Die Corona-Pandemie verstärkt weltweit Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung

zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer
Gesellschaften in Göttingen und Honorarprofessor
für Soziologie und Ethnologie an der Universität Göttingen.
© MPI zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer
Gesellschaften
Text: Steven Vertovec
In der Pandemie schüren Populisten und Stimmungsmacher derzeit Vorurteile gegen Migranten und machen sie für die Ausbreitung des Virus verantwortlich. Die Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen oder bestimmten ethnischen Gruppen wird drastischer eingeschränkt als die der einheimischen Bevölkerung, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern – wie es offiziell heißt -, was jedoch die Betroffenen ebenfalls stigmatisiert. Steven Vertovec, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften sieht darin eine gefährliche Entwicklung und fordert, gegenzusteuern.














