Bittere Erdbeeren und „Schöne harte Welt“ im ZDF

Bittere Erdbeeren: „ZDFzoom“ schildert, wie Erntehelfer leiden müssen

Die Erdbeersaison ist in vollem Gange: 150 000 Tonnen werden alleine in Deutschland gepflückt – unter welchen Voraussetzungen ist vielen unbekannt. „ZDFzoom“ hat auf Erdbeerhöfen recherchiert und zum Teil menschenunwürdige Arbeitsbedingungen vorgefunden: in der Hitze zusammengebrochene Erntehelfer, Arbeitszeiten von 16 Stunden am Tag, von denen nur zehn bezahlt werden. „Bittere Erdbeeren – Wie Erntehelfer leiden müssen“ heißt der „ZDFzoom“-Film von Detlef Schwarzer, den das ZDF am Mittwoch, 22. Juli 2015, 22.45 Uhr, sendet.

„ZDFzoom“ berichtet über noch schwerwiegendere Vorwürfe: Ein Aufseher eines Hofes soll von Erntehelfern mehrere hundert Euro Provision kassiert haben, nur damit sie arbeiten dürfen. Und um ihre Pässe zurückzubekommen, sollten sie ebenfalls einen dreistelligen Betrag zahlen.

„ZDFzoom“ fragt bei der Politik nach, was sie unternimmt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Für die Kontrolle der Erdbeerhöfe ist der Zoll zuständig. Insider halten die Personalstärke der sogenannten „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ für viel zu niedrig. Mit dem Vorwurf konfrontiert, erklärte das Bundesfinanzministerium, das für die Kontrolle des Zolls zuständig ist: „Die Personalstärke der Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ sei angemessen.

Und im Anschluß daran:

„Schöne harte Welt“: Christian Rach präsentiert neues Sozialexperiment im ZDF

ZDF - Rach

Ingo Naujoks, Anna Kraft, Gesine Cukrowski, Christian Rach (v.l.) zu Beginn der Dreharbeiten zu „Schöne harte Welt“ auf einer Teeplantage in Darjeeling, Indien
Copyright: ZDF/Nils Laschin

Im ZDF begibt sich Christian Rach mit prominenten Begleitern ab Mittwoch, 22. Juli 2015, 23.15 Uhr, in die harte weltweite Lebensmittelproduktion. In vier Folgen tauschen die Protagonisten eine Woche lang ihr Leben im Rampenlicht gegen ein Gastarbeiter-Dasein in Indien und Indonesien. Sie leben und arbeiten in den Herkunftsländern der Grundnahrungsmittel – unter identischen Arbeitsbedingungen wie die Einheimischen, was Bezahlung, Arbeitsleistung und familiäre Verantwortung angeht.

In den ersten beiden Folgen versuchen Christian Rach, Schauspielerin Gesine Cukrowski, ZDF-Sportmoderatorin Anna Kraft und Schauspieler Ingo Naujoks auf einer Teeplantage in Darjeeling im Norden Indiens zu bestehen. Die Prominenten erleben am eigenen Leib, wie viel Arbeit und Mühe in der Herstellung nur eines Beutels Schwarztee steckt. Sie übernachten in einfachen Verhältnissen bei den Teepflücker-Familien und erfahren, was es heißt, wenn der karge Lohn gerade einmal für das Nötigste reicht.

In den Folgen drei und vier arbeiten Christian Rach, TV- und Hörfunkmoderatorin Miriam Pielhau, Ex-Olympia-Turnerin Magdalena Brzeska sowie ZDF-Moderator Tim Niedernolte in der indonesischen Thunfischindustrie. Seite an Seite mit den Einheimischen schuften die Prominenten auf einem traditionellen Thunfischboot und in der Fischfabrik, wo der frische Fang zu Thunfisch in Dosen verarbeitet wird. Hitze und Akkordarbeit – die Umstände sind anstrengend und hart, die Bezahlung gering.

Wie werden die Prominenten mit den Arbeitsbedingungen zurechtkommen? Werden sie den Wert unserer Grundnahrungsmittel anschließend mehr zu schätzen wissen? Antworten darauf gibt „Schöne harte Welt“.

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