Gedruckte Zeitungen sind nur noch sehr selten eine wichtige Nachrichtenquelle

Das sind die wichtigsten Nachrichten-Quellen

Nur sieben Prozent der Menschen in Deutschland, die Nachrichten konsumieren, geben an, dass gedruckte Zeitungen ihre wichtigste Nachrichten-Quelle sind. Das geht aus dem Digital News Report 2015 hervor, den das Reuter Institute for the Study of Journalism heute veröffentlich hat. Das Fernsehen ist demnach hierzulande weiterhin das wichtigste Informationsmedium. Auf Platz zwei folgt das Internet, dass für 23 Prozent der Nachrichten-Leser wichtigste Quelle für Informationen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist. In anderen Ländern ist die Erosion der klassischen Medien schon deutlich weiter vorangeschritten. Bei den Briten liegen Online und TV fast gleichauf, in den USA ist das Internet bereits für die Mehrheit wichtigste Nachrichtenquelle.

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EZB darf in unbegrenzter Höhe Staatsanleihen kaufen

Zur heutigen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), dass die Europäische Zentralbank zur Euro-Rettung grundsätzlich Staatsanleihen kaufen darf, meint das Centrum für Europäische Politik (cep):

„Der Europäische Gerichtshof setzt der EZB beim Kauf von Staatsanleihen auf den Sekundärmärkten keine nennenswerten Grenzen. Die Einwände des Bundesverfassungsgerichts werden in allen Punkten zurückgewiesen. Der EuGH sieht das OMT-Staatsanleihekaufprogramm vom geldpolitischen Mandat der EZB gedeckt. Der EuGH sieht auch keinen Verstoß gegen das Verbot der monetären Staatsfinanzierung. Eine gewisse zeitliche Distanz zwischen Schuldenemission und Ankauf durch die EZB reicht nach Ansicht des Gerichts aus. Wichtig ist, dass Investoren nicht fest damit rechnen können, dass die EZB ihnen alle Staatsanleihen abkauft.

Im Ergebnis höhlt der EuGH damit aber das Verbot der monetären Staatsfinanzierung weiter aus. Notwendig wären absolute und relative Obergrenzen für Staatsanleihekäufe der EZB auf dem Sekundärmarkt. Als Beleg dafür kann dienen, dass die EZB solche Obergrenzen in ihrem derzeit laufenden Anleihekaufprogramm im Rahmen des sogenannten Quantitative Easing (QE) eingeführt hat. Es ist bedenklich, dass der EuGH der EZB nun signalisiert, dass eine solche Einschränkung nicht notwendig gewesen wäre.

Das Bundesverfassungsgericht verliert hingegen auf ganzer Linie. Es könnte zwar immer noch das OMT-Programm für unzulässig erklären. Allerdings entstünde dann ein Konflikt mit dem EuGH. Binden würde dies nur die Bundesbank, und das auch nur für das wenig relevante OMT-Programm.  Angesichts der von der EZB getroffenen Regeln für das laufende QE-Programm (Obergrenzen, Verlustverteilung) erscheint es unwahrscheinlich, dass das Bundesverfassungsgericht der Bundesbank hier Einschränkungen auferlegen wird.“

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Die Top 10 der Ablenkungen beim Autofahren

Telefonieren und SMS weit vorne

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Man sollte meinen, dass den bundesdeutschen Autofahrerinnen und Autofahrer die eigene Sicherheit und (hoffentlich) auch die anderer Verkahrsteilnehmer wichtig ist. Leider weit gefehlt. Das sogenannte Multitasking wird besonders gerne während des Autofahrens praktiziert. Ist dann ein Unfall passiert kommt es immer wieder gerne zu folgenden Aussagen: „Das habe ich nicht gewollt! Es tut mir leid. Hätte ich doch besser aufgepasst. Ich hatte einfach zu wenig Zeit, um …“ Weiterlesen

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Wearing High-Heeled Shoes May Cause Ankle Muscle Imbalance and Injury

Collegiate women who wore shoes with 10 cm high heels more than 3 times per week to their classes developed an imbalance of 4 functional ankle muscles. While wearing high-heeled shoes appeared to strengthen ankle muscles at first, prolonged use eventually caused an imbalance, which is a crucial predictor of ankle injury.
“Therefore, it is clinically important for wearers of high heels to regularly perform ankle strengthening exercises, such as heel walking, toe tappers, and heel raises, and to limit the frequency of wearing high-heeled shoes as preventative measures,” said Dr. Yong-Seok Jee, co-author of the International Journal of Clinical Practice article.

