Zur Erinnerung

Während Menschen für Freiheit und Demokratie eintreten, legen andere die Hände in den Schoß und lassen ihrem Frust in Shitstorms freien Lauf.

Natürlich kann nicht jeder ein Jan Pallach oder Edward Snowden sein, aber Gleichgültigkeit ist die denkbar schlechteste Lösung.

Am 19. Januar 1969 verbrannte sich Jan Pallach in Prag. Es war sein Zeichen für Freiheit und gegen Diktatur. Und was tun wir heute? Wir sind nicht einmal in der Lage, Edward Snowden vor der Verfolgung durch einen „Friedens-Nobelpreisträger“ zu schützen. Stattdessen wird in Europa in vielen Ländern rechtspopulistisch gewählt.

 

 

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Überraschend, lehrreich, alltagstauglich: „Rach tischt auf!“

Christian Rach geht im ZDF in „Rach tischt auf!“ wieder auf Spurensuche

Copyright: ZDF und Thomas Pritschet

In zwei Sommerausgaben geht Christian Rach im ZDF wieder Ernährungslügen und -sünden auf den Grund. Am Donnerstag, 10. und 17. Juli 2014, jeweils 20.15 Uhr, schaut er sich sowohl in Italien als auch in Deutschland um. Der Ernährungsprofi und Sternekoch widmet sich zum einen der „cucina italiana“, der italienischen Kochkunst. Mit ihr verbinden die Deutschen die gelungene Einheit von Geschmack, Gesundheit und mediterraner Leichtigkeit. Im Kontrast dazu geht Christian Rach auf Spurensuche nach dem typisch Deutschen in unseren Konsum- und Ernährungsgewohnheiten. Gibt es das überhaupt noch? Und wenn ja, was ist es? Soviel sei verraten: Der Hering ist dabei.

In der ersten Sommer-Ausgabe fragt Christian Rach, wo Parma-Schinken und Olivenöl wirklich herkommen, und wann wir sicher sein können, ein echtes italienisches Produkt zu genießen. Kann es der italienische Meister-Gelatieri mit deutscher Industrieware aufnehmen? Und lohnt es sich, für eine Packung Nudeln 1,50 Euro auszugeben, wenn es sie auch für 50 Cent gibt?

In der zweiten Sendung beschäftigt sich Rach mit dem deutschen Fisch schlechthin: dem Hering. Wann darf man den Fisch ohne schlechtes Gewissen genießen, und was sind die Gütesiegel wert, die sich kleine Hochseefischer gar nicht leisten können? Warum reist Christian Rach in dieser Angelegenheit ausgerechnet ins Saarland, hunderte Kilometer vom Meer entfernt? Er tut es nicht, um einen Verbandssprecher zu interviewen.

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Medienmacher 2014 – Nutzung des Internets nicht voll ausgeschöpft

Nutzen des Internets für Medienmacher liegt noch weitgehend brach

61% der Journalisten beklagen mangelnde Recherchezeit / Weit über die Hälfte der Recherche findet online statt / Über ein Drittel würde als Leser kein Geld für die Online-Ausgabe ihres eigenen Mediums bezahlen

München, 27. Mai 2014 – Während das Internet mit Suchmaschinen und E-Mail-Programmen aus dem Journalistenalltag nicht mehr wegzudenken ist, bleibt das Potenzial, das das Netz für journalistische Arbeit bietet, noch zum großen Teil ungenutzt. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie von ResponseSource und Bitkom Research. Mit „Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag“ bieten die Macher hinter der Online-Rechercheplattform ResponseSource.de Einsichten in den Arbeitsalltag deutscher Journalisten.

