Gentechnik – sie ist längst da

Hier eine interessante Pressemitteilung zu gentechnisch veränderten Pflanzen
Pressemitteilung

Gentechnik – sie ist längst da

Hofpfisterei warnt vor vielen bereits heute gentechnisch veränderten Pflanzen.

München/Nürnberg, 12. Februar 2014 – Während Europa noch über die Zulassung der gentechnisch veränderten Maislinie 1507 streitet, wachsen bereits viele Genpflanzen auf den Feldern. Auf diesen Fakt weist die Hofpfisterei zum Start der BIOFACH 2014 in Nürnberg, der weltweit größten Fachmesse für Bio-Lebensmittel, hin.

Das von Greenpeace International und GeneWatch UK eingerichtete Verzeichnis „GM Contamination Register“ listet allein für das Jahr 2013 sieben Fälle auf, in denen nicht zugelassene, gentechnisch veränderte Lebensmittel in Deutschland, Frankreich und der Schweiz illegal in den Handel gekommen sind. „Natur pur auf den Tisch zu bringen, ist heute kaum mehr möglich. Überall lauert gentechnisch verunreinigtes Saatgut und Tierfutter. Gen-Verunreinigungen werden aber auch durch Erntemaschinen oder beim Transport verursacht“, erklärt die Geschäftsführerin der Hofpfisterei, Nicole Stocker.

Einige Beispiele: 2005 gelangten gentechnisch verändertes Maissaatgut der Firma Pioneer in den deutschen Handel und damit auf dem Tisch der Verbraucher, 2010 wurde mit Gen-Mais NK 603 verunreinigtes Saatgut auf Tausenden Hektar in sieben Bundesländern ausgesät. Der Genmais war den Landwirten untergeschoben worden.

Der Mythos vom problemlosen Nebeneinander
Die Situation in Deutschland ist noch vergleichsweise gut. In zahlreichen Regionen der Welt ist es bereits zur unkontrollierten Auskreuzung, also Vermischung und Verbreitung von Gentechnikpflanzen, gekommen. Experten schätzen, dass die gentechnische Unterwanderung von Naturprodukten in dem Maße weiter zunimmt, je mehr sich Genpflanzen in der freien Natur auskreuzen. Dieser Prozess ist unkontrollierbar und unumkehrbar.

„Das von den Gentechnikfirmen propagierte problemlose Nebeneinander von konventioneller und gentechnischer Landwirtschaft ist ein Mythos. In Wirklichkeit vermischen sich gentechnisch veränderte Pflanzen mit herkömmlichen Kulturen oder breiten sich in Wildpflanzen aus – selbst in Ländern, in denen Agrogentechnik nicht kommerziell betrieben wird“, gibt Nicole Stocker zu bedenken.

Der Kampf ist bei Raps längst verloren
Besonders kritisch ist die Gefahr beim Raps. Sein Samen verbreitet sich bis zu 26 Kilometer und sein Saatgut kann über zehn Jahre im Boden bleiben, ohne seine Keimfähigkeit zu verlieren. In England wurde Herbizid resistenter Gen-Raps in Ackersenf, einem Unkraut, nachgewiesen. In Kanada, wo Gen-Raps auf über acht Millionen Hektar wächst, kann überhaupt kein gentechnikfreier Raps mehr angebaut werden. Dort hat er sich mit der Wildart Rübsen ausgekreuzt und in der Natur etabliert. Eine weitere Folge: In Kanada ist die Produktion von gentechnikfreiem Raps-Honig nicht mehr möglich. Auch in Japan, das 90 Prozent seiner jährlich zwei Millionen Tonnen Raps aus Kanada importiert, wächst entlang wichtiger Transportrouten und aller 19 Überseehäfen gentechnisch veränderter Raps.

Angesichts solcher Entwicklungen fordert Nicole Stöcker ein rasches Umdenken in Sachen Grüner Gentechnik: „Agrogentechnik ist ein Angriff auf die Schöpfung, die Auskreuzung ist schon jetzt außer Kontrolle geraten. Deshalb muss es einen Zulassungs- und Anbaustopp für genmanipulierte Pflanzen geben.” Die Hofpfisterei hatte im Januar in einem Offenen Brief den bayerischen Ministerpräsidenten um politische Unterstützung für diese Position gebeten.

