WDR prüft drei Dokumentationen

Via Twitter sind wir auf Ungereimtheiten bei drei Dokumentationen der Sendereihe „Menschen hautnah“ aufmerksam gemacht worden. Diese Einwände haben wir sehr ernst genommen und daraufhin die Filme intensiv geprüft. Diese Prüfung dauert derzeit noch an. Darüber hinaus haben wir mit der Autorin und der Protagonistin gesprochen. Die Protagonistin hat der Redaktion bestätigt, dass der Charakter der Beziehung korrekt wiedergegeben worden ist.

In der laufenden Prüfung hat sich jedoch herausgestellt, dass zwei andere Protagonisten für diese drei Dokumentationen über eine Komparsen-Website gewonnen wurden. Wir haben keine Anhaltspunkte, dass ihre Geschichten nicht stimmen.

Ellen Ehni, WDR-Chefredakteurin Fernsehen: „Diese Vorgehensweise ist für ein dokumentarisches Format wie ‚Menschen hautnah‘ nicht akzeptabel. Die Redaktion war darüber nicht informiert. Wir werden unsere Qualitätssicherung an dieser Stelle verstärken. Weitere Ungenauigkeiten, die wir in den Filmen festgestellt haben, entsprechen nicht den journalistischen und redaktionellen Standards im WDR. Dies bedauern wir sehr. Wir werden die Filme an den entsprechenden Stellen korrigieren und dies transparent machen. Unsere Prüfung dauert an, eine abschließende Bewertung können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vornehmen.“

In einem ersten Prüfungsschritt hatten wir bereits Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten festgestellt. Konkret geht es um Fehler bei Jahreszahlen und Altersangaben. Diese wurden nicht sorgfältig genug geprüft. Zudem wurde im aktuellen Film nicht eingeordnet, dass die Protagonisten bereits in zwei Dokumentationen der Sendereihe zu einem weiteren Beziehungsthema portraitiert wurden. Auch wurde versäumt, kenntlich zu machen, dass die beiden Protagonisten, bis auf eine Ausnahme, nicht unter ihren richtigen Namen in der Sendung erscheinen wollten.

WDR: Stand: 17.01.2019, 14.00 Uhr

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Der Hacker im Kinderzimmer

Wenn ein Hackerangriff bereits auf hunderte Politiker gelingt, wie einfach ist dann ein Angriff im Kinderzimmer, fragen sich jetzt besorgte Eltern. Kann das mir selbst oder auch meinen Kindern passieren?

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Der Hayek-Preis wird alle zwei Jahre in Freiburg verliehen

Die Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung vergibt ihren Internationalen Preis und ihren Publizistik-Preis 2019. Die Preisträger wurden vom Kuratorium der Stiftung ausgewählt. 

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck und Bundespräsident a.D. Horst Köhler bei der Preisverleihung 2017 in Freiburg. ©Foto: Hans Hinken

Der Internationale Preis der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung wird Margrethe Vestager, seit 2014 EU-Kommissarin für Wettbewerb, verliehen. Sie erhält den Preis für ihr Engagement für einen fairen Wettbewerb in Europa. Unbeirrt von großen Namen und mächtigen Interessenverbänden hat sich die EU-Kommissarin innerhalb kürzester Zeit Respekt und Anerkennung in der EU und in nicht-europäischen Partnerländern verschafft. 

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Frühe Sprachbildung weiter stärken und fördern

Gesamtkonzept Durchgängige Sprachbildung in Freiburg 2030

Sprache und sprachliche Bildung ist für die erfolgreiche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Bereits 2012 hat die Stadtverwaltung daher zu diesem Thema eine Steuerungsgruppe gebildet, die sich aus verschiedenen beteiligten Ämtern und Institutionen zusammensetzt. Diese unterstützt mit einem ganzen Maßnahmenpaket die Sprachbildung an Freiburger Kindertagesstätten und Grundschulen. Um die erfolgreiche Arbeit aller Beteiligten auch in Zukunft zu gewährleisten, hat die Steuerungsgruppe jetzt das „Gesamtkonzept Durchgängige Sprachbildung in Freiburg 2030“ vorgelegt und im Doppelhaushalt 2019/20 eingebracht. Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik betont die Notwendigkeit dieses Maßnahmenpaketes: „Damit Kinder und Jugendliche Aussicht auf ein erfolgreiches und erfülltes Leben haben, müssen wir alles tun, um ihre Fähigkeit zur mündlichen Verständigung und ihre Lese- und Schreibkompetenz zu stärken. Sonst werden sie es schwer haben, einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen und auch ihre gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten werden erheblich eingeschränkt.“

Drei Kinder in den Stadtteilen Landwasser und Zähringen werden in ihrem Alltag in der Krippe, in der Kita und in der Grundschule begleitet.

Ein Programm der Stadt Freiburg, der freien Träger, der staatlichen Schulverwaltung und der Pädagogischen Hochschule.

