Sich selbst und andere endlich verstehen

Jens Förster: Sich selbst und andere endlich verstehen – Das menschliche Verhalten anschaulich erklärt

Buchcover Warum wir tun, was wir tun

Das Buch erscheint am 3. September 2018

Wonach beurteilen wir andere Menschen? Warum stärken Komplimente unser Selbstbewusstsein? Wie vertrauenswürdig sind Zeugenaussagen? Weshalb unterschätzen sich manche Menschen? Gibt es Sex ohne Liebe und Liebe ohne Sex? 

Sich selbst und andere verstehen – das zu ermöglichen, ist das Ziel von Jens Förster, einem der bekanntesten Sozialpsychologen Deutschlands. Er weiß: „Alles ist Psychologie. Jeder Händedruck, jede Kaufentscheidung, jede noch so langweilige Politikdebatte verrät viel über die Akteure, sobald man die Dinge psychologisch betrachtet.“
Und so begibt er sich auf einen Streifzug durch unseren Alltag und beschreibt an vielen anschaulichen Beispielen, wie die Psychologie unser Denken, Fühlen und Handeln erklärt. Dabei stützt er sich auf Erkenntnisse der Entwicklungs-, Persönlichkeits-, Sozial-, Motivations-, Werbe- und Organisations-Psychologie. Es geht dabei u.a. um Vorurteile und Beziehungen, um Selbst- und Fremdwahrnehmung, um Motivation und Lernen – und immer darum, sich selbst und andere besser zu verstehen. In jeder Stunde Alltagsleben, so Jens Förster, verbergen sich Hunderte von psychologischen Phänomenen: wenn uns Dauertelefonierende im Intercity nerven; wenn uns ein Werbespot nicht mehr aus dem Kopf geht; wenn wir die Steuererklärung vor uns herschieben; wenn wir uns freuen, dass wir beim Yoga die Standwaage schaffen.

Von der Motivationspsychologie lernen

Jens Förster, Prof. für Psychologie, Kabarettist und Chansonnier

 Sein neues Buch:

Jens Förster

Unser Autopilot 

Wie wir Wünsche verwirklichen und Ziele erreichen können. Von der Motivationspsychologie lernen

Wie wir unsere Ziele mühelos erreichen –

Vom praktischen Erkenntnisgewinn der menschlichen Selbstregulation

Jens Förster, der auch das Buch „Schubladendenken“ geschrieben hat, nimmt den Leser mit auf eine wunderbare Reise in die Welt der Psyche und des gemeinen Alltags. Er erzählt von Käsebroten, fliegenden Leberwurstbrötchen und gelben Schuhen Sein Schreibstil ist unterhaltsam und spannend. Ich mag vor allem seine Seitenhiebe auf seine ostwestfälische Herkunft. Wenn ich jemanden aus Ostwestfalen treffe, dann muss ich – seit ich sein Buch Schubladendenken gelesen habe – zwangsläufig an einen blauen Anorak denken.

Im Autopiloten geht es um Entscheidungen, die wir tagtäglich zu treffen haben. Unter Zeitnot treffen wir Entscheidungen meist intuitiv, da wir keine Zeit zum Nachdenken und Abwägen haben. Wir sind eher geneigt, nach der ansprechendsten Verpackung zu greifen, denn etwas schön zu finden, braucht keine Zeit – wohl aber, um den Text auf der Verpackung durchzulesen, sagt Förster.

Impulsives Verhalten ist nicht etwa rein zufällig, es basiert auf erprobten Verhaltensmustern. Dennoch kommen wir auch hier meist zu akzeptablen Lösungen.

Natürlich wissen Marketingfachleute längst, dass wir unter Zeitdruck auf bestimmte Muster ansprechen. So ist es auch kein Zufall, dass z. B. in Deutschland hergestellte Produkte wie Nudeln, Eis oder Espresso sich sehr viel besser verkaufen, wenn man sie mit den italienischen Nationalfarben versieht, da Italien für eine hohe Qualität bei diesen Produkten steht. Ähnlich verhält es sich mit Bezeichnungen wie Bio oder Gesund …

Wenn uns Gesundheit sehr wichtig ist, dann nehmen wir uns immer wieder die Zeit, um Produkte genauer zu analysieren. Die Ergebnisse helfen uns bei knapper Zeit, eine schnellere Entscheidung herbeizuführen. Es kann aber dennoch passieren, dass wir auf einen plumpen Werbetrick hereinfallen.

Einbildungen und Vorurteile prägen unsere Stimmung, die ihrerseits auch unser Verhalten beeinflusst.

So glauben manche Menschen, dass sie sich in einem teuren Auto besser fühlen. Kaum sitzen sie in einem solchen Auto, fühlen sie sich wirklich besser, zumindest für kurze Zeit. Derartige Glücksgefühle sind allerdings meist nicht von langer Dauer.

Der Monat November ist für viele Menschen ein Monat, den sie ganz und gar nicht mögen. Grau und düster. Die Stimmung ist im Keller.

Ich liebe den November, schließlich habe ich da Geburtstag. Ist das Wetter schlecht, dann mache ich es mir bei einer Tasse Cappuccino oder Chai gemütlich in meinem Lieblingssessel lese oder höre Musik. Weit und breit also kein Grund, um depressiv zu werden, obwohl um mich herum fast alle mehr oder weniger intensiv klagen, dass es draußen so schrecklich sei.

So wie sich unsere Körpertemperatur wie von selbst einstellt, bewältigt auch unsere Psyche viel Probleme des Alltags ganz automatisch und unbewusst – wie eine Autopilot: Wir setzen uns Ziele und erreichen sie oft ohne viel nachzudenken. Dabei greifen wir auf Entscheidungshilfen zurück, von denen wir nicht unmittelbar wissen, woher sie kommen, und können in der Regel mit Hindernissen, Selbstzweifeln und Rückschlägen gut umgehen.

Warum das so ist, welche Mechanismen und Faktoren hierbei eine Rolle spielen und warum dies bei manchen Menschen besser funktioniert als bei anderen, ergründet ein noch junges Forschungsfeld innerhalb der Psychologie, das der menschlichen Selbstregulation: Es untersucht unter anderem, auf welche Weise wir Absichten verwirklichen oder uns für bestimmte Ziele motivieren und wie wir uns in unseren Steuerungsmechanismen unterscheiden.

Der Sozialpsychologe Jens Förster veranschaulicht jenes faszinierende Wechselspiel von unbewusstem und willentlichen Handeln. Dabei zeigt er auf, wie man die wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber hinaus praktisch für sich nutzen kann.

Unser Autopilot

Wie wir Wünsche verwirklichen und Ziele erreichen können. Von der Motivationspsychologie lernen

Jens Förster, Prof. für Psychologie, Kabarettist und Chansonnier

DVA, 336 Seiten, Gebunden, € 19,99