Über die Hofpfisterei
Die Hofpfisterei gehörte seit dem Ende des 13. Jahrhunderts als Torats- bzw. Pfistermühle mit Bäckerei zur bayerischen Hofhaltung. Heute im Besitz der Familie Stocker, wird die Hofpfisterei seit fast 100 Jahren als Familienunternehmen in dritter Generation geführt. Mit inzwischen 162 Filialen ist die Hofpfisterei zu einer Münchner, das heißt „bayerischen Institution“ geworden. Verwurzelt in ihrer langen Geschichte, pflegt die Hofpfisterei mit ihren nach altem handwerklichem Können aus reinem Natursauerteig gebackenen Bauernbroten bewusst ihre bayerische Tradition. Vor 30 Jahren wurde begonnen, den Betrieb auf rein ökologische Brotherstellung umzustellen. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen honorierten diesen zukunftsorientierten Einsatz für die Umwelt und für eine gesunde Ernährung.

Weitere Informationen unter www.hofpfisterei.de
und www.facebook.com/GentechnikfreiesBayern

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Ein neues Projektmanagement hält Einzug

Wie Digital Natives die Führung übernehmen und Unternehmen verändern

Das Projektmanagement hat sich innerhalb weniger Jahre in vielen Bereichen stark verändert. Die Anforderungen sind andere geworden als noch vor 10 Jahren, nicht zuletzt als Folge eines immer kürzeren ROI (return on investment).

Starre Pläne sind ebenso wenig erfolgversprechend wie Mitarbeiter, die Chancen und sinnvolles Veränderungspotential nicht oder nicht rechtzeitig erkennen.

Zeitgemäßes PM funktioniert eher wie eine Motorradtour. Man bereitet sich auf eine lange Tour zwar gut vor, hat aber vorab schon alternative Routen im Visier, falls die Dinge nicht so laufen wie geplant. Das schafft ein hohes Maß an Flexibilität. Und wie beim Motorradfahren, so ist auch beim PM ab und zu eine Pause zum Zwecke des Innehaltens sinnvoll, um dann mit frischer Energie die Reise ggf. auch mit geänderter Zielsetzung fortzusetzen.

Speziell in IT-Projekten setzen Digital Natives auf agiles PM. Das setzt allerdings ein hohes Maß an Teamoffenheit und Transparenz voraus. Hier liegen – genau wie beim klassischen PM – die größten Herausforderungen.

Und so kommen auch Digital Natives nicht um Teambuilding und Kommunikationsseminare herum. Insbesondere dann, wenn in den Teams Digital Natives und Digital Emigrants aufeinander treffen. Was die einen als gegeben voraussetzen, ist für die anderen alles andere als selbstverständlich.

Kommuniziert wird zwar viel, aber oft über E-Mail bei den Älteren und per SMS oder Chat bei den Jüngeren. Für kreative Prozesse braucht man jedoch nach wie vor „handfeste“ Methoden. Flipchart, Kärtchen und das persönliche Gespräch sind keineswegs out – im Gegenteil – sie werden zunehmend wichtiger.

Für Digital Natives und die Generation Y spielen auch Atmosphäre und ein reichhaltiges Angebot an modernen Kaffeegetränken sowie Teevariationen eine wichtige Rolle. „Break-out-Spaces“ sind nicht nur beliebt, sie haben auch den Vorteil, dass dort oft bessere Ideen entwickelt werden als an starren Schreibtischplätzen.

Trotz immer kürzerer Projektlaufzeiten mit permanentem Anpassungsdruck wird es auch in Zukunft das klassische PM geben. In Projekten mit klarem Endtermin, wie z. B. die Fußball WM oder Olympiade wird es auch zukünftig eine gut strukturierte Planung mit festen Vorgaben geben müssen.

Unabhängig davon, ob nun klassisches oder agiles PM eingesetzt wird, Zeit zum Reflektieren und Nachdenken muss immer eingeplant werden.

Digital Natives tragen ihr Büro ständig bei sich, deshalb ist für sie der Übergang zwischen Arbeit und Freizeit meist fließend. Für das moderne PM heißt das, dass vieles gleichzeitig erledigt werden kann – orts- und zeitunabhängig. Allerdings stoßen Festangestellte in Deutschland da schnell an Grenzen, da es klare Arbeitszeitvorschriften gibt. Diese sind zwar manchmal störend oder gar hinderlich, aber dennoch wichtig, denn von ausgepowerten Mitarbeitern hat kein Unternehmen etwas.

Ähnlich wie im Sport, klinken sich heute bereits viele Digital Natives aus einem laufenden Prozess für eine kurze Zeit aus, um einen kritischen Blick von außen auf die Situation des Projektes zu werfen.

