpreisträger für Physik Niels Bohr, der auf diese Art viele Vorträge gerne bewerten ließ.

Es gibt noch hunderte solcher Beispiele, die wir nicht selten, wenn wir davon hören, begeistert aufnehmen. Leider bleibt es dann meist dabei. Wer wirklich Veränderung durch Innovation will, darf sich neuen kreativen Methoden nicht länger verweigern.
Das Buch „Durch die Decke denken“ kann Ihnen dabei helfen. Es macht Sie mit der neuen Methode Schritt für Schritt erst einmal vertraut.
Das Buch ist so aufgebaut, dass es Lust aufs Ausprobieren macht.
Es kann allerdings nicht schaden, wenn Sie sich vorher bewusst machen, dass jegliche Veränderung ein gehörig Maß an Einübung braucht. Auch das ist wissenschaftlich belegt.

Am Ende des Buches gibt es ein Interview mit Dr. Michael Mayer, VP Clinical Products Siemens.
„….. Die wissenschaftliche Unterlegung und das strukturierte Vorgehen. Wenn man die Methode nicht kennt, könnte man schnell den Verdacht haben: Hier laufen esoterische, unstrukturierte, zufällige Prozesse ab. Wir haben festgestellt, hier ist nichts zufällig, sondern man arbeitet konsequent auf einen Punkt hin. Nur die Art und Weise, wie man diesen Weg geht, der ist eben unüblich.“

Anhand dieses Zitates lässt sich leicht erkennen, dass die Angst vor allem Neuen gerne mit Esoterik abgetan wird, anstatt die Angst zu benennen, um sie dann bestenfalls zu bearbeiten.

Durch die Decke denken
Design Thinking in der Praxis
Juergen Erbeldinger, Thomas Ramge
Redline Verlag, 24.99 €

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