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Eklatante Missstände in der Legehennenhaltung

foodwatch informiert:

Verbraucher finden kein garantiert tiergerecht produziertes Ei im Handel – foodwatch fordert Tierhaltungswende

©foodwatch

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Ob Käfig-, Bodenhaltungs-, Freiland- oder sogar Bio-Ei: Keine Haltungsform garantiert die tiergerechte Haltung von Legehennen. Hohe Krankheits- und Sterberaten, Verhaltensstörungen wie Federpicken oder Kannibalismus und das millionenfache Töten männlicher Küken sind in allen Haltungsformen an der Tagesordnung. Verbraucher haben keine Möglichkeit, sich beim Einkauf für ein garantiert tiergerecht erzeugtes Ei zu entscheiden. Das ist das Fazit des Reports „Ich wollt‘, ich wär‘ kein Huhn“ über die Zustände in der Legehennenhaltung, den die Verbraucherorganisation foodwatch heute in Berlin vorgestellt hat. Weiterlesen

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TTIP: Geplanter Investorenschutz mit Schiedsgerichten sorgt für Ablehnung

Studie zum Freihandelsabkommen TTIP: Geplanter Investorenschutz mit Schiedsgerichten sorgt für Ablehnung

TTIP Grafik

Durschnittliche Zustimmung zu TTIP

Salzburg/Köln, 18.05.2015. Seit Juli 2013 verhandeln die Europäische Union und die Vereinigten Staaten unter großem öffentlichen Interesse die Bedingungen für eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Vor allem der geplante Investorenschutz mit Schiedsgerichten stört dabei viele. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des internationalen Markforschungs- und Beratungsinstituts YouGov im Auftrag von Andreas Dür, Professor an der Universität Salzburg. Für die repräsentative Studie wurden insgesamt 6,826 Personen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien nach ihrer Einstellung zu TTIP befragt.

Ein Teil der Befragten wurde als Kontrollgruppe ohne weiteren Hinweis gefragt, wie stark sie TTIP befürworten oder ablehnen. Ein anderer Teil wurde darauf hingewiesen, dass das geplante Handelsabkommen laut Befürwortern der Wirtschaft helfen wird. Eine dritte Gruppe erhielt den Hinweis, dass laut Befürwortern das geplante Handelsabkommen 150,000 neue Jobs schaffen würde. Die vierte Gruppe wurde darüber informiert, dass Gegner diese Verhandlungen kritisieren, weil sie hinter verschlossenen Türen stattfinden. Eine letzte Gruppe bekam den Hinweis, dass Gegner das geplante Handelsabkommen kritisieren, weil es ausländischen Firmen die Möglichkeit einräumen könnte, Staaten in privaten Schiedsgerichten auf Milliarden an Entschädigungszahlungen zu verklagen.

Während jeder Dritte (32 Prozent) in der Kontrollgruppe dieses Handelsabkommen ablehnt, stieg dieser Prozentsatz auf 57 Prozent in der Gruppe, die auf die Möglichkeit von Entschädigungszahlungen hingewiesen wurde. In der Gruppe, die das Argument bezüglich zusätzlichen Jobs erhielt, stieg die Zustimmung zu TTIP relativ zur Kontrollgruppe leicht an (plus 4 Prozentpunkte). In den Gruppen, die die „hilft der Wirtschaft“ beziehungsweise „Verhandlungen hinter verschlossenen Türen“ Argumente erhielten, fiel sie dagegen etwas (minus 7 bzw. minus 11 Prozentpunkte).

Professor Dür sieht diese Ergebnisse als Evidenz dafür, dass die öffentliche Meinung zu TTIP noch formbar ist. Befürworter des Abkommens sollten sich trotzdem keine zu großen Hoffnungen machen, dass sie in Ländern wie Deutschland und Österreich, wo die Debatte schon weit fortgeschritten ist, die öffentliche Meinung noch auf ihre Seite ziehen können. Die Studie zeigt nämlich auch, dass die Formbarkeit der Einstellungen vom Wissenstand der Befragten abhängt. Je mehr Befragte schon über TTIP Bescheid wussten, desto weniger veränderten sie ihre Einstellung, wenn sie mit spezifischen Argumenten konfrontiert wurden. Das bedeutet, dass die Gegner des Abkommens durch ihren frühen Versuch, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, einen großen Vorteil gewinnen konnten. Negative Argumente scheinen zudem stärker zu wirken als positive, was es den TTIP Befürworter noch schwerer machen dürfte, durch eine Kampagne größere Zustimmung zu TTIP zu generieren.

Die folgende Pressemittelung basiert auf einer Umfrage von Andreas Dür, Professor an der Universität Salzburg, die von YouGov durchgeführt wurde. Die Pressemitteilung wurde von Andreas Dür verfasst.