Loyalität spielt für sie in Bezug auf ihren Arbeitgeber kaum noch eine Rolle. Sie haben gelernt, dass man dem Team gegenüber fair und loyal sein muss, aber nicht dem Arbeitgeber. Zu viele Skandale kamen in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit. Die junge Generation teilt gerne, aber sie will sich nicht mehr von korrupten Managern und Vorständen ausbeuten lassen.
Die Zauberformel heißt: Kommunikation auf Augenhöhe.

Ohne gute Führung geht es auch beim agilen PM nicht.

Ob nun aber selbstorganisierende oder geführte Teams in einem Projekt arbeiten, eines gilt für alle gleich: Projekte können nur gelingen, wenn die Menschen die darin arbeiten über genügend Kompetenzen verfügen, und zwar fachlich wie sozial.

Der Leser hat es längst bemerkt. In diesem Buch geht es nicht um eine neue Projektmanagement-Methode, sondern um die Beschreibung eines Veränderungsprozesses, der mit dem Einzug der jungen Generation in unsere Unternehmen stattfindet.

Ria Hinken

Das Ende des Projekt Managements wie wir es kennen

Wie Digital Natives die Führung übernehmen und Unternehmen verändern

Linde Verlag
1. Auflage 2013
24.09.2013
192 Seiten
Buch gebunden, 24,90 €

E-Book E-Pub    18,99 €  E-Book PDF       18,99 €

ISBN: 9783709305096

Der Autor: 
Ronald Hanisch, MAS, MBA, zSPM ist international gefragter Speaker, Vortragender und Autor. Der Management-Experte und studierte Betriebswirt (MAS und MBA) baute mehrere Unternehmen erfolgreich auf und gibt seine Erfahrungen an Top-Unternehmen wie etwa Magna, BMW, Chrysler und Philips weiter.
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Anzeigen müssen auch als „Anzeige“ gekennzeichnet sein

Bundesgerichtshof stellt klar:

Anzeigen müssen auch als „Anzeige“ gekennzeichnet sein

Die Kennzeichnung eines bezahlten redaktionellen Beitrags mit unscharfen Begriffen wie „sponsored by“ genügt den Anforderungen nicht und ist wettbewerbswidrig

Gerade in kostenlosen Anzeigenblättern versuchen Werbende immer wieder bezahlte Bei- träge wie unabhängige redaktionelle Inhalte erscheinen zu lassen. So auch in dem vom Bundesgerichtshof (BGH) am 06. Februar 2014 entschiedenen Fall (Az.: I ZR 2/12 – GOOD NEWS II) zum kostenlosen Anzeigenblatt „GOOD NEWS“. Ein bezahlter redaktioneller Bei- trag wurde dort unter der Überschrift „sponsored by“ sowie der hervorgehobenen Angabe des werbenden Unternehmens veröffentlicht.

Eine Mitbewerberin, die ebenfalls eine Zeitung herausgibt, hat hiergegen aus Wettbewerbs- recht wegen einer Verletzung des Landespressegesetzes Baden-Württemberg und der sich daraus ergebenden Kennzeichnungspflicht solcher Beiträge mit „Anzeige“ geklagt.

Der BGH hat nun, einer eigenen Pressemitteilung vom gleichen Tage zufolge, entschieden, dass eine Verletzung des strikten Gebots der Kenntlichmachung von Anzeigen anzunehmen ist, „wenn der präzise Begriff der „Anzeige“ vermieden und stattdessen ein unscharfer Begriff gewählt wird. Die Kennzeichnung der Beiträge mit den Worten „sponsored by“ reiche daher zur Verdeutlichung des Anzeigencharakters der Veröffentlichung nicht aus“, so der BGH in der Pressemitteilung.

„Zwar betrifft die Entscheidung nur das Landespressegesetz Baden-Württemberg. Da die Landespressegesetzte jeweils weitgehend vergleichbar formuliert sind, ist diese Entschei- dung jedoch auch auf die Werbung in anderen Bundesländern übertragbar. Will man einerähnlichen Verurteilung entgehen, sind bezahlte Inhalte somit zwingend als „Anzeige“ zu kennzeichnen und die üblichen Umgehungsversuche dieser Formulierung zu unterlassen. “ sagt Sascha Faber, LL.M. (Medienrecht) Rechtsanwalt, Fachanwalt für Urheber- und Me- dienrecht, Gewerblichen Rechtsschutz, und Informationstechnologierecht von der Kanzlei volke2.0.“

RA Sascha Faber

 

Sascha Faber
Fachanwalt für Urheber-und Medienrecht
Fachanwalt für Informationstechnologierecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz (Wettbewerbs-, Marken-, Gebrauchs-, Geschmacksmuster- und Patentrecht)

 

Über volke2.0:
 volke2.0 ist seit mehr als 14 Jahren ausschließlich in den Bereichen Intellectual Property (Marken-, Wettbewerbs-, Patent- und Urheberrecht) und Informationstechnologierecht tätig. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Beratung der Schnittemenge der beiden Gebiete: Intellectual Property and Information Technology. Die hochspezialisierten Fachanwälte betreuen national und international tätige E-Commerce / E-Business-Anbieter, EDV- und Software-Anbieter, Internet (Service) Provider, Werbe-/Marketingagenturen und Verlage. (www.volke2-0.de)

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Süßigkeiten raus aus dem Kassenbereich!

