Die Karikatur des Jahres


Eine WC-Schüssel

Ohne Zweifel, der amerikanische Präsident hat auch das Jahr 2025 geprägt. Nicht ganz überraschend gewinnt Vincent L’Épée mit einer Trump-Zeichnung den Titel Karikatur des Jahres.

Gekürt hat ihn das Publikum der Ausstellung Gezeichnet 2025 im Museum für Kommunikation. Er verweist damit Silvan Wegmann mit Melania Trump und Ruedi Widmer mit der Bauernlobby auf die Plätze zwei und drei.


Die Fotos dürfen nur im Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Museum für Kommunikation verwendet werden.
Das Bild zeigt Donald Trump, der anstelle eines Kopfes eine Klosschüssel hat.
Les photographies ne peuvent être utilisées qu’en association avec un compte rendu sur le Musée de la communication.

Donald Trump treibt die Welt vor sich her. Mit seiner unberechenbaren Art hält er uns alle in Atem, schafft es stets, noch mehr Chaos zu stiften, während er sich selbst in den höchsten Tönen lobt. Weltweite Zölle, geschlossene Behördenstellen, rücksichtslose Jagd auf Eingewanderte, Ansprüche, Behauptungen – eine Eilmeldung jagt die andere. Seine Politik füllt die Medien, beschäftigt die Pressezeichner:innen und ganz offensichtlich gibt er auch den Menschen in der Schweiz zu denken. Deshalb überrascht es nicht: Bei der Publikumswahl zur Karikatur des Jahres schafft es Trump gleich doppelt aufs Podest – wie bereits 2024.

Es führt ganz offensichtlich kein Weg an ihm vorbei

Mit den meisten Stimmen kürt das Publikum Vincent L’Épée mit seiner Zeichnung «Trump in der UNO» zur Karikatur des Jahres. Für die satirische Wochenzeitschrift «Vigousse» fasst L’Épée Trumps Rede vor der UNO in einem einzigen einprägsamen Bild zusammen. Er zeigt damit die Stärke der Pressezeichnung, Dinge auf den Punkt zu bringen. Und er macht auch deutlich, dass es auch nach unzähligen Trump-Zeichnungen  immer noch neue Wege gibt, um dem täglichen Wahnsinn im Weissen Haus mit Humor zu begegnen.

„Dieser Cartoon zeigt exemplarisch, was die Kunst der Karikatur ausmacht!“, freut sich Stephan Lütolf alias Cic über die Wahl des Publikums. Er ist selber Zeichner und Mitorganisator der Ausstellung Gezeichnet 2025. „Mit einer einzigen großartigen visuellen Idee gelingt es Vincent l’Épée, alles zu sagen.“ Simpel und tiefgründig zu gleich. Anders als ein Foto kann die Zeichnung mehrere Ebenen wie Fakten, Humor, direkte Ansprache und Gefühle in einem Bild zusammenbringen. Das bleibt in den Köpfen der Betrachtenden hängen und bringt zum Nachdenken. Und schon stecken wir mittendrin in einer Geschichte.

Melania Trump mit einem übergroßen Hut. Ihr Mann Donald versucht verzweifelt sie zu küssen.
2. Platz: Silvan Wegmann mit «Melania Trump»

Auf den zweiten Platz wählt das Publikum erneut einen Trump – diesmal einen, der an Melanias riesigem Hut hängen bleibt. Die Zeichnung stammt von Silvan Wegman alias «SWEN». Trotz all seiner Macht bleibtTrump das Wichtigste verwehrt. Die Stärke der Zeichnung: Sie legt die Schwächen des Mächtigen offen und zeigt seine empfindliche Seite.

Auf dem dritten Platz kommt dann doch noch ein Schweizer Thema: Es ist die Bauernlobby im Bundeshaus, welche das Publikum begeistert hat. In einer liebevollen Zeichnung verwandelt Ruedi Widmer das Bundeshaus in ein Bauernhaus. Doch Vorsicht, diese Zeichnung überzeugt mit doppeltem Boden. Während das lustige Bauernhaus-Bundeshaus zum Schmunzeln bringt, bleibt uns das Lachen auch schon im Halse stecken. Nur rund 1.5% der Schweizer Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft – sollen sie die Politik bestimmen?

3. Platz: Ruedi Widmer mit «Bauernhaus Bern»
3. Platz: Ruedi Widmer mit «Bauernhaus Bern»

Ein Publikumspreis, ein Satireformat und eine Ausstellung

Die Pressezeichnung, das ist die Kunst Humor und Ernst der Lage ideal auszubalancieren. Das Museum für Kommunikation und der Verein Gezeichnet zeigen einmal jährlich die besten Schweizer Pressezeichnungen in der gutbesuchten Ausstellung Gezeichnet (rund 15’000 Besuchende). Dabei wählt das Publikum jeweils die Karikatur des Jahres – dieser Preis wird vom Schweizer Satireformat petarde.ch präsentiert.

Die nächste Ausgabe folgt Ende des Jahres: Gezeichnet 2026 ist vom 11. Dezember 2026 bis zum 21. Februar 2027 im Museum für Kommunikation in Bern zu sehen.


Zum Museum für Kommunikation

Das Museum für Kommunikation bietet eine schweizweit einzigartige Begegnung mit der Welt der Kommunikation. Für seine interaktiven Ausstellungen wurde es 2019 mit dem renommierten Museumspreis des Europarates ausgezeichnet – als erst drittes Museum der Schweiz. Gegründet wurde das Haus 1907, 2025 waren 130’000 Besuchende zu Gast.

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