„Endspiel“ im Berliner Ensemble

„Endspiel“ von Samuel Becket im Berliner Ensemble

 Zuerst ist es dunkel, dann reißt ein Höllenlärm die Zuschauer aus ihrer abendlichen Müdigkeit. Kratzen, Hämmern, Scheppern – die ganze Bandbreite von unangenehmen Geräuschen in einer unerträglichen Lautstärke. Nichts für geschädigte Ohren.

Hamm, der Herr, kann nicht stehen. Clov, sein Diener kann nicht sitzen. Und so läuft Clov unentwegt um seinen Herrn herum, der wie angewurzelt in einem überdimensionierten Rollstuhl sitzt. Dann sind da noch Hamms Eltern, Nagg und Nell. In Mülleimer verbannt, nehmen sie nur verbal am Geschehen teil.

In diesem „Endspiel“ geht es nicht um den triumphierenden Sieg. Es herrscht Weltuntergangsstimmung. Clov, der sich gerne seinem Herrn entziehen möchte, es jedoch nicht schafft. Und so sind sie aufeinander angewiesen bis zum bitteren Ende.

Der Hass hält sie alle zusammen. Kein Theaterstück für Harmoniebedürftige.

Am Ende ist das Publikum – trotz der großen Hoffnungslosigkeit – begeistert.


Deutsche Übersetzung von Elmar Tophoven

Mit: Martin Schneider (Hamm), Georgios Tsivanoglou (Clov), Traute Hoess (Nell), Jürgen Holtz (Nagg)

Regie, Bühne, Lichtkonzept:
Robert Wilson
Kostüme: Jacques Reynaud
Musik: Hans Peter Kuhn
Mitarbeit Regie: Ann-Christin Rommen
Dramaturgie: Anika Bárdos
Mitarbeit Bühne: Serge von Arx
Mitarbeit Kostüme: Wicke Naujoks
Mitarbeit Musik: Hans-Jörn Brandenburg
Licht: Ulrich Eh
Videoprojektionen: Tomek Jeziorski

Dauer: 1h 30 Minuten (keine Pause)

 

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