Lidl schafft „Quengelkassen“ in Großbritannien ab 

foodwatch fordert: Auch in Deutschland

Süßigkeiten raus aus dem Kassenbereich!

Kinderarzt: Lebensmittelwirtschaft trägt Mitverantwortung für grassierendes Übergewicht

Berlin, 30. Januar 2014. Lidl hat angekündigt, in seinen Filialen in Großbritannien die sogenannten „Quengelkassen“ abzuschaffen: Anstatt Süßigkeiten sollen im Kassenbereich zukünftig Produkte wie Obst oder Nüsse angeboten werden, um Eltern das Einkaufen mit Kindern zu erleichtern. Die Verbraucherorganisation foodwatch begrüßte die Maßnahme und forderte die Supermarktkette auf, jetzt auch in Deutschland Süßigkeiten und Snacks von den Kassen zu entfernen. Der Kinderarzt und Diabetes-Experte der Uni-Klinik Leipzig, Prof. Dr. Wieland Kiess, nahm zudem die Lebensmittelbranche in die Pflicht, ihre Mitverantwortung für Fehlernährung und Übergewicht bei Kindern ernst zu nehmen.

„In Großbritannien tauscht Lidl Süßigkeiten gegen Obst – aber in Deutschland schreit das Junkfood an der ‚Quengelkasse‘ weiterhin direkt auf Augenhöhe von Kindern ‚kauf mich!'“, kritisierte Oliver Huizinga, Experte für Kinderlebensmittel bei foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte den Handelskonzern auf, auch in seinen Filialen in Deutschland sämtliche Süßigkeiten, unausgewogene Snacks und Soft Drinks aus den Kassenbereichen zu entfernen. Unter www.foodwatch.de/aktion-lidl hat foodwatch eine E-Mail-Protestaktion gestartet, über die jeder die Forderung unterstützen kann. Oliver Huizinga: „Gegenüber britischen Eltern will Lidl seiner Mitverantwortung für die gesunde Ernährung von Kindern offenbar gerecht werden. In Deutschland hingegen werden an der Kassenschlange schon die Kleinsten weiterhin auf Süßigkeiten, Snacks und Soft Drinks angefixt. Lidl provoziert mit dem Junkfood in der Quengelzone gezielt Konflikte in Familien und macht es Eltern unnötig schwer, ihre Kinder gesund zu ernähren. Damit muss Schluss sein.“

Auch Wieland Kiess, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uni Leipzig, begrüßte den Schritt von Lidl in Großbritannien und forderte, die Lebensmittelindustrie stärker in die Pflicht zu nehmen, wenn es um die Prävention von Übergewicht und ernährungsassoziierten Erkrankungen geht: „Handel und Lebensmittelhersteller dürfen sich nicht länger mit dem Argument herausreden, allein die Eltern seien verantwortlich und müssten eben einfach lernen ’nein‘ zu sagen. Die Lebensmittelbranche trägt mit ihrem Produktangebot und ihrem massiven Marketing an Kinder eine gehörige Mitverantwortung für das grassierende Übergewicht bei jungen Menschen, denn sie drängt Kindern ständig, an jeder Ecke und mit perfiden Tricks ungesunde Lebensmittel auf. Für viele Eltern ist es unmöglich, allein dagegen anzukommen.“

Britischen Medienberichten zufolge hatte Lidl vor kurzem angekündigt, in seinen rund 600 Filialen auf der Insel „Quengelware“ aus dem Kassenbereich zu verbannen. Stattdessen sollten Produkte wie Obst oder Nüsse angeboten werden. Lidl begründete den Schritt explizit damit, dass es für Eltern häufig sehr schwer sei, gegenüber quengelnden Kindern „nein“ zu sagen. Durch das Entfernen von Süßigkeiten und Schokolade aus den Kassenbereichen wolle man es deshalb Eltern leichter machen, Kinder mit gesünderen Produkten zu belohnen.

