Meta-Daten lagern weiterhin bei Facebook

IMG_1466Mit dem letzten Update hat der beliebte Messenger-Dienst WhatsApp eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Chats, Telefonate und Dateianhänge eingeführt. Die von Krypto-Guru Moxie Marlinspike entwickelte Verschlüsselung verspricht ein wirkungsvolles Mittel, um unbefugte Mitleser auszusperren.

Der Nachrichtendienst WhatsApp hat sich mit einem Update zum weltweit meistgenutzten Krypto-Messenger aufgeschwungen. Ab sofort kommunizieren Nutzer, die die neueste Version der App installiert haben, mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die sicherstellen soll, dass weder WhatsApp selbst noch Geheimdienste oder andere staatliche Organe Zugriff auf die versendeten Nachrichten erhalten. An der Entwicklung beteiligt war auch Krypto-Guru Moxie Marlinspike, der als engagierter Privacy Activist gilt und einen gewissen Vertrauensvorschuss in die neue Verschlüsselung rechtfertigt. Weiterlesen

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Science-Fiction im Realitäts-Check

Freiburger Forscher besprechen in einer Filmreihe den Wahrheitsgehalt von Zukunftsfantasien

Illustration: Ludmilla Bartscht

Ein Roboter mit Bewusstsein, manipulierte Erinnerungen oder mit dem Gehirn ferngesteuerte Avatare: Diese Ideen aus Science-Fiction-Filmen erscheinen mit dem heutigen technologischen Fortschritt in Reichweite. Wie aber sehen das Forscherinnen und Forscher, die an Robotern, Neurotechnologien und Künstlicher Intelligenz arbeiten? Welche Entwicklungen stehen bevor, welche sind unwahrscheinlich und welche erwünscht? Über diese Fragen diskutieren Wissenschaftler aus dem Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg gemeinsam mit dem Publikum anhand von vier Filmen und Ausschnitten aus Serien. Die Filmreihe richtet sich primär an Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren sowie Studierende, steht jedoch auch anderen Interessierten offen. Die Vorführungen finden je nach Termin im Kommunalen Kino oder in der Universität im Rahmen des aka-Filmclubs statt. Der Eintritt im Kommunalen Kino beträgt sechs Euro, der ermäßigte Preis vier Euro. Die Vorführung des aka-Filmclubs kostet 1,50 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, für ganze Schulklassen jedoch erwünscht. Weiterlesen

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Die Panama Papers

Der Rechtswissenschaftler Jan-Felix Pietsch erklärt, welches Missbrauchspotenzial im Offshore-Finanzrecht steckt

Die Enthüllungen der Panama Papers haben in vielen Ländern erneut eine kontroverse Debatte um Briefkastenfirmen, Steueroasen und Steuergerechtigkeit ausgelöst. „Es gibt zahlreiche Finanzplätze die sich außerhalb der üblichen Rechtsnormen bewegen, so genannte Offshore-Finanzplätze, deren Gesetze und Rechtsinstitute illegale Vorgänge ermöglichen können“, sagt Dr. Jan-Felix Pietsch, der am Rechtswissenschaftlichen Seminar der Universität Freiburg zum Thema Offshore-Finanzrecht promoviert wurde.  Ein Missbrauchspotenzial entstehe in erster Linie durch weitreichende Datenschutzbestimmungen, die es den Besitzerinnen und Besitzern von Briefkastenfirmen ermöglichen, anonym zu agieren. Zudem könnten verschiedene Offshore-Rechtsinstitute zu komplizierten Konstrukten zusammengefügt werden, was es faktisch nahezu unmöglich mache, Finanzprozesse nachzuverfolgen.

Nach der Aufdeckung der Panama Papers stellt sich die Frage, wie sich das Offshore-Finanzrecht in Zukunft entwickeln wird. „Ein Offshore-Finanzplatz existiert nicht unabhängig vom Ausland. In einer vermehrt politisch und wirtschaftlich verflochtenen Welt ist ein Inseldasein nicht mehr möglich“, sagt Pietsch. Briefkastenfirmen werden von internationalen Organisationen und Industriestaaten kritisch betrachtet. Dies zwinge Offshore-Finanzplätze, beispielsweise Gesetze gegen Geldwäsche zu erlassen und sich in Steuerfragen kooperativ zu verhalten. „Interessant wird sein, in welchem Ausmaß die großen Industriestaaten, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und andere Interessengruppen Einfluss auf die Politik der verschiedenen Offshore-Finanzplätze haben werden.“

Dr. Jan-Felix Pietsch
Experte für Offshore-Finanzrecht

Pietsch hat an der Universität Freiburg Jura studiert. 2016 wurde er am Institut für Rechtsgeschichte und geschichtliche Rechtsvergleichung der Universität Freiburg bei Prof. Dr. Frank Schäfer promoviert. Seine Fachgebiete sind Handels- und Wirtschaftsrecht, Finanz- und Versicherungsrecht sowie Offshore-Finanzrecht.