Befragt wurden über 1.300 hauptberufliche Journalisten aller Mediengattungen im Frühjahr dieses Jahres. Die Studie liefert Einsichten in Rechercheverhalten, Geschäftsmodelle im Journalismus sowie Entwicklungen im journalistischen Rollenselbstverständnis und der Notwendigkeit der persönlichen Markenbildung

Recherche – Zeitaufwand und Zeitmangel

Journalisten recherchieren täglich im Schnitt 163 Minuten. Mit umgerechnet 2 Stunden und 43 Minuten entspricht dies in etwa einem Drittel eines achtstündigen Arbeitstages. Nach ihrer Einschätzung gefragt, ob sie genügend Zeit für Recherche hätten, gab mit 61% eine deutliche Mehrheit an, dass sie häufig zu wenig Zeit für weitergehende Recherchen hätten. Nur 19% widersprachen der Aussage und gaben an, dass sie genügend Zeit für tiefgehende Recherchen hätten. Weiterlesen

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ZDF: Ehemaliges US-Regierungsmitglied bestätigt NSA-Überwachung

 

Kein No-Spy-Abkommen

Die NSA greift gezielt die Datenleitungen zwischen Serverzentren im Ausland an. Das bestätigt nun erstmals ein Mitglied der US-Regierung unter Präsident Bush. Im ZDF sagt der ehemalige Staatssekretär im Heimatschutzministerium, Stewart Baker: „In den USA klinken wir uns nicht einfach ein und sammeln Daten. In Übersee allerdings ist das unverzichtbar.“ Baker, der in den 90er Jahren auch Justitiar der NSA war, bezieht sich dabei insbesondere auf die Kabel zwischen den Datenservern großer Internetunternehmen wie Google und Yahoo. Die Maßnahme sei wichtig, „um die Kommunikation derer zu bekommen, die sich verstecken wollen“. Die Äußerungen sind Teil der zweiteiligen ZDF-Dokumentation „Verschwörung gegen die Freiheit“, die am Dienstag, 27. Mai, 20.15 Uhr, und am Mittwoch, 28. Mai 2014, 22.55 Uhr, ausgestrahlt wird. In dieser Woche widmen sich DIE ZEIT und das ZDF mit verschiedenen Beiträgen gemeinsam den Themen Datenschutz und staatliche Ausspähung. Die beiden Redaktionen haben für ihre Berichte teilweise gemeinsam recherchiert.

Die NSA hatte darüber hinaus zahlreiche Internetunternehmen verpflichtet, Kundendaten in großem Ausmaß an die amerikanische Behörden weiterzugeben. Nach Einschätzung des deutschen Verfassungsschutzes machte sich die NSA dabei den Datenhunger der Privatwirtschaft zunutze. „Das passte dann einfach zusammen“, so Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen im ZDF, „das nationale Interesse der Nachrichtendienste und die gewaltige Vielfalt an Daten, die Wirtschaftsunternehmen für ihre eigenen Zwecke sammeln.“

Maaßen kritisiert die US-Regierung für ihre fehlende Bereitschaft zu einer Vereinbarung, die das gegenseitige Ausspähen verbieten könnte. „Derzeit“, so Maaßen, „sieht es nicht so aus, dass wir ein No-Spy-Abkommen bekommen werden.“ Aus seiner Sicht haben „die Amerikaner die Chance verpasst, uns in Deutschland zu zeigen, sie meinen es ernst, auch mit einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit in diesem wichtigen Bereich“.

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Jahrestag der Enthüllungen von Edward Snowden

https://www.campact.de/snowden/appell/banner/

Schutz für Edward Snowden in Deutschland!

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DIE ZEIT und ZDF: Mehrheit der G-10-Kommission zweifelt an rechtlichen Grundlagen der BND-Auslandsüberwachung

 

Richter prüfen Anträge für Telekommunikationsüberwachungen nur unzureichend

Eine Mehrheit der Mitglieder der G-10-Kontrollkommission des Bundestages hegt Zweifel an der gesetzlichen Grundlage, auf welcher der Bundesnachrichtendienst (BND) Telekommunikationsverkehre von Nicht-Deutschen im Ausland überwacht. Deutsche Richter prüfen derweil nur in Ausnahmefällen, ob Anträge von Polizei oder Staatsanwaltschaften auf die Überwachung der Telekommunikation von Verdächtigen angemessen sind. Das haben gemeinsame Recherchen von ZDF und der Wochenzeitung DIE ZEIT ergeben.