Der Kassenbereich gilt im Supermarkt als eine der umsatzstärksten Zonen. Neben Tabakwaren verkaufen sich hier vor allem Schokolade und Süßigkeiten sehr gut. Kinder in Deutschland essen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse, aber weit mehr als 200 Prozent der empfohlenen Menge an Süßwaren, Snacks und Softdrinks. Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 80er- und 90er-Jahren um 50 Prozent gestiegen. Heute gelten 15 Prozent der Kinder als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös). In einem umfassenden Marktcheck hatte foodwatch im März 2012 Kinderlebensmittel untersucht. Das Ergebnis: Bei rund 75 Prozent aller 1.500 untersuchten Produkte handelt es sich um süße und fette Snacks, die nach den Empfehlungen des vom Bundesernährungsministerium geförderten „aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ nur „sparsam“ verzehrt werden sollten.

Link:
– foodwatch-Protestaktion an Lidl gegen „Quengelkassen“: www.foodwatch.de/aktion-lidl

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Die größten CO2-Produzenten der EU

Deutschland und Großbritannien sind die beiden größten CO2-Produzenten in Europa.

www.statista.com/

 

 

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Kunstforum Wien zeigt Warhol/Basuiat

WARHOL/BASQUIAT

16. Oktober 2013 – 2. Februar 2014
Andy Warhol and Jean-Michel Basquiat, 1985
Sammlung Bischofberger, Schweiz

Jean-Michel Baswuiat , Andy Warhol
Dogs, 1985, Sammlung Bischofberger, Schweiz

Curator: Florian Steininger

Nachdem sich Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat 1983
durch die Vermittlung des Schweizer Galeristen Bruno Bischofberger näher kennengelernt hatten, entstanden
– ebenfalls auf dessen Anregung – zahlreiche Gemeinschaftsarbeiten
(Collaborations), die Einblicke in einen facettenreichen künstlerischen
Dialog dieser beiden so unterschiedlichen Künstlercharaktere gewähren.
Warhols emblematische, konzentrierte Handschrift verbindet sich auf
der Leinwand mit Basquiats unmittelbarem, expressiven Strich. Die Collaborations
stehen im Zentrum der Ausstellung und werden Seite an Seite mit individuellen
Werken beider Künstler aus derselben Schaffensperiode gezeigt.
Bei Warhol sind dies vor allem die sogenannten Black and
White Paintings, die in ihrer zeichnerischen Qualität an seine frühe Pionierphase
der Pop-Art um 1960 denken lassen.
Durch die Integration von Konsumgütern und Motiven der
Alltagswelt mittels Siebdruck in seine Kunst avancierten
etwa Campbell’s Soup Can oder Marilyn Monroe, die Warhol
in seinem späten monumentalen Retrospective Painting
Revue passieren lässt, zu Ikonen der Kunstgeschichte.
Warhol nimmt auch auf die Alten Meister Bezug, wenn
er etwa Leonardos Mona Lisa oder Das letzte Abendmahl
paraphrasiert.

Blick in die Ausstellung

Von Basquiat werden Gemälde und Arbeiten auf Papier mit grafischem Fokus präsentiert, die zwischen 1981 und
1986 entstanden sind. Während in Basquiats Frühwerk noch eindeutig Referenzen an den Graffiti-Stil erkennbar
sind, wird seine Malweise zu Mitte der 1980er-Jahre in ihrer Struktur kleinteiliger, schriftlicher und detaillierter in der motivischen Setzung. Die Zeichnungen Basquiats sind
übersät mit Text-Fragmenten und intermedialen Verweisen, er speist sein Motivrepertoire aus den unterschiedlichsten
Quellen: Alltagskultur, Geschichte, Religion, Sport, Musik. Basquiats künstlerisches Vermächtnis gilt heute als einer der großen Meilensteine der Neuen Malerei-Bewegung
der 1980er-Jahre, mit dem der Künstler die vormals weiß

Blick in die Ausstellung

dominierte Bastion von Kunst und Kunstmarkt im Sturm eroberte.
Andy Warhol and Jean-Michel Basquiat had become closely acquainted in 1983 through the agency of the Swiss gallery
owner Bruno Bischofberger, and it was at all events due to his encouragement that they later produced numerous collaborative works (Collaborations), which afford insight into a multifaceted artistic dialogue between these two verydifferent artist personalities. Warhol’s emblematic, concentrated style combines on the canvas with Basquiat’s
direct, expressionist touch. The Collaborations are the focus of the
exhibition and shown side by side with individual works by
both artists from the same creative period.

