Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Universitätsklinikum Freiburg übernimmt die medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Das Regierungspräsidium Freiburg hat sich mit dem Universitätsklinikum darauf verständigt, dass das Universitätsklinikum in die medizinische Versorgung der Flüchtlinge aktiv einsteigt.
Das Universitätsklinikum hatte schon vor einigen Wochen ein Konzept für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge vor Ort in der Unterbringung vorgelegt. „Ich danke dem Regierungspräsidium für die nun zügige und gute Kooperation, die zu dem erteilten Auftrag geführt hat“, sagt der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg Prof. Dr. J. Rüdiger Siewert. „Für uns als Universitätsklinik ist es völlig klar gewesen, dass wir uns hier engagieren. Wer, wenn nicht wir, als Super-Maximalversorger sollte denn sonst eine solche Versorgung gewährleisten können?“

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Ich freue mich, dass das Freiburger Universitätsklinikum so rasch tätig wird und die Aufgabe im gegenseitigen Vertrauen noch vor Abschluss einer förmlichen Vereinbarung in Vorleistung angeht. Das ist ein wichtiger Schritt für eine gute medizinische Versorgung der Flüchtlinge in der Freiburger Erstaufnahmestelle.“

Das „Integrierte Freiburger Modell“ zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen sieht eine enge Koordination zwischen allgemeinärztlicher, primär fachärztlicher und weitergehender Versorgung vor. „Ein Facharzt für Allgemeinmedizin und ein Kinderarzt werden die Koordination und Triage vornehmen. Sie sollen entscheiden, ob und wenn ja welche weiteren Fachärzte hinzugezogen werden oder sogar in eine Klinik überwiesen werden müssen“, erklärt Prof. Dr. Winfried Kern, Leiter der Infektiologie des Universitätsklinikums Freiburgs und Koordinator der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge. „Die Vorteile unseres Konzepts sind, dass durch Präsenz vor Ort und – wenn nötig – frühe fachärztliche Diagnostik und Therapie eine rasche und effektive Versorgung von akuten und chronischen Erkrankungen erfolgen kann. Dank der Koordination aus einer Hand verhindern wir andererseits eine Überbehandlung von leicht behandelbaren Fällen.“

In den nächsten Tagen wird mit dem Aufbau der Strukturen begonnen, sodass nach und nach neben Allgemeinmediziner und Kinderarzt auch, Infektiologen, Gynäkologen, Psychosomatiker und Pflegekräfte des Universitätsklinikums Freiburg für die Flüchtlinge vor Ort zur Verfügung stehen. Vor wenigen Tagen wurde bereits in einer kurzfristig anberaumten Aktion etwa 300 Kinder und Jugendlichen unter maßgeblicher Beteiligung von Kinderärzten des Universitätsklinikums Freiburg gegen Windpocken und Influenza geimpft. „Auch das ist ein vorrangiges Ziel von uns: die Menschen zügig zu impfen, auch gerade im Hinblick auf die bevorstehende Influenzawelle“, betont Infektiologe Kern.

„Für uns ist es wichtig, dass es jetzt losgeht. Auch wenn bestimmte bürokratische Hürden, wie die Finanzierung des Ganzen noch genommen werden müssen, kommen wir unserer gesellschaftlichen und ethischen Verpflichtung nach und helfen“, so Prof. Siewert.

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