 

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Mit Elternzeit sinken die Aufstiegschancen

DMW Walter Siegenthaler Preis für Studie zur Elternzeit bei Klinikpersonal

Weg vom Karrierefenster: Mit Elternzeit sinken die Aufstiegschancen

Stuttgart – Wie sich die Elternzeit auf die Karrierechancen von Klinikpersonal auswirkt, haben Wissenschaftler im Rahmen einer Studie untersucht. Das Ergebnis: Obwohl viele Vorgesetzte der Auszeit für die Familie positiv gegenüber stehen, setzen sie die Rückkehrer oft in weniger verantwortlichen Arbeitsfeldern als zuvor ein. Vor allem Führungskräfte sehen sich in ihrem beruflichen Fortkommen behindert. Viele kehren ihrem Arbeitgeber daher bereits kurz nach ihrer Rückkehr den Rücken.  Diese und weitere Ergebnisse veröffentlichte Dr. med. Dr. rer. nat. Carsten Engelmann gemeinsam mit Kollegen 2015 in der „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart). Für den Beitrag „Weggegangen – Platz vergangen? Karriereaussichten universitären Gesundheitspersonals nach Rückkehr aus der Elternzeit“ erhalten er und seine Koautoren den diesjährigen DMW Walter Siegenthaler Preis. Weiterlesen

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Der erste Vorkurs für Flüchtlinge ist gestartet

Universität Freiburg stellt 40 Plätze im Vorkurs bereit

Die Teilnehmenden erwerben sprachliche und fachliche Kompetenzen, die sie zum Studium in Deutschland befähigen

Deutschkenntnisse erweitern, Fachwissen erwerben, universitäre Strukturen kennenlernen: Der erste Vorkurs der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für Flüchtlinge hat begonnen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereiten sich insbesondere darauf vor, im Herbst 2016 die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ (DSH) abzulegen. Im Erfolgsfall sind sie befähigt, zum Wintersemester 2016/17 ein Studium an einer deutschen Universität aufzunehmen. „Wir wollen studierfähigen Flüchtlingen ermöglichen, auf ihrem Bildungsweg dort anzuknüpfen, wo sie vor ihrer Flucht standen“, sagt Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre. „Damit ist das Ziel verbunden, ihnen Perspektiven für den Berufseinstieg in Deutschland oder – im Falle der Rückkehr – in ihrem Heimatland zu bieten.“ Weiterlesen

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cep kritisiert mangelnden Datenschutz durch EU „Privacy Shield“

Mangelnder Datenschutz durch EU „Privacy Shield“

cep kritisiert in Studie die „Safe Harbour“-Nachfolgeregelung der EU Kommission

Nach wie vor sind personenbezogene Daten von EU-Bürgern unzureichend vor dem Zugriff amerikanischer Behörden geschützt. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie des cep. Denn massenhafte Datenerhebungen und -nutzungen durch US-Behörden bleiben auch unter dem „Privacy Shield“ in gewissem Umfang möglich, obwohl der Europäische Gerichtshof (EuGH) genau dies bemängelt hatte, als er im vergangenen Jahr die „Safe Harbour“-Entscheidung der EU-Kommission für ungültig erklärt hatte.

„Die vorgesehenen Einschränkungen für US-Sicherheitsbehörden entsprechen nicht den Vorgaben des EuGH“, erklären Dr. Anja Hoffmann und Prof. Lüder Gerken von cep. „Anders als von der EU-Kommission behauptet trägt deren ‚Privacy Shield‘-Beschluss dem EU-Datenschutz eben nicht in allen Punkten Rechnung“, so Hoffmann, die Autorin der Studie, die bereits die Tragweite und Bindungswirkung der von US-amerikanischer Seite gemachten Zusagen in den Anlagen zum Beschluss für fraglich erachtet. Ebenfalls unzureichend ist für Hoffmann der vorgesehene Rechtsschutz. „Insbesondere erfüllt der sogenannte Ombudsperson-Rechtsbehelf nicht die Anforderungen des EuGH an einen ‚gerichtlichen Rechtsschutz‘. Die ‚Ombudsperson‘ ist nicht vollkommen unabhängig, hat möglicherweise unzureichende Befugnisse und fällt intransparente Entscheidungen“, so Hoffmann. Weiterlesen

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Live-Hacking Vorträge in Konstanz und Villingen-Schwenningen

SpardaSurfSafe BW macht Schüler und Eltern fit fürs Netz

 