Jean-Michel Baswuiat , Andy Warhol
Clearboy, 1985, Sammlung Bischofberger, Schweiz

The works by Warhol primarily include the so called Black
and White Paintings, reminiscent in their graphic quality
of his early pioneer phase of pop art around 1960. The
integration of consumer products and everyday motifs into
his art using silk screen printing eventually made works
such as Campbell’s Soup Can and Marilyn Monroe into icons of art history – Warhol revisited them in his late, monumental
Retrospective Painting. Warhol also alludes to the Old Masters, for instance by paraphrasing Leonardo’s Mona Lisa
and The Last Supper.
The Basquiat contingent encompasses paintings and works on paper with a graphic focus produced between 1981 and 1986. While Basquiat’s early work still demonstrates distinct references to the graffiti style, his painting in the
mid-1980s shows a structure that is smaller in scale and
with more writing, more detailed in motif placement.
Basquiat’s drawings teem with text fragments and intermedial
references; he draws from the most diverse sources
for his motif repertoire: everyday culture, religion, sport,
music. Basquiat’s artistic legacy is deemed today to be one
of the great milestones in the New Painting movement of
the 1980s, with which he took the bastion of the hitherto
white-dominated art and art market by storm.

Chronologie

1928: Andy Warhol wird am 6. August als Andrew Warhola in Pittsburgh,
Pennsylvania geboren

1945 – 49:

Warhol studiert Pictorial Design am Carnegie Institute of Technology in
Pittsburgh

1949:

Warhol geht nach New York, ändert seinen Namen in Andy Warhol,
arbeitet als Grafiker

1960:

Jean-Michel Basquiat wird am 22. Dezember in Brooklyn, New York geboren

1961:

Warhol malt seine ersten Gemälde mit Pop-Art-Motiven

1962:

Warhol arbeitet mit der Technik des Siebdrucks, erste Ausstellung in
der New Yorker Stable Gallery

1964/65: Basquiat fertigt erste Zeichnungen, zahlreiche Museumsbesuche
mit seiner Mutter

1964:

Warhols Factory wird zum Zentrum der New Yorker Kunstszene, erste
Ausstellung in Europa in der Ileana Sonnabend Galerie, Paris
1965:

Warhols erste Retrospektive am Institute of Contemporary Art in
Philadelphia

1966:

Warhol lernt den Schweizer Galeristen Bruno Bischofberger kennen

1968:

Basquiat zeichnet Cartoons, inspiriert von Henry Grays Anatomiebuch
Gray’s Anatomy, das ihm seine Mutter anlässlich eines längeren
Krankenhausaufenthalts infolge eines Unfalls schenkt

1968:

Schussattentat auf Warhol in der Factory, zweimonatiger
Krankenhausaufenthalt

1978:

Warhol malt Celebrity-Porträts, Auftragsporträts, Ausstellungen im
Kunsthaus Zürich und im Louis iana Museum Humlebaek in Dänemark

1976/77:

Basquiat lernt Al Diaz, einen Graffiti-Künstler, kennen, mit dem er das
SAMO©-Projekt (»Same Old Shit«) beginnt, gemeinsam sprühen sie
Wörter und Sätze an Häuserwände in Lower Manhattan und SoHo

1979:

Basquiats pielt in der Noise-Band Gray, Auftritte in New Yorker Clubs, Ende
der Zusammenarbeit mit Al Diaz, an den Häuserwänden ist zu lesen: »SAMO© is dead.«

1980:

Basquiats erste Gruppenausstellung
The Times Square Show in New York

1981:

Basquiat nimmt an der New York/New Wave-Ausstellung im
PS1 in Queens teil, lernt die Galeristen Bruno Bischofberger, Annina
Nosei und Emilio Mazzoli kennen, im selben Jahr erste Einzelausstellung in der Galleria d’Arte Emilio Mazzoli in Modena, Italien, im Dezember erscheint der
Artikel »The Radiant Child« von René Ricard in Artforum

1982:

Basquiat wird von Bruno Bischofberger als Galerist vertreten,
Bekanntschaft mit Andy Warhol, nimmt als jüngster Künstler überhaupt an der
documenta7 in Kassel teil

1983:

Basquiat besucht häufig Warhols Factory, er mietet von Warhol ein
Apartment mit Atelier in der Great Jones Street 57, im Dezember schlägt Bruno
Bischofberger Warhol, Basquiat und Francesco Clemente vor, künstlerisch
zusammenzuarbeiten

1984:

Warhol und Basquiat arbeiten ohne Clemente gemeinsam weiter, im
September werden 15 Gemeinschaftsarbeiten bei Bruno Bischofberger gezeigt
1984:
Basquiats erste Einzelausstellung in der Mary Boone Gallery in New York,
erste Museumsausstellung in Edinburgh, die auch in London und Rotterdam zu
sehen ist