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Varoufakis will mehr Privatisierung und Wachstum

WDR Europaforum Varoufakis will mehr Privatisierung und Wachstum und schließt „Grexit“ aus

Yanis Varoufakis (Finanzminister Hellenische Republik)© WDR/Herby Sachs

Yanis Varoufakis (Finanzminister Hellenische Republik)© WDR/Herby Sachs

Wenige Tage vor dem nächsten Treffen der EU-Finanzminister hat Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis deutlich gemacht, dass seine Regierung an einer einvernehmlichen, europäischen Lösung der finanziellen Probleme Griechenlands interessiert ist, jedoch an bestimmten Standpunkten festhalten wolle. Einen Ausstieg aus der Euro-Zone schloss Varoufakis aus. „Wir wollen eine wirtschaftliche Erholung durch Wachstum, haben da unsere Prinzipien und werden nicht allem zustimmen, was uns zur Unterschrift vorgelegt wird“, äußerte sich Varoufakis auf dem WDR Europaforum in Brüssel. Es gehe ihm nicht darum, den Partnern in Europa neue Hilfspakete abzuringen. „Wir brauchen nicht mehr Geld, aber wir müssen das Recht haben, es intelligenter einzusetzen“, so der griechische Finanz-Chef. Weiterlesen

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Ursula von der Leyen mit Frontalangriff auf die Pressefreiheit

Geheimdienstpläne

Ministerin muss aufklären

Der Deutsche Journalisten-Verband hat von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sofortige und umfassende Aufklärung der Geheimdienstpläne ihres Ministeriums gegen Journalisten verlangt.

Spiegel Online hatte berichtet, führende Mitarbeiter des Verteidigungsressorts hätten 2013 den Militärischen Abschirmdienst aufgefordert, gegen kritische Journalisten vorzugehen, die über die Funktionsmängel des Gewehrs G 36 berichteten. Der MAD habe es trotz mehrerer Anläufe aus dem Ministerium abgelehnt, tätig zu werden. Der Vorgang sei der Ministerin bei ihrem Amtsantritt zur Kenntnis gegeben worden. Konsequenzen habe sie nicht gezogen. „Es ist ein Skandal, dass führende Ministerialbeamte darauf dringen,  missliebige Berichterstattung mit geheimdienstlichen Methoden zu verhindern“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Genauso unglaublich ist es, dass die verantwortliche Ministerin den Frontalangriff auf die Pressefreiheit offenbar wie eine Bagatelle behandelt, die keine besondere Beachtung verdient.“

Der DJV-Vorsitzende forderte von der Verteidigungsministerin neben der vollständigen Information über das Vorgehen ihrer Beamten Auskunft darüber, wie sie das Verhältnis zu den Journalistinnen und Journalisten zu verbessern gedenkt. Der akute Handlungsbedarf zeige sich schon daran, dass das Ministerium gegenüber dem DJV zu keiner Stellungnahme bereit war.

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Zeitarbeitsfirmen haben Angst ums Geschäft

Das Geschäft mit der Leiharbeit

Es gehört zur Natur der Verbände, dass sie sofort ins Jammern kommen, wenn eine gesetzliche Änderung ansteht, die nicht ganz in ihrem Sinne ist. Zeitarbeitsfirmen haben allerdings keinen Grund dazu. Auch dann nicht, wenn die gesetzliche Änderung so in Kraft tritt, wie sie geplant ist. Weiterlesen

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Microsoft gönnt sich die größte Lobby-Truppe in der EU

Insgesamt 14 Personen vertreten die Interessen Microsofts in Brüssel und Straßburg. Das geht aus dem Transparenzregister der Europäischen Union hervor, dessen Zweck es ist, darzustellen mit welchen Gruppen und Organisationen das Europäische Parlament und die Europäische Kommission zusammenwirken. Auch bei den Ausgaben liegt der Software-Riese weit vorne. Die jährlichen EU-Lobby-Kosten des Unternehmens liegen zwischen 4,5 und 5 Millionen Euro. Google ist bei den EU-Institutionen ebenfalls mit einer starken Lobby-Truppe vertreten. Neun Beschäftige arbeiten für de Suchmaschinen-anbieter und geben dafür jährlich bis zu vier Millionen Euro aus. Mit deutlich weniger Vertretern kommt dagegen Apple aus (Fünf Beschäftigte), aber in Cupertino haben sie auch traditionell weniger Ärger mit den europäischen Datenschützern und Kartellwächtern.

Die Grafik bildet die Anzahl der für Tech-Unternehmen in der EU arbeitenden Interessenvertreter ab. Infografik: Microsoft hat die größte Lobby-Truppe  | Statista

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