In der kommenden Woche widmen sich DIE ZEIT und das ZDF mit verschiedenen Beiträgen gemeinsam den Themen Datenschutz und staatliche Ausspähung: das ZDF in seinem Programmschwerpunkt „Im Visier der Datenjäger“ mit der zweiteiligen Dokumentation „Verschwörung gegen die Freiheit“ am Dienstag, 27. Mai 2014, 20.15 Uhr, und am Mittwoch, 28. Mai 2014, 22.45 Uhr, Die ZEIT in ihrer Ausgabe vom 28. Mai. Die beiden Redaktionen haben für ihre Berichte teilweise gemeinsam recherchiert.

Mit Blick auf den BND sagte Wolfgang Wieland, Mitglied der G-10-Kommission und ehemaliger grüner Bundestagsabgeordneter: „Die gesetzliche Differenzierung ‚Deutsch-Ausländer‘ muss fallen.“ Gemäß dem so genannten G-10-Gesetz darf der BND gezielt Telekommunikationsanschlüsse anzapfen, solange es sich um Anschlüsse nicht-deutscher Staatsbürger im Ausland handelt. „Artikel 10, Absatz 1 des Grundgesetzes lautet aber eben nicht: ‚Das Briefgeheimnis sowie das Post-und Fernmeldegeheimnis der Deutschen ist unverletzlich’“, so Wieland.

Ähnlich hatte sich im August 2013 der Frankfurter Richter Bertold Huber geäußert, stellvertretender Vorsitzender der G-10-Kommission. In einem Aufsatz in der „Neue Juristische Wochenschrift“ kam er zu dem Ergebnis, dass Paragraf 5 II 3 des G-10-Gesetzes verfassungswidrig sei, weil er nicht berücksichtige, dass Nicht-Deutsche denselben Grundgesetz-Schutz genießen wie Deutsche.

Die Linken-Politiker Halina Wawzyniak und Ulrich Maurer, gleichfalls Mitglieder der achtköpfigen Kommission, erklärten, dass sie diese Einschätzung Hubers teilen.

Kommissionsmitglied Frank Hofmann, Ex-SPD-Bundestagsabgeordneter, sagte: „Die Ausführungen meines Kollegen Herrn Huber wirken sehr schlüssig.“ Es sei zu prüfen, ob aus Wissenschaft und/oder Praxis Gegenargumente vorgebracht würden, aber „insgesamt ist es zu begrüßen, dass Herr Huber mit seiner Veröffentlichung den Stein ins Rollen gebracht hat.“

Die G-10-Kommission des Bundestages entscheidet über Notwendigkeit und Zulässigkeit sämtlicher Einschränkungen des Post- und Fernmeldegeheimnisses durch die Nachrichtendienste des Bundes. Sie besteht aus vier Mitgliedern und vier stellvertretenden Mitgliedern.

Deutsche Richter prüfen derweil nur in Ausnahmefällen, ob die Anträge zur polizeilichen Telekommunikationsüberwachung gerechtfertigt sind. „Dass der Richter in irgendeiner Form wirksam nachgeprüft hätte, war in nahezu keinem Fall erkennbar“, so Professor Gusy, Rechtswissenschaftler an der Universität Bielefeld. Er bekräftigt die Ergebnisse einer Studie, die er vor einigen Jahren durchgeführt hatte. Nach dieser übernehmen Richter in über 90 Prozent der Fälle die Antragstexte der Staatsanwaltschaft. Anders als gesetzlich vorgeschrieben werden weniger als drei Prozent der überwachten Personen nach Abschluss der Maßnahme von dem Grundrechtseingriff benachrichtigt. Daran, so Gusy im ZDF, habe sich nichts geändert: „Das Grundrecht steht im Grundgesetz, aber sein Schutz läuft weitgehend leer.“ 

