Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor gefälschten E-Mails an Unternehmen

Absender fordert Stellungnahmen zu angeblichen Verbraucherbeschwerden

Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor betrügerischen E-Mails, die derzeit gezielt an Unternehmen versendet werden und fälschlicherweise den Eindruck erwecken, von der Verbraucherzentrale Hamburg zu stammen. In den Nachrichten wird behauptet, bei den Verbraucherschützern seien zahlreiche Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern über die Geschäftspraktiken der angeschriebenen Unternehmen eingegangen. Insbesondere wird den Firmen vorgeworfen, Kundinnen und Kunden bewusst an einer fristgerechten Kündigung bestehender Verträge zu hindern.

Die Empfänger der Nachrichten werden aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und über einen in der E-Mail verlinkten Online-Kalender einen Termin zu vereinbaren. Für den Fall einer ausbleibenden Rückmeldung wird mit einer öffentlichen Warnung auf einem Portal namens „Verbraucher-Radar“ sowie mit rechtlichen Schritten gedroht.

Die Nachrichten tragen unter anderem die Signatur einer angeblichen „Dr. Karin Jakobi, Rechtsanwältin • Fachanwältin für Handels- und Gesellschaftsrecht“. Als Absender erscheint die E-Mail-Adresse „noreply@verbraucherzentrale-harnburg.bzfsm.de“. Auffällig ist dabei die fehlerhafte Schreibweise „Harnburg“ statt „Hamburg“.

Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt ausdrücklich klar, dass diese E-Mails nicht von ihr stammen. „Wir betreiben kein Portal mit dem Namen ,Verbraucher-Radar’, auch die verwendeten Domains und verlinkten Internetseiten stehen in keinerlei Verbindung zu uns“, erklärt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Zwar kommt es vor, dass wir Unternehmen im Rahmen unserer Arbeit um Stellungnahmen zu Verbraucherbeschwerden bitten, doch diese Schreiben versenden wir in der Regel per Post. Wenn wir E-Mails verschicken, dann haben die Adressen immer die offizielle Domain ,vzhh.de’.“

Die Verbraucherzentrale Hamburg rät Unternehmen dringend dazu, nicht auf die in den Mails enthaltenen Links zu klicken, keine Daten preiszugeben und die Nachrichten umgehend zu löschen. Verdächtige E-Mails können zu Dokumentationszwecken an die Verbraucherzentrale weitergeleitet werden. Weitere Informationen unter: www.vzhh.de/falsche-verbraucherschuetzer.

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