Lebensmittelkontrollergebnisse veröffentlichen

Schulverpflegung: Minister Schmidt muss Veröffentlichung aller Lebensmittelkontrollergebnisse von Caterern und Schulkantinen vorschreiben

Berlin, 25. November 2014. Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert die Veröffentlichung aller Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen in Schulkantinen und bei Schul-Caterern. „Die Kontrollbehörden wissen genau, wie es um die Hygiene in Schulkantinen und bei Zulieferern steht – aber Schulleiter oder Eltern tappen im Dunkeln“, kritisierte der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt vor der Vorstellung einer Untersuchung zur Qualität der Schulverpflegung durch Bundesernährungsminister Christian Schmidt. „Es ist ein Unding, dass Lehrer und Eltern nicht auf die Kenntnisse der Behörden zugreifen können, um den vertrauenswürdigsten Lieferanten für das Schulessen der Kinder zu ermitteln. Minister Christian Schmidt muss endlich die gesetzliche Grundlage schaffen, dass die Bundesländer alle amtlichen Hygienekontrollergebnisse veröffentlichen müssen.“

foodwatch fordert, dass die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen grundsätzlich und für alle Lebensmittelunternehmen veröffentlicht werden – im Bereich der Schul- oder auch Kita-Verpflegung wird besonders deutlich, wie wichtig Transparenz über die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen ist. Das Vorbild Dänemark zeigt, dass die Veröffentlichung der Kontrollergebnisse präventiv wirkt: Weil die Betriebe wissen, dass Verstöße gegen Hygienevorgaben bekannt werden, haben sie einen starken Anreiz, sich von vornherein an die Gesetze zu halten. In Dänemark werden Verbraucher im Internet und direkt vor Ort am Eingang jedes Lebensmittelbetriebes oder Restaurants detailliert über die amtlichen Kontrollergebnisse informiert.  Zusätzlich zeigen „Smiley“-Grafiken von lachend bis weinend leicht schnell verständlich an, wie gut der jeweilige Betrieb die Hygienevorgaben beachtet hat oder ob es zu Beanstandungen gekommen ist. Während in Deutschland Jahr für Jahr bei jedem vierten kontrollierten Unternehmen Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorgaben festgestellt werden, ist die Beanstandungsquote in Dänemark seit der Einführung des Smiley-Systems vor mehr als zehn Jahren drastisch gesunken. Hygiene ist zu einem positiven Wettbewerbsfaktor geworden, von dem alle in Dänemark profitieren – nicht zuletzt auch die dänischen Schulkinder bei der Schulverpflegung.

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