Daten sind im Internet eine der wertvollsten Währungen
Internetkonzerne sammeln jeden noch so kleinen Datenschnipsel und setzen daraus detaillierte Profile ihrer Nutzer und Kunden zusammen. Einen gerne unterschätzten Anteil haben dabei auch die sogenannten Metadaten, also quasi die Daten über die Daten. Was es damit auf sich hat, welche Daten gesammelt und wofür sie genutzt werden, erklärt SpardaSurfSafe, eine Initiative der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg.
Als Janet Vertesi, Soziologin an der Princeton Universität, schwanger wurde, beschloss sie, sich auf ein Experiment einzulassen. Sie wollte ihre Schwangerschaft vor all den Bots, KIs und anderen Datensammlern in Online-Shops und in den sozialen Medien geheim halten. Sie stellte sich die Frage, ob sie es neun Monate lang durchhalten könnte, keine Informationen preiszugeben, die darauf schließen lassen, dass sie ein Kind erwartet. Das bedeutete: keine Anschaffungen für das Kind oder die werdende Mutter im Internet über die eigenen Accounts, keine Google-Suche nach verwandten Themen oder Produkten, keine Nutzung von Treueprogrammen oder Kreditkarten, keine Posts in den sozialen Medien – auch nicht von Freunden, die einen taggen könnten. Als Soziologin mit einem technischen Schwerpunkt wusste Vertesi, worauf sie zu achten hatte. Und trotzdem geriet das Experiment schnell zur Herausforderung. Auch wenn es ihr am Ende gelang, fühlte sie sich zwischenzeitlich wie eine Kriminelle, die ein Verbrechen zu vertuschen versucht. Über ihre Erfahrungen in dieser Zeit hat sie bereits im Jahr 2014 im Time Magazin berichtet.















