Drastische regionale Unterschiede
Bei der Kinder- und Jugendhilfe gibt es zwischen den Bundesländern große Kostenunterschiede. Foto: Michael Luhrenberg/iStockDie Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe sind von 2003 bis 2013 um über 70 Prozent gestiegen. Unklar ist, ob dadurch junge Menschen besser betreut und geschützt werden. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt zudem, dass es große, teils schwer erklärbare Kostenunterschiede gibt.
Rund 35,5 Milliarden Euro gab Deutschland 2013 für Kitas und den Schutz gefährdeter Kinder und Jugendlicher aus. Auffällig sind die großen Ausgabenunterschiede zwischen den Bundesländern: Pro unter-18-Jährigem sind die Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe insgesamt in Berlin mit 3.900 Euro fast doppelt so hoch wie in Schleswig-Holstein mit 2.200 Euro. Diese Streuung lässt sich teilweise mit der Bevölkerungsstruktur erklären: Dort, wo beispielsweise viele Geschiedene und Arbeitslose leben, gibt es deutlich mehr „Gefährdungsfälle“ – eine Ursache für höhere Ausgaben in den Stadtstaaten. Der Migrationshintergrund sorgte 2013 hingegen nicht für höhere Ausgaben; unabhängig davon wird der Zuzug von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aber für deutlich steigende Ausgaben sorgen. Weiterlesen









