Gute Idee, aber schlechtes Handling

IMG_5514 (1)Im Büro habe ich eine Krups „Nespressomaschine“. Leider habe ich bei der Anschaffung nicht darüber nachgedacht, dass diese Art der Kaffeezubereitung nicht gerade umweltfreundlich ist. Das Praktische stand zu sehr im Vordergrund. Um so mehr habe ich mich darüber gefreut, dass es wiederbefüllbare Kapseln gibt. Ich habe mir verschiedene Angebote und Berichte darüber angeschaut und mich für die Variante „Mister Barista“ aus Österreich entschieden.
Der Bestellvorgang war einfach. Die Bezahlung erfolgte per Überweisung. 10 € Porto für den Versand nach Deutschland fand ich schon recht üppig.

Schnell bekam ich eine E-Mail, dass das Geld eingegangen war. Man schickte mir auch IMG_5511 (4)vorab eine ausführliche Beschreibung und Fotos. Letztere waren allerdings weniger aussagekräftig, was die Handhabung anging.

Dann wartete ich eine Woche auf die Lieferung. Rein zufällig sah ich, dass ein UPS Fahrzeug wegfuhr. Schnell schaute ich nach, ob ich etwa im Briefkasten eine Mitteilung bezüglich einer verpassten Zustellung vorfinden würde. Nein, die Lieferung lag im Hausflur. Der Versand ist über die österreichische Post erfolgt. Von Deutschland nach Österreich kostet es 3,45 €. Umgekehrt wird es wohl nicht viel teurer sein.

Aber damit nicht genug. Ich fand einen wattierten Briefumschlag, der aufgerissen war. Der bestellte Inhalt war glücklicherweise vorhanden. Eine Rechnung fehlte leider.

Voller Freude machte ich mich daran, meinen geliebten Cappuccino auf die neue Art zuzubereiten.  Bekanntlich ist aller Anfang schwer. Diese Binsenweisheit bestätigte sich leider auch hier. Ich hatte größte Mühe die Kapsel zu verschließen. Nach vielen Anläufen ist mir das schließlich gelungen. Nun kam der spannendste Moment.

Wasser marsch! Was herauskam, sah recht gut aus. Eine schöne Crema ließ auf einen guten Cappuccino hoffen. Weit gefehlt. Der Kaffee schmecke bitter und ein ganz klein wenig Kaffeesatz war auch dabei, trotz vorschriftsmäßiger Handhabung.  Auch der 2. Versuch brachte kein besseres Ergebnis. Am Espresso lag es nicht, denn der schmeckt sonst sehr gut. Und ich hatte die empfohlene Sorte benutzt.

Ich habe den Cappuccino weggeschüttet. Leider habe ich danach die Maschine nicht mit Wasser gereinigt, so dass ich bei meinem nächsten Kapsel-Kaffee auch noch ein wenig Kaffeesatz schmecken konnte.

Wollte man für mehrere Gäste Kaffee mit den wiederbefüllbaren Kapseln zubereiten, müsste man viel Zeit einplanen.

Insgesamt bin ich sehr enttäuscht. Werde mir wohl demnächst die gute alte Espressomaschine mit Bajonettverschluss zulegen. Da bekommt man Kaffee, der schmeckt. Es ist umweltfreundlicher und preiswerter obendrein.

 

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Eine Antwort auf Gute Idee, aber schlechtes Handling

  1. Sunday Products Handels GmbH & Co KG sagt:

    Diese E-Mail-Antwort habe ich heute vom Produzenten – nicht vom Lieferanten – erhalten:

    Sehr geehrte Frau Hinken!

    Wir haben im Internet Ihren Testbericht über unsere wiederbefüllbare Kaffeekapsel MISTER BARISTA entdeckt und wir bedauern es sehr, dass wir Sie mit unserer Kapsel nicht überzeugen konnten.

    Da Sie Ihren Bericht so ausführlich beschrieben haben, nehmen wir uns die Zeit diesen mit ein paar Anmerkungen zu kommentieren.

    · Die österreichische Post ist leider teuer, die Überstellung zu den deutschen Postpartnern dauerte lange und Ihr Päckchen kam geöffnet an. Natürlich verstehen wir Ihre diesbezügliche Aufgebrachtheit, jedoch können weder unsere MISTER BARISTA Vertriebshändler noch wir etwas an dieser Tatsache ändern. Wir bitten Sie daher um Ihr Verständnis.
    Wenn Sie unser Produkt in Deutschland bei unserem exklusiven Vertriebspartner Firma Schöberl & Schöberl (http://www.mister-barista.biz) bestellt hätten, hätten Sie sich womöglich etwas Zeit und Geld bei der Anschaffung ersparen können.

    · In Ihrem Video konnte man sehen, dass Sie Schwierigkeiten beim Verschließen der Kapsel hatten.
    Wie Sie sicher selbst erkennen konnten, sind die Deckel passgenau auf die Edelstahlkapsel abgestimmt. Beim Schließen benötigt man ein wenig Kraft um den Deckel auf der Kapsel zu befestigen.

    Womöglich kann Ihnen folgender Tipp beim Schließen der Kapsel helfen:
    Legen Sie die befüllte Kapsel mit der offenen Seite nach oben auf den Küchentisch. Halten Sie die Kapsel und setzen Sie den Deckel schief am Kapselrand an. (siehe Foto)
    Wenn Sie dann die richtige Position gefunden haben, können Sie den Deckel ganz auf die Kapsel aufsetzen. Nun drücken Sie den Deckel mit dem Handballen auf die Kapsel bis ein leises Klicken zu hören ist.

    · Wir empfehlen Ihnen auch darauf zu achten, den Kapselrand sowie den Deckel möglichst sauber zu halten (also rein von Kaffeepulver).

    Dass Ihnen der Kaffee zwar optisch aber nicht geschmacklich zugesagt hat, verwundert uns. Könnten Sie uns bitte mitteilen, welchen Kaffee Sie verwendet haben und wie groß die Tasse ist?

    Sunday Products Handels GmbH & Co KG

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