1985:
die Collaborations
werden in der Tony Shafrazi Gallery in New York gezeigt

1985:
Basquiat am Cover des New York Times Magazine, Coverstory
»New Art, New Money«

1986:
Warhols letzte Selbstporträt mit weißer Perücke entsteht

1986:
Bruno Bischofberger zeigt die Ausstellung Collaborations:
Basquiat and Warhol

1987:
Warhol stirbt am 22. Februar mit 58 Jahren an den Folgen einer
Routineoperation in New York

1988:
Basquiat reist nach Maui, Hawaii zum Drogenentzug, stirbt am 12. August
mit 27 Jahren nach einer Überdosis in seinem New Yorker Apartment

Ausstellung „Warhol-Basquiat“

Dauer:    16. Oktober 2013 bis 2. Februar 2014
Ort:      Bank Austria Kunstforum Wien
Adresse:  1010 Wien, Freyung 8
Website:  http://www.bankaustria-kunstforum.at
Facebook: http://www.facebook.com/kunstforumwien
Lageplan: http://g.co/maps/k9ffd
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Nur noch 20 Tage: READING ANDY WARHOL

LETZTE GELEGENHEIT:  READING ANDY WARHOL

Nur noch 20 Tage, bis 12. Januar, können die Besucher Andy Warhol von einer bislang unbekannten Seite neu entdecken.

In einer beeindruckenden Vielfalt wird das kreative Verhältnis des Pop Art Künstlers zur Literatur vorgestellt.

Der berühmteste Pop Art Künstler hatte ein sehr inniges Verhältnis zu Büchern, und dies ist bis heute auch vielen Kennern nicht bekannt.
Die Ausstellung im Museum Brandhorst zeigt erstmals, dass Warhol seit seinen Studientagen in den vierziger Jahren bis zu seinem Tod 1987 durchgängig kreativ an Büchern arbeitete. Illustrationen berühmter Romane fertigte er bereits während seines Studiums an. Als erfolgreicher Grafiker schuf Warhol in den fünfziger Jahren verspielte Themenhefte, die er in der New Yorker Modewelt als Werbegeschenke verteilte. Schon bald erhielt Warhol Aufträge von großen Verlagen wie Doubleday oder New Directions, um Bucheinbände zu entwerfen sowie Koch- oder Kinderbücher zu illustrieren.

In den frühen Jahren der Factory überließ der mittlerweile berühmte Maler befreundeten Dichtern Siebdrucke und Fotos für ihre Gedichtbände. Schließlich stellte er mit Factory-Künstlern Bildbände aus dem dort entstandenen Film- und Fotomaterial zusammen. Aus Tonbandaufnahmen schuf er Texte, die herkömmliche Literaturgenres sprengten und zugleich ein Bild von Warhol selbst geprägt haben, das bis heute die Rezeption seines Werkes bestimmt. In dieser chronologisch angelegten Überblicksschau offenbaren die von Warhol gestalteten Bücher eine überraschend unbekannte Seite des berühmten Künstlers.

Letzte Gelegenheit also, die Ausstellung zu besuchen! Die eigens für diese Schau gestaltete Ausstellungsarchitektur lädt dazu ein, die Welt der von Warhol gestalteten Bücher zu erkunden.

An den Feiertagen ist das Museum Brandhorst am 26.12.2013 und am 01.01.2014 für Sie geöffnet.

Kuratorin: Dr. Nina Schleif

DIALOGFÜHRUNGEN
Schrift und Typografie
Mit Oliver Linke, Typographische Gesellschaft München, und Nina Schleif
DO 08.01.2014, 15.00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl

Schein und Sein bei Warhol
Dialog zwischen Nina Schleif und Uta Piereth
DO 09.01.2014, 18.30 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl

AUSSTELLUNGSFÜHRUNGEN
Jeden DI, 15.00 Uhr

FÜR ALLE FÜHRUNGEN GILT:
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung 1 Stunde vorab an der Museumskasse.

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Konsum ist für viele Menschen zum Sinn des Lebens geworden

„Gefährlicher Chic. Woher kommen unsere Kleider?“ – 9. bis 14. Dezember in Fernsehen, Radio und Internet

Im April dieses Jahres geschah die Katastrophe: In Bangladesh brach eine Textilfabrik zusammen, mehr als 1.100 Menschen kamen ums Leben. Eine menschliche Tragödie, die eine ganze Branche in Verruf brachte. Wie miserabel die Arbeitsbedingungen sind, unter denen in Bangladesh die Ware für viele Bekleidungsunternehmen, auch deutsche, produziert wird – das war nicht mehr zu übersehen.