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In der Sache J. Robert Oppenheimer

©Foto: Arno Declair Auf dem Bild: Katharina Matz
©Foto: Arno Declair Auf dem Bild: Katharina Matz

„Er gilt als der „Vater der Atombombe“, war Direktor der Laboratorien in Los Alamos, in denen dieses „Patentspielzeug“ entwickelt wurde und hat den Abwurf der Bombe auf Hiroshima bis hin zur Zündhöhe wissenschaftlich begleitet: Dr. J. Robert Oppenheimer. Keine zehn Jahre später, im April 1954, wird er von der Atomenergiekommission in Washington verhört und muss sich verantworten – politisch, moralisch und wissenschaftlich – für die Waffe, die er geschaffen hat, für die Geschwindigkeit dieser Entwicklung und für seine Amerika-Treue. Die tatsächlichen Verhöre, die Heinar Kipphardt als einer der prägenden Autoren des dokumentarischen Theaters für dieses Stück verdichtet hat, sind ein Musterbeispiel für das Verantwortungsproblem des technischen Fortschritts, an dessen Spitze längst nicht mehr nur die Atomtechnologie, sondern auch die Digitalisierung, die Genforschung und die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz stehen. Die Schaffung neuer Möglichkeiten der Zerstörung, Überwachung und menschlichen Selbstüberschreitung bis hin zur Überwindung der Sterblichkeit im Sinne einer „transhumanity“ beschreibt die Doppelgesichtigkeit der Prozesse, die von Menschen gemacht, aber in ihren Konsequenzen weder zu ermessen noch zu kontrollieren sind. Und dennoch scheinen sie – einmal begonnen – unumkehrbar.“

Ich bin sehr auf diese Aufführung gespannt, da ich schon lange diesen Vergleich ziehe: Folgen der Atomtechnologie und der Digitalisierung. Rezension folgt.


Regie Christopher Rüping BühneJonathan Mertz Kostüme Lene Schwind Musik Christoph Hart Dramaturgie John von Düffel 

Premiere: 20. Januar 2019, Deutsches Theater Berlin. Die Vorstellung ist bereits ausverkauft.

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Klimawandel und die Folgen verstehen

VHS-Kurs „klimafit“ – Klimawandel und Folgen verstehen – Zukunft gemeinsam gestalten ab 13. Februar im Programm der Volkshochschule Freiburg

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Haben Sie auch keine Zeit für gutes Essen?

NO TIME TO EAT – gesunde Ernährung für Leute mit wenig Zeit

Buchcover No Time to Eat Der Magen knurrt, die Zeit ist knapp – was liegt näher als der Griff zu Brötchen, Riegel oder Pasta to go? Im Arbeitsalltag steht gesundes Essen weit unten auf der Prioritäten-Liste. Dabei wissen wir genau, was uns damit blüht: zu viele Pfunde auf der Waage, zu wenig Energie für unsere Projekte und eine gefährdete Gesundheit.

„Wenn ich nur ungesunden Müll esse, fühle ich mich nicht stark genug für den Alltag“

Dass gesunde Ernährung auch mit wenig Zeit zu wuppen ist, zeigt Ernährungscoach und Podcasterin Sarah J. Tschernigow in ihrem Buch „NO TIME TO EAT. Auf die Schnelle gesund ernähren“ (Ullstein Verlag, ET 27.12.2018). Mit einem Minimum an Vorbereitung lässt sich ihr 10-Punkte-Konzept flexibel umsetzen – am Schreibtisch, unterwegs und in stressigen Situationen.

Als bekennender Workaholic weiß die Autorin, wovon sie spricht. Ihr Thema ist eine gute Ernährung, die sich nicht aus Chia-Samen und Co, sondern aus all dem zusammensetzt, was wir sowieso alle essen haben. Tschernigows „NO TIME TO EAT“-Konzept ist die Lösung für Vielbeschäftige mit dem Anspruch, wenig Zeit und gute Ernährung optimal zu kombinieren.

„Warum überteuerte Goji-Beeren, wenn rote Paprika mehr Vitamin C hat?“

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Junge Männer und Frauen leben in Deutschland räumlich sehr ungleich verteilt. Vor allem bei den 18- bis 24-Jährigen ergeben sich erhebliche regionale Unterschiede, da sie öfters den Wohnort wechseln. So leben in dieser Altersklasse in 356 von 401 Kreisen mehr Männer als Frauen. Gerade in ländlichen und teilweise strukturschwachen Regionen gibt es häufig starke Männerüberschüsse. Ursächlich ist hier der Wegzug junger Frauen, während gleichaltrige Männer zuhause wohnen bleiben oder anstelle eines Umzugs lieber pendeln. Im thüringischen Ilm-Kreis kommen nur 71 Frauen auf 100 Männer, in den Kreisen Greiz und Suhl sind es 74 bzw. 75. Zudem kommt es an Hochschulstandorten mit Technischen Universitäten zu einem starken Männerüberschuss (Karlsruhe: 72 Frauen je 100 Männer;  Aachen: 73).

Räumliche Verteilung von jungen Männern und jungen Frauen in Deutschland

Die wenigen Regionen mit Frauenüberschüssen konzentrieren sich vor allem auf mittelgroße Hochschulstädte mit breitem Fächerangebot in den Geistes- und Sozialwissenschaften, insbesondere in der Pädagogik. Spitzenreiter ist Landau/Pfalz, dort kommen rechnerisch 151 Frauen auf 100 Männer. Ähnlich ist die Situation in Würzburg (129), Freiburg und Münster (je 125).

