Menschen mit Behinderung übernehmen die taz

Rollt bei uns: Menschen mit Behinderung übernehmen

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung wird die Freitagsausgabe der taz am 2. Dezember 2016 das Ergebnis einer Freundlichen Übernahme sein: taz.mit behinderung. In der taz am Kiosk, in Ihren Briefkästen und auf taz.de erzählen Autor_innen von sich. Davon, dass sie nicht „an den Rollstuhl gefesselt sind“ oder „an ihrem schweren Schicksal leiden“. Davon, wie es ihnen im Alltag und im Beruf ergeht.

Was macht das etwa mit einer Partnerschaft, wenn eine Person plötzlich mit einer Behinderung leben muss? Gibt es behinderte Menschen in Märchen? Und wollen Blinde wirklich ungefragt angefasst und über die Straße begleitet werden? Fragen, die in der taz.mit behinderung beantwortet werden. Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin der taz, freut sich auf die Produktion: „Diese taz.mit behinderung ist inmitten der Debatten um das Bundesteilhabegesetz ein wichtiges Signal. Und noch dazu ein ganz umwerfendes. Manches Bild hat mich die Zeit vergessen lassen und mancher Text den Horizont regelrecht gesprengt.“

Tipps für klischeefreie Sprache

Koordiniert wird die Übernahme von Leidmedien.de, einem Projekt der Berliner Sozialhelden. Das Onlineportal für Journalist_innen bietet seit vier Jahren Tipps für klischeefreie Sprache – und kritisiert wie viele Aktivist_innengruppen das in diesem Jahr in Kraft getretene Behindertengleichstellungsgesetz. Das Gesetz soll Barrierefreiheit in allen Bereichen garantieren, gilt aber leider nur für Bundesbehörden und Ämter und nicht für die private Wirtschaft: also nicht im Kino, Café, in Geschäften. Da, wo sich das alltägliche Leben abspielt, gibt es keinerlei Verpflichtung, Barrieren abzubauen. Auch davon berichtet die taz.mit behinderung.

Die Chefredaktion dieser Ausgabe übernehmen Judyta Smykowski, taz-Kolumnistin und freie Autorin und Christian Specht. Specht ist der taz seit 1987 verbunden. In seiner Bildkolumne „Der Specht der Woche“ beschäftigt er sich immer wieder mit dem Leben mit Behinderung. Gerade kandidiert er für den Vorstand der Lebenshilfe Berlin. Smykowski ist Redakteurin bei Leidmedien.de. Sie studierte an der Universität der Künste in Berlin Kulturjournalismus und arbeitet mittlerweile bei den Sozialhelden Berlin. Für die taz schreibt sie alle drei Wochen die Kolumne „Rollt bei mir“.

Am 1. Dezember um 19.30 Uhr wird Judyta Smykowski im taz Café auf einem Podium sitzen zur Frage „Wann sind wir eine Nachricht wert?“ Die taz diskutiert mit Aktivist_innen mit Behinderungen und Medienmacher_innen (noch) ohne Behinderungen zu dem Thema. Mit dabei ist auch die Bloggerin und Aktivistin Ninia La Grande. Im Laufe des Abends erwarten wir die druckfrische Ausgabe der taz.mit behinderung.

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