Weichmacher in Wasserbällen und Co

Verbraucherzentrale NRW warnt:

Weichmacher in Wasserbällen und Co.
Auf phthalatfreie Produkte für Kinder achten

Bunt und aufgeblasen sorgen Wasserbälle, Kunststofftiere, Planschbecken, Gummiboote, Schwimmflügel und kleine Rettungsringe beim Badespaß im Freien für einen hohen Spaßfaktor. Getrübt wird die Freude im kühlen Nass nur dadurch, dass die meisten Badespaßgaranten aus dem Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) hergestellt sind. In dem strapazierfähigen Kunststoff lauern gefährliche Weichmacher, die sich durch Wasser, Speichel und Fette aus dem Kunststoff lösen. Durch Haut- und Mundkontakt können sie den menschlichen Körper schädigen. Vor allem Phthalate stehen als Weichmacher im Verdacht, ähnlich wie Hormone zu wirken und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinflussen. Die gesundheitsschädlichen Zusätze, die den spröden und harten PVC weich und geschmeidig machen, sind in vielen Produkten nach wie vor mehr als grenzwertig überschritten: Ein zu hohes Maß an gefährlichen Phthalaten und anderen Stoffen wurde bei der Hälfte von zwölf im Labor untersuchten Wasserbällen und –tieren festgestellt. „Nicht als schadstofffrei gekennzeichnete Produkte sollten besorgte Kunden von daher beim Kauf am besten links liegen lassen“, rät die Verbraucherzentrale NRW. Sie gibt einige nützliche Tipps, wie man Produkte mit schädlichen Weichmachern erkennen kann:

  • Kennzeichnung: Beim Kauf sollte man bevorzugt auf Produkte achten, die mit Hinweisen wie „phthalatfrei“ oder„frei von schädlichen Weichmachern“ versehen sind. Solche Kennzeichnungen sind Anhaltspunkte, dass die Produkte zumindest in punkto gefährliche Weichmacher die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Das häufig zu findende CE-Zeichen bietet hingegen keinerlei Sicherheit, weil es sich hierbei nicht um ein unabhängiges Prüfsiegel handelt, sondern lediglich die Verkaufserlaubnis für den europäischen Markt signalisiert.
  • Produktqualität: Viele Kunststoffprodukte – auch Wasserbälle, Gummienten und Co. – werden im fernen China hergestellt und gelangen unkontrolliert hier auf den Markt. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Käufer die Geldausgabe für Wasserspielzeug meiden, das einen qualitativ schlechten Eindruck macht – wie etwa dünne Folie, scharfkantige Nähte, fehlerhafter Druck und schlecht verarbeitete Ventile. Außerdem auch dem eigenen Riecher vertrauen: Stark riechende Produkte sind ein mögliches Indiz für verwendete Schadstoffe. Solche Artikel lieber im Regal lassen oder zurücksenden. Eltern sollten auch darauf achten, dass ihre Kinder nur Gegenstände in den Mund nehmen, die dafür bestimmt sind.
  • Recht auf Information: Verbraucher können beim Händler, Hersteller oder Importeur nachfragen, ob besonders besorgniserregende Stoffe in dem begehrten Produkt enthalten sind. Sie benötigen hierzu nur die Nummer, die unterhalb des Strichcodes GTIN (Global Trade Item Number) auf der Ware angegeben ist. Innerhalb von 45 Tagen müssen Ratsuchende – unabhängig vom Kauf – kostenlos eine Antwort erhalten. Die Auskunftspflicht gilt für bestimmte gesundheitsgefährdende Substanzen, sobald die Konzentration eines anerkannt giftigen Stoffes im Erzeugnis ein Gramm pro Kilogramm übersteigt. Das passende Online-Formular gibt’s unter
    www.reach-info.de/verbraucheranfrage.

Mehr Tipps rund um Kinderspielzeug gibt’s im Internet unter
www.vz-nrw.de/kinderspielzeug oder bei der nächsten Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW. Kontakt und Sprechzeiten unter
www.vz-nrw.de/umweltberatung.

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