Geringere Abweichungen in der Geschlechterproportion sind völlig normal und treten bereits bei Geburt auf. So kommen auf 100 neugeborene männliche Säuglinge nur rund 95 weibliche. Einen weiteren Einfluss spielt die Zuwanderung aus dem Ausland, die bei jungen Erwachsenen männlich geprägt ist. „Stärkere regionale Abweichungen sind in erster Linie auf unterschiedliche Wanderungsmuster zwischen Männern und Frauen zurückzuführen“, erklärt der Geograph Dr. Tim Aevermann vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Zudem zeigen Frauen für Ausbildung und Job eine insgesamt höhere Mobilitätsbereitschaft als Männer.

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Ende Januar erste Entscheidungen über beantragte Projekte
Grobstruktur für Veranstaltungen steht

Der Countdown läuft: Noch ein Jahr bis zur Auftaktveranstaltung des Jubiläumsjahres 2020, mit dem die Stadt Freiburg ihren 900. Geburtstag feiern wird. Die erste Grobstruktur für die Veranstaltungen im Laufe des Jahres steht, und die Entscheidung, welche der eingereichten Projekte Teil des Jubiläumsprogramms werden können, ist in der Endphase. Der für das Stadtjubiläum verantwortliche Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach stellte heute gemeinsam mit dem Leiter der Projektgruppe Stadtjubiläum, Holger Thiemann, erste Eckpunkte vor.
Der Start der Projektgruppe Stadtjubiläum musste Anfang dieses Jahres unter hohem Zeitdruck los gehen, der Projektleiter Thiemann konnte sich erst ab dem 1. April in Gänze dem Projekt widmen. „Vieles hat sich jetzt gefunden“, berichtet er. Was ihn aber besonders freut, ist die Tatsache, dass die Begeisterung für das Jahr in Freiburg wieder entflammt ist: „Wir haben über 450 Anträge für die unterschiedlichsten Projekte bekommen. Das ist richtig gut und zeigt überzeugend, dass die Freiburgerinnen und Freiburger die Aufforderung, sich am Jubiläum zu beteiligen, gerne aufgegriffen haben. Die Projekte reichen von einfachen bis großen Aktionen, aber alle sehr engagiert. Viele Menschen in der Stadt haben ein Interesse daran, sich am Stadtjubiläum zu beteiligen und 2020 ihre Stadt kräftig zu feiern.“ Umso schwieriger sei es, auch angesichts des Finanzrahmens, nun Entscheidungen zu treffen, welches Projekt in das Jahresprogramm aufgenommen werde und welches außen vor bleiben müsse.

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Zur Einigung von EU-Parlament und Rat auf Regeln zur Reduktion von Kunststoffeinwegprodukten erklärt Moritz Bonn, Umweltexperte am cep:

„Das geplante Verbot von Trinkhalmen, Besteck und Wattestäbchen aus Plastik ist plumpe Symbolpolitik. Natürlich ist es wichtig, etwas gegen die Vermüllung der Meere durch Plastikabfälle zu unternehmen. Inwieweit EU-weite Verbote einen wirklich substanziellen Beitrag zum Meeresschutz leisten können, ist aber vollkommen offen. 

Zudem greift die Begründung, dass das Verbot nur für solche Produkte gilt, die bereits gut durch Alternativen ersetzt werden können, viel zu kurz. So werden beispielsweise Trinkhalme bislang – aufgrund der höheren Qualität und der niedrigeren Herstellungskosten – ganz überwiegend aus Kunststoff verkauft. Dem Vermüllungsproblem wird nur entgegengewirkt, wenn der Verbraucher mit in die Verantwortung genommen wird. Denn es besteht die Gefahr, dass aus Papier, Glas oder Metall hergestellte Alternativprodukte pauschal als umweltfreundlich angesehen werden, und deshalb noch leichtfertiger weggeworfen werden und die Natur vermüllen.

Wie es besser gemacht werden kann, zeigt die jetzt ausgehandelte EU-Regulierung an anderer Stelle. So soll u.a. der Verbrauch von Fast-Food-Verpackungen aus Kunststoff deutlich gesenkt werden, indem diese z.B. nicht mehr kostenlos in der Gastronomie ausgegeben werden dürfen. Außerdem müssen bis 2025 90% der Einwegkunststoffflaschen getrennt gesammelt werden. Dadurch werden die Verbraucher angeregt, ihren Kunststoffverbrauch sowie die unüberlegte Entsorgung von Abfällen zu überdenken. Gleichzeitig werden sie in ihrem Konsum nicht übermäßig eingeschränkt und den Mitgliedstaaten Freiheiten bei der Umsetzung vor Ort eingeräumt. Dort, wo dies nicht ausreicht, um die Eintragung von Plastikabfällen in die Meere spürbar zu stoppen, können dann aber immer noch lokale Nutzungsverbote ausgeben werden.“

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