Bio-Hacking oder das endgültige Aus der Privatsphäre

Studie über Bio-Hacking: Öffnen wir unsere Haustüren bald mit  Chip-Implantaten?

Es ist eine Frage der Zeit, bis wir uns diese Chips einpflanzen lassen oder eingepflanzt bekommen. Vielleicht gleich nach der Geburt? Der optimierte und stets überwachte Mensch. Davon träumen nicht nur Diktatoren.

Helicopter-Eltern könnten ihre Kinder stets überwachen. Arbeitgeber ihre Mitarbeiter, eifersüchtige Partner Freund oder Freundin, Krankenkassen ihre Mitglieder usw. Allerdings jene Personengruppen, von denen sich so mancher wünscht, dass sie ständig überwacht werden, die werden das nicht zulassen. Und das dürften vor allem Terroristen sein.

Scan Zeit Magazin App Ingress

Scan Zeit Magazin App Ingress

 Jaron Lanier spricht in einem F.A.Z. Interview von den Konzernen des Silicon Valley von den Guten und Netten, weil sie uns angeblich vor dem Zugriff der Geheimdienste schützen. Was Apple, Facebook, Google und Co. mit unseren Daten machen, kommt in diesem Interview leider nicht zur Sprache. Im aktuellen Zeit Magazin gibt es einen Artikel über die App Ingress, die KZs als Portale zur Eroberung anbietet. Aufgrund dieser Veröffentlichung gab es eine Protestwelle. Das Zeit Magazin schreibt auf seiner Facebook-Seite, dass sich Google entschuldigt hat. Man will zukünftig keine KZs mehr in der Spiele-App anbieten. Es ist schon beschämend, dass eine derartige Intervention überhaupt nötig war. Etwas Gutes hat die Sache dann doch. Es wurde mal wieder kurzzeitig der Holocaust ins Bewusstsein gerufen. Und die Verbindung Internet plus Überwachung und KZ regt hoffentlich zum weiteren Nachdenken an.

Hier die Information von Developer Week.

München, 07. Juli 2015 – Die Zukunft ist da und Science Fiction näher als wir denken. Einer der neuesten Trends ist das sogenannte Bio-Hacking. Hier werden Micro-Chips direkt unter die Haut implantiert und können dort mehrere Funktionen übernehmen wie z.B. per „Knopfdruck“ die Haustüre öffnen oder aber für medizinische Zwecke Körperfunktionen überwachen. Unter Software-Entwicklern wird das Thema Bio-Hacking gerade heiß diskutiert und die Developer Week, eine Software-Entwickler-Konferenz in Deutschland, wollte wissen, ob der Trend das Zeug dazu hat, ein Massenphänomen zu werden. In einer Umfrage unter deutschen Software-Entwicklern, die im März und April 2015 von der Developer Week durchgeführt wurde, zeigt sich ein unentschlossenes Bild. Ein Drittel der Befragten glaubt, dass Bio-Hacking einen echten Nutzen für die Menschheit schafft und in Zukunft normal werden wird.

Wie wahrscheinlich ist es, dass wir zukünftig implantierte NFC-Chips dazu nutzen, Türen zu öffnen, Kopierer zu bedienen oder um digitale Visitenkarten auszutauschen? Von der technikaffinen Gruppe der Software-Entwickler glauben 36 Prozent, dass die Implantierung von Chips unter der Haut eine Randerscheinung bleiben wird. Ein weiteres Drittel ist allerdings davon überzeugt, dass Bio-Hacking einen echten Nutzen für die Menschen schafft und in Zukunft normal werden wird. Der Rest glaubt, dass Bio-Hacking ohnehin vom deutschen Gesetzgeber vorab verboten werden wird.

Mehr als die Hälfte der Befragten erachten Bio-Hacking solange als legitim, wie es der freien Entscheidung eines jeden Einzelnen obliegt. Damit wird Szenarien, in denen z.B. Krankenkassen ein Chip-Implantat zur Bedingung für die Aufnahme in die Krankenversicherung machen, klar eine Absage erteilt. Chip-Implantate just for fun werden von 42 Prozent der Befragten abgelehnt. So würden sich auch nur 11 Prozent der Befragen selbst für einen Chip unter der Haut entscheiden, und wenn, dann nur aus medizinischen Gründen.

„Eine Mischung aus Mensch und Maschine ist in der Medizin mit z.B. Herzschrittmachern längst normal und akzeptiert“, erklärt Florian Bender, Projektleiter der Developer Week und Initiator der Studie. „Neue Technologien und immer kleiner werdende Geräte ermöglichen heute aber ganz neue Anwendungen, die zum ersten Mal auch im menschlichen Körper eingesetzt werden können. Dabei kann dieser Eingriff in die Natur des Menschen durchaus kontrovers diskutiert werden. Das Ergebnis unserer Studie hat deutlich gezeigt, dass sogar die technikaffine Gruppe der Entwickler hier eher skeptisch ist.“

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