Wenn Erwin Markowsky die Bühne betritt, dann schweigt das Publikum

Wenn Erwin Markowsky die Bühne betritt, dann schweigt das Publikum

In der heutigen Informationsgesellschaft geht ohne Internet und Smartphone fast nichts mehr. Während die ältere Generation sich an ein Leben in einer analogen Welt zumindest noch erinnern kann, ist es für die meisten Jugendlichen selbstverständlich, dass man jederzeit erreichbar und online ist. WhatsApp, Instagram und Facebook gehören ebenso zum Leben wie die Luft zum Atmen. Doch die digitale Omnipräsenz via Smartphone birgt auch Gefahren, worüber sich jedoch die wenigsten Nutzer bewusst sind. Selbst die Eltern wissen in vielen Fällen nicht, wie sie sich und ihre Kinder schützen können. Diese Unwissenheit will die Initiative SpardaSurfSafe beseitigen und klärt über die Methoden der Kriminellen im Internet auf.Spardasurfsafe in Freiburg

Schade, dass es die Live-Hacking Vorträge nur in Baden-Württemberg gibt. Man sollte sie zur Pflicht für alle Bundesländer machen. Die zahlreichen Pannen im Umgang mit WhatsApp – zuletzt bei der Brüsseler Polizei – zeigen, dass nicht nur Schüler und Schülerinnen in Sachen Datenschutz ein Informationsdefizit haben, sondern auch Erwachsene.Die Themen des Abends

Zwischen dem 18. und 20. April können sich die Schüler der Unterstufe und der berufsbildenden Schulen in Konstanz und Villingen-Schwenningen auf die eine oder andere Schrecksekunde gefasst machen, wenn die Initiative SpardaSurfSafe wieder in den beiden Städten gastiert. Profi-Hacker Erwin Markowsky wird ihnen während der Schulzeit live vor Augen führen, wie leicht man im Internet zum Opfer krimineller Machenschaften wird. Mit den Live-Hacking-Vorträgen beginnt erneut das Programm der Initiative SpardaSurfSafe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Schüler, Eltern und Lehrer für die Gefahren des Internets zu sensibilisieren und im sicheren Umgang mit Smartphone, Computer und Co. zu schulen. Weiterlesen

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Große Teilnahme am 1. Zukunftskongress

Mehr als 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem 1. Zukunftskongress Migration & Integration

Das Plenum mit
Dr. h.c. Frank-J Weise

Die Plattform ermöglichte den Austausch über Herausforderungen der Flüchtlingssituation zwischen Spitzenpolitikern und Vertretern aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung

Im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung fand recht kurzfristig angesetzt und von der Wegweiser Media & Conferences GmbH Berlin initiiert ein erster Kongress zur Flüchtlingsfrage statt. Die eingeladenen Rednerinnen und Redner ließen aufhorchen. Weiterlesen

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Wie lässt sich Fremdes, wie lassen sich Widersprüche aushalten?

Der Kongress der taz am 2. April 2016 im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Das taz.lab, der schon zum achten Mal seit 2009 stattfindende jährliche Kongress der taz, wird bunter, diverser, multikultureller als alle vorangegangenen. Wie lässt sich Fremdes, wie lassen sich Widersprüche aushalten? Wie vermeiden wir Überkorrektheit, Belehrungen und Bekehrungen? Wie kann trotz Pegida, AfD & Co. ein weltoffenes Deutschland gelingen? Was für eine Gesellschaft werden wir sein, was wollen wir werden?

240 Menschen werden in 80 Veranstaltungen auf insgesamt neun Bühnen das Berliner Haus der Kulturen der Welt mit vielen Gästen füllen: Auf Podien, in Foren, in taz-Talks, Screenings, bei Lesungen und Vorführungen, vom Auftakt im Foyer mit dem taz-Chor um 8.30 Uhr morgens bis zum Whisky-Tasting im Zelt auf dem Dach am späten Abend.
Eine „einzigartige Denkfabrik“, wie Georg Löwisch, Chefredakteur der taz verspricht. Weiterlesen

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„Dämonen“ von Lars Norén, an der Schaubühne Berlin

Das Theaterstück „Dämonen“ von Lars Norén, an der Schaubühne Berlin inszeniert von Thomas Ostermeier, zeigt das normale Chaos einer normalen Beziehung. Er sucht einen Platz für seine Plastiktüte. In der trägt er jedoch keine Einkäufe nach Hause, sondern die Asche seiner toten Mutter. Frank – hinreissend interpretiert von Lars Eidinger –  und Katarina – von Cathlen Gawlich „eiskalt serviert“ – sind kinderlos, Ende dreißig und seit neun Jahren ein Paar. Sie bewohnen eine schicke aber unordentliche Wohnung und machen sich das Leben zur Hölle. Sie erwarten Franks Bruder zur Beerdigung. Der verschiebt seine Ankunft und nun steht ein freier Abend drohend bevor.

Gefüllt wird der Abend durch den Besuch von Jenna und Thomas, den gleichaltrigen Eltern zweier kleiner Kinder und Nachbarn von nebenan.
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