Mehrere ehemalige Richter bestätigen, dass die Anträge meist durch gewunken werden. Der Jurist Dierk Helmken glaubt, dass so mancher Richter die Überwachungsanträge als lästige Pflicht abtut: „Wenn er nicht unterschreibt, hat er viel Arbeit. Er muss die ganze Akte durchlesen. Er muss Abwägungsprozesse durchführen, und er riskiert möglicherweise auch das Wohlwollen all der Leute, mit denen er zusammenarbeitet.“

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Querdenker schaffen mit iSpace bundesweit bedenkenträgerfreie Zone

Ab Juni sind alle Querdenker bundesweit jeden
1. Donnerstag im Monat zu einem InnovationSpace (iSpace) eingeladen. Bei dieser Veranstaltung nach dem OpenSpace-Prinzip steht die gegenseitige Inspiration und der lockere Ideenaustausch im Vordergrund.

Durch die Schaffung dieser bedenkenträgerfreien Zonen wird der Ideenaustausch und das gemeinsame Entwickeln neuer Ideen ermöglicht. OpenSpace regt zu einer breiten Beteiligung an, erzeugt gegenseitiges Verständnis und Energie für die Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Ideen.

Die InnovationSpaces (iSpaces) starten am 5. Juni um 18.00 Uhr in der Villa Flora in München. Am 3. Juli folgt Hamburg, ab 7. August viele weitere Städte wie Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und Stuttgart. Moderatoren und Innovations-Partner können sich jederzeit beteiligen. Ziel der iSpaces ist es, bundesweit regionale InnovationThinkTanks zu schaffen. Diese ThinkTanks können auch von Unternehmen für ihre individuellen Fragestellungen genutzt werden, um neue Impulse zu generieren.

Die Teilnahme an einem iSpace ist grundsätzlich kostenfrei. Es wird jedoch eine Spende in Höhe von 10 Euro zur Förderung des Querdenkertums und des Ideenreichtums an deutschen Schulen erwartet. Diese Spenden kommen den
über 80 Querdenker-Erfinderclubs mit mehr als 2.400 Kindern mit besonders kreativen Talenten zugute. Für diese Kreativ-Talentschmiede wurde die Querdenker- Stiftung vor kurzem erst als eine der besten Bildungsideen Deutschlands vom Bundesbildungs-ministerium ausgezeichnet.

Der Querdenker-Club veranstaltet zahlreiche OpenSpaces, BarCamps, WarpConferences und IdeaChallenges für Unternehmen. Diese Formate setzen implizites Wissen frei und fördern die Kreativität, wodurch viele wertvolle Ideen und Innovationen generiert werden. Bei Interesse können ausführliche Infos unter b.graeve@querdenker.de angefordert werden.

Weitere Infos auch unter www.querdenker.de/iSpace

QUERDENKER-Club
Mit über 320.000 interdisziplinären Entscheidern und kreativen Köpfen hat sich der QUERDENKER-Club in nur fünf Jahren zu einer der führenden Open-Innovation- und Crowdsourcing-Plattformen im deutschsprachigen Raum entwickelt. On- und Offline beschäftigen sich die Mitglieder mit innovationsgetriebenen Themen, zum Beispiel bei den online aus-geschriebenen Idea-Challenges, die Unternehmen als Inspirationsquelle für sich nutzen können. Oder bei Veranstaltungen wie dem Deutschen Innovations- & Querdenker-Kongress, bei dem mehr als 400 Teilnehmer gemeinsam die Zukunft neu denken.
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Gelungene Aktion der „RA gegen Totalüberwachung“ beim Auftritt der Kanzlerin in Hamburg

Flugzeugbanner

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Samstagmittag erst wenige Minuten vor der Fischauktionshalle zum Wahlkampfauftakt zur Europawahl gesprochen, da schweiften die Blicke viele Zuhörer in den Himmel. Ein Flugzeug mit dem Banner „Totalüberwachung! www.stop-PRISM.de“ überflog die Fischauktionshalle und drehte mehrere Kreise über der Kanzlerin.

