Große Teilnahme am 1. Zukunftskongress

Mehr als 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem 1. Zukunftskongress Migration & Integration

Das Plenum mit Dr. h.c. Frank- J Weise zur aktuellen Lage beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit. In einem anschließenden

Das Plenum mit
Dr. h.c. Frank-J Weise

Die Plattform ermöglichte den Austausch über Herausforderungen der Flüchtlingssituation zwischen Spitzenpolitikern und Vertretern aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung

Im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung fand recht kurzfristig angesetzt und von der Wegweiser Media & Conferences GmbH Berlin initiiert ein erster Kongress zur Flüchtlingsfrage statt. Die eingeladenen Rednerinnen und Redner ließen aufhorchen.

Frank-Jürgen Weise in seiner Doppel-Funktion als Chef der Bundesagentur für Arbeit und Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge stellte aktuelle Zahlen und Prognosen aus beiden Ämtern vor und stellte sich den Fragen der Zuhörer aus Kommunen, Behörden und Initiativen.

Unsere Frage und die Antwort dazu finden Sie bei 1:12:36

Der Moderator des Tages, Johannes Ludewig vom Veranstalter Wegweiser GmbH, ließ nichts unversucht, um das angekündigte „Kreuzverhör“ entstehen zu lassen.

160316_smn_weg-048In den Impulsvorträgen zu Beginn der Konferenz wurden kritische Positionen – vor allem von der Professorin für Integrationsforschung der Humboldt Universität, Frau Naika Foroutan – vorgetragen und die Aussage aus dem Bundesfinanzministerium erzeugte unlaubwürdiges Erstaunen, dass die Flüchtlingsherausforderung nicht am Geld scheitern würde. Sie sei ohne Steuererhöhungen bezahlbar, so Staatssekretär Werner Gatzer. Das erinnerte irgendwie an die Aussagen nach der Wiedervereinigung Deutschlands.

Foto: Hans-J. Hinken

Foto: Hans-J. Hinken

650 Fachbesucher (vorwiegend aus dem Bereich Flüchtlingsmanagement und Integration) setzten sich mit Fragen zum rechtlichen Rahmen, der Zivilgesellschaft sowie dem Integrationsmanagement auseinander.

Durch die Teilnahme von wichtigen Vertretern aus den Bereichen Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie Wirtschaft, wurde ein interdisziplinärer Dialog geschaffen, innerhalb dessen Änderungs- und Handlungswünsche an die Politik auf allen Ebenen herangetragen wurden. Neben dem Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, Peter Altmaier, war ebenfalls der Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und Vorsitzende des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, Dr. h.c. Frank J. Weise, als Sprecher vor Ort.

Eröffnet wurde der „1. Zukunftskongress Migration & Integration“ durch Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern. In anschließenden Impulsvorträgen gaben Experten einen Überblick über die bevorstehenden Aufgaben und Anforderungen an die Verwaltung sowie Fragen hinsichtlich der Integration und Finanzierung. Staatssekretär Werner Gatzer aus dem Bundesministerium der Finanzen verwies in seiner Rede darauf, dass keine sinnvolle und notwendige Maßnahme für Integration an fehlendem Geld scheitern werde. Gleichzeitig müssten jedoch neue Prioritäten gesetzt werden, um der neuen Lage auch haushaltspolitisch gerecht zu werden.

Besondere Programmhighlights bildeten zwei 90-minütige Sessions: Das Plenum mit Dr. h.c. Frank-J Weise zur aktuellen Lage beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit. In einem anschließenden „Kreuzverhör“ mit Dr. Johannes Ludewig, Beiratsvorsitzender von Wegweiser, beantwortete er Fragen, die insbesondere von Vertretern aus Kommunen gestellt wurden. Der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, Peter Altmaier diskutierte am späten Nachmittag mit Dr. Klaus von Dohnanyi, ebenfalls Beiratsvorsitzender bei Wegweiser, die großen politischen Linien rund um die Flüchtlingsfragen und stand den Vertretern aus den Kommunen für ihre Fragen zur Verfügung.

G160316_smn_weg-018leichzeitig wurde auf dem Kongressein Blick in andere Länderund auf deren Umgang mit der Flüchtlingssituation gerichtet. Unter der Fragestellung „Was machen andere anders und/oder besser als wir? Können auch andere etwas von uns lernen?“ wurde ein internationaler Dialog eröffnet, der sich insbesondere mit dem ordnungspolitischen Rahmen der Thematik befasste. Hierzu zählten unter anderem die Bearbeitung der Asylverfahren, die Rechtsstufen bei Abschiebungsfragen sowie die Frage, inwiefern die Verfahren der Rechtsmittel verkürzt und vereinfacht werden können.

Zahlreiche Best-Practice-Dialoge ermöglichten Kongresspartnern die Präsentation von eigenen Lösungsansätzen sowie Hinweise zur Optimierung von Strukturen und Prozessen im Hinblick auf die Flüchtlingssituation. Neben Problemen bei der Erstaufnahme, der Registrierung, der vorläufigen Unterbringung und dem Wohnungsbau wurde die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft thematisiert. So unterstützt z.B. die Deutsche Telekom derzeit in erheblichem Ausmaß Bund, Länder und Kommunen bei der Bewältigung der Aufgaben in der Flüchtlingshilfe. Besonders sichtbar wird das Engagement bei der großen Zahl der Entsendung von Beamten zum BAMF (mehrere Hundert über den Personaldienstleister Vivento).

Der Kongress wurde von Wegweiser ohne Gewinnabsichten (und ohne öffentliche Mittel) mit der Hilfe von überwiegend privaten Unterstützern realisiert.

Der 2. Zukunftskongress Migration & Integration findet am 20./21. September 2016 wieder in Berlin statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.wegweiser.de oder www.zukunftskongress.info

 

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