Schädliche Mineralöle in Wachsmalstiften

Schädliche Mineralöle in Wachsmalstiften

ÖKO-TEST hat für die aktuelle App Eltern 14 Wachsmalstifte untersucht. Das Resümee: eine Katastrophe!

App Wachsmalstife ÖKO-TESTNur ein einziges Produkt ist empfehlenswert. Von den restlichen Marken sollten die Kinder besser die Finger lassen. Sie enthalten unter anderem schädliche Erdölverbindungen. Ärgerlich: Stifte auf Bienenwachsbasis schneiden nicht besser ab, zudem trickst ein Hersteller mit den Angaben zu dem Naturstoff.

Ab einem Alter von etwa zwei Jahren können Kinder mit Wachsmalstiften die Welt der Farben und Formen erkunden. Allerdings stecken in den meisten Produkten zu viele Problemstoffe. Sechs der 14 getesteten Produkte in unserem Test sind „ungenügend“, vier sind „mangelhaft“ und drei „ausreichend“. Nur ein Produkt ist frei von Schadstoffen.

Die App Die für die Stifte verwendeten Wachse bestehen meist aus erdölhaltigen Paraffinen. Diese sind oft mit aromatischen, teils krebserregenden Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) und gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH) verunreinigt. In zwölf Produkten analysierte das Labor sowohl MOAH als auch MOSH. Das ist auch deshalb bedenklich, da Kleinkinder die Stifte gerne mal in den Mund nehmen.

Die schwarzen Stifte von sechs Marken enthalten eine weitere Form aromatischer Kohlenwasserstoffe: PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Diese können mit den schwarzen Pigmenten in das Produkt gelangen. PAK entstehen häufig bei der Kohle-und Erdölverarbeitung. Die in zwei Stiften stark erhöht nachgewiesene PAK-Verbindung Benzo[e]pyren hat die EU als krebserregend eingestuft.

Cover ÖKO-TEST März 2018Vier Wachsmaler-Sets enthalten Farbstoffbestandteile aus der Gruppe der aromatischen Amine. In drei davon wies das Labor Vertreter der Stoffgruppe nach, die in Bekleidung verboten sind, da sie krebserregend sind. Ein Produkt enthält mit Anilin einen Farbbaustein, der sich im Tierexperiment als krebserzeugend erwiesen hat.

Stifte mit Bienenwachs sind keine bessere Alternative. Die vier getesteten Marken mit diesem natürlichen Inhaltsstoff schneiden nicht besser ab. Bei einem Produkt sehen wir einen klaren Deklarationsmangel:

Obwohl auf der Verpackung der Naturstoff ausgelobt ist, wies das Labor keinerlei Spuren davon nach. Der Hersteller räumte ein, dass der Stift lediglich synthetisch hergestelltes Bienenwachs enthalten.

In den Lamy Crea3Plus Wachsmalstiften, wasserfest wies das
Labor null Prozent Bienenwachs nach, obwohl dieses als
Inhaltsstoff auf der Verpackung aufgeführt ist. Das Set (6,99
Euro/8 Stück) enthält jede Menge Problemstoffe, darunter die
aromatischen Kohlenwasserstoffe MOAH und PAK.

Gesamturteil: ungenügend

Günstig -aber nicht besser als ausreichend: Die Stylex 8
Wachsmalstifte kosten nur 1,49 Euro, sie enthalten jedoch
ebenfalls Erdölverbindungen und PAK.

Gesamturteil: ausreichend

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