RA Dr. Malte Passarge, RA Dr. Sascha Böttner, RA Dr. Wieland Schinnenburg (Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft), RA Dr. Manuel Cadmus, RA Dr. Oliver Pragal, RA Burkhardt Müller-Sönksen (MdB a.D.), RA (unbekannt), RA Wolfgang Prinzenberg, RA Jari Hansen

Hinter der Aktion steckt die parteiunabhängige Initiative „Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung“, ein Zusammenschluss von 12 Hamburger Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen.

Während das Flugzeug seine Kreise im sonnigen Hamburger Himmel zog, demonstrierten die Anwälte zeitgleich in Robe mit großen Bannern vor der Fischauktionshalle. Auf diesen stand „Frau Merkel: www.stop-NSA.de“ und „Freiheit statt Feigheit“.

Die Initiative betonte, dass sich diese Aktion zwar an die Bundeskanzlerin wende, jedoch nicht parteipolitisch motiviert sei. Es gehe den Mitgliedern um den Schutz der Grundrechte, darum, dass die Kanzlerin endlich ihre Schutzpflichten für die Bürger gegenüber den Geheimdiensten wahrnehme und – last not least – treibe die Anwälte sehr die Sorge um unsere durch Totalüberwachung gefährdete Demokratie.

Zuvor hatte die Initiative u.a. bereits eine Online-Petition initiiert, in der fast 1.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie rund 4.700 Bürgerinnen und Bürger ein entschlosseneres Vorgehen der Bundesregierung gegen Totalüberwachung, z.B. durch Schließung des „Dagger-Complex“, fordern: https://rechtsanwaelte-gegen-totalueberwachung.de/unterzeichner/.

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Basel bekommt ein neues Wahrzeichen: „Leuchtturm“

Auf die Eröffnung darf man gespannt sein.

Das neue Wahrzeichen in Basel: Leuchtturm am Abend

Startschuss für den Leuchtturm Basel

Das neue Wahrzeichen von Basel wird den Namen der Stadt vom Dreiländereck aus in die Welt tragen. Mit einer Höhe von 132m, 26 Stockwerken, einer durchschnittlichen Nutzungsfläche von 432m2 pro Stockwerk und einer Nettogesamtnutzfläche von 11‘240m2 wird der Leuchtturm Basel zum höchsten Leuchtturm Europas und zu einem der höchsten Leuchttürme weltweit. Pro Leuchtturm Basel – geleitet von Louis Conzett, Kapitän zur See und Initiator des Projekts – zeichnet verantwortlich für die Umsetzung des Projekts bis zur Fertigstellung des Baus.

Uns so sieht er am Tag aus.

Basel, 19. Mai 2014. Der an der Westquaistrasse 62 in Basel vorgesehene Bau wurde von den Architekten Himmelsbach & Gardani konzipiert und soll 132m (inkl. 7m Antenne) hoch werden. Er wird ein Hotel, zwei Restaurants, Büro- und Sitzungsräumlichkeiten sowie Atelierflächen beherbergen. Seine Geschossfläche beträgt durchschnittlich 432 m2 pro Stockwerk. Im Sockel des Gebäudes werden 20 VIP-Parkplätze den Turmnutzern zur Verfügung stehen.

„Pro Leuchtturm Basel freut sich sehr über das bereits registrierte positive Echo stammend aus verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Kreisen“, erklärt Louis Conzett. Insbesondere seitens der Hotelbranche haben bereits mehrere erstklassige Unternehmen ihr Interesse für den Standort am Dreiländereck in Basel bekundet. So zum Beispiel die Hilton International Co. mit der Marke „Hilton Garden Inn“.

Der Betrieb des Leuchtturm Basel wird 60-100 neue Arbeitsplätze generieren. Die Neugestaltung eines Teils des Hafenareals und Rheinufers wird in bedeutender Weise zur Neubelebung des Quartiers beitragen. „Die durch den Leuchtturm Basel erzeugte Wirtschaftsförderung – u.a. durch die Förderung des bestehenden Tourismus und des sich rasant entwickelnden Flusskreuzfahrtmarktes sowie des Hafen-Warenumsatzes – wird dazu beitragen, unserer Stadt national und international einen neuen Stellenwert zu verleihen“ ergänzt Louis Conzett. Das Projekt ist privat finanziert.

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Neue Arbeitswelt

New World of Work

Der Titel könnte vermuten lassen, dass ein Riesenwälzer in englischer Sprache auf die interessierten Leser zukommt, der gespickt ist mit Daten, Zahlen, Fakten und den destillierten Quintessenzen einer messerscharfen Analyse.

FALSCH!

Das Gegenteil ist der Fall.

Die Autoren Michael Bartz- Professor an der FH-Krems – und Thomas Schmutzer – Geschäftsführer der HMP Beratungs GmbH – haben das Buch auf Deutsch geschrieben und dafür eine virtuelle Romanfigur erfunden. Viktoria Frey heißt die Protagonistin. Sie leitet einen alteingesessenen Industriebetrieb mit Sitz in Österreich und Produktionsstätten in sieben weiteren Ländern, die von einem weltweiten Netz von Verkaufs- und Marketingbüros umspannt sind.

Da der wichtigste und treueste Kunde in der 30jährigen Firmengeschichte die Kooperation aufgekündigt hat, gerät das Unternehmen in eine Schieflage.

Viktoria Frey versucht nun, die Ursachen heraus zu finden und erfährt in den Meetings mit den Bereichsleitern HR, IT, Organisation, Customer Service, Marketing und Sales, Produktion sowie F & E (Kaptiel 2- 7) dass die „Neue Welt der Arbeit“ sich so schnell und radikal verändert hat, so dass nichts mehr funktioniert „…wie wir es immer gemacht haben“ ! (Kap. 1)

In Kaptiel 8 wird ein Workshop mit allen Beteiligten skizziert, der den „Aufbruch in die neue Welt des Arbeitens“ einleitet.

Der Stil erinnert etwas an die neuere Management-Literatur aus den USA, wo Wissenswertes in eine „Story“ verwoben wird und sich Erkenntnisgewinn in Romanform aneignen lässt.  Eine kurze stichwortartige Zusammenfassung als To-Do- Liste zeigt der Geschäftsführung auf, was sie zu tun hat. Das alles wird ergänzt durch statistisches Material aus den Jahren 2010 bis 2013 in roten Factboxes, und themenzentrierten Interviews mit CEO’s und Bereichsleitern führender österreichischer Unternehmen am lokalen und globalen Markt.

Das Buch liest sich, dank des übersichtlichen Aufbaues und der gelungenen Dramaturgie, wie im Fluss und in eins durch, mit einem hohen Erkenntnisgewinn.

Die Einschätzung der Autoren, dass in den westlichen Industrienationen im Jahr 2025 – oder schon eher – der Anteil der DIGITAL NATIVES an der arbeitenden Bevölkerung 50 % und mehr betrage, macht deutlich, dass sich jedes Unternehmen jetzt schon auf die Herausforderungen der Neuen Welt des Arbeitens, Lebens und Konsumierens einstellen sollte, um den überlebenswichtigen Paradigmenwechsel nicht zu verschlafen.

Danke an die Autoren für diesen NWOW – „Wachrüttel-Effekt“!

Hans-Josef Hinken

New World of Work

Warum kein Stein auf dem anderen bleibt

von Michael Bartz/Thomas Schmutzer

Trends – Erfahrungen – Lösungen, Linde Verlag, 192 Seiten, Hardcover

ISBN 978-3-7093-0535-5,  € 24,90

E-Book (E-Pub)  ISBN 978-3-7094-0467-6,  € 18,99

E-Book (PDF),  ISBN 978-3-7094-0468-3,  € 18,99

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