Näherinnen in einer Textilfabrik in Bangladesh fertigen Billigkleidung für den europäischen Markt© WDR/VISUM
Aber was hat sich seitdem geändert? Und wie verhält man sich am besten als Verbraucher, wenn man mit gutem Gewissen Kleidung kaufen möchte? Die WDR Programmaktion „Gefährlicher Chic. Woher kommen unsere Kleider?“ fragt nach und klärt auf. Hat bei den Textilunternehmen ein Umdenken stattgefunden? Hat es nachhaltige Veränderungen gegeben? Was sollte man als Konsument wissen und beachten, wenn man durch das eigene Kaufverhalten menschenwürdige und ökologisch vertretbare Produktionsbedingungen in der Textilbranche befördern möchte? Antworten auf diese und andere Fragen bietet die WDR Themenwoche vom 9. bis 14. Dezember. Im Fernsehen, im Radio und auf wdr.de.
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Nutzungsverhalten bei E-Mail und Internet kaum verändert

Studie der Internet World Messe

Das Nutzungsverhalten der Deutschen bei E-Mail und Internet kaum verändert

Trotz NSA-Affäre nutzen 83 Prozent der Deutschen E-Mail-Dienste unverändert
Nutzer zeigen keine Veränderung im Umgang mit Internet-Datendiensten

MIn Zeiten des NSA-Skandals ist in Deutschland viel in Bewegung: Datenschützer fordern mehr Kontrolle, Anwälte demonstrieren gegen Geheimdienstprogramme und in den Koalitionsverhandlungen werden Cyber-Sicherheitsstrategien diskutiert. Die Nutzer hingegen zeigen sich eher gelassen: Trotz der Datenspionage zeigt ein Großteil der Internetnutzer keinerlei Veränderungen im Umgang mit Internet-Diensten wie E-Mail, Datenspeicherung in der Cloud und Social Media. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Auftrag der Internet World Messe unter deutschen Internetnutzern durchgeführt hat.

Aber auch ein großer Teil der Rechtsanwälte und Steuerberater gibt sich sorglos. Sie verschicken weiterhin völlig unverschlüsselt sensible Informationen an ihre Mandanten. Meist scheuen sie den Aufwand. Andere geben als Begründung an, dass ja nichts wirklich sicher sei. Jetzt müssen Steuerberater die Steuererklärungen ihrer Mandanten über die DATEV oder andere Anbieter an das Finanzamt online versenden. Da die Finanzämter schon beim Porto sparen und mit Billiganbietern versenden, kann man nur hoffen, dass im Interesse des Datenschutzes in ihren Rechenzentren nicht auch den billigsten Anbieter genommen haben.

Insbesondere die E-Mail-Dienste werden laut Angaben der User fast unverändert genutzt (83 Prozent). Lediglich im Bereich Cloud-Dienste (31 Prozent) und Social Media (32 Prozent) legen die Befragten ein bewussteres Verhalten im Umgang mit Daten an den Tag. Eher unerfahrene Internet-Nutzer neigen zu größerer Vorsicht: Hier verzichten gar rund ein Viertel der Nutzer auf Dienste wie Cloud- bzw. Online-Speicher, Chats, Foren und Social Media. Nur E-Mail-Dienste bleiben weiterhin unersetzlich. Im Gegensatz dazu sehen erfahrene Nutzer weniger Gefahr: Nicht einmal jeder Zehnte ist bereit, auf die Nutzung von Internet-Diensten zu verzichten.

Die 36- bis 55-jährigen Internetnutzer zeigen ein stärkeres Bewusstsein im Umgang mit Internet-Datendiensten. Insbesondere bei Cloud bzw. Online-Speicher sowie sozialen Netzwerken ist in dieser Gruppe eine deutliche Veränderung feststellbar: Etwas mehr als ein Drittel geht mit diesen Internetdiensten seit der NSA-Affäre sensibler um.

Über die Studie
Die Internet World Messe führt in Zusammenarbeit mit dem Institut ibi research an der Universität Regensburg eine Online-Befragung zum Thema „Digitalisierung der Gesellschaft“ durch. Die Studie erhebt die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf den Handel sowie auf gesellschaftspolitische Themen wie Sicherheit im Internet. Die Ergebnisse über die NSA-Thematik ist ein vorläufiger Zwischenbericht, die Befragung läuft noch bis Anfang Januar. Die Ergebnisse der kompletten Studie werden im Rahmen der Internet World am 25. und 26. Februar 2014 in München vorgestellt.

Links
http://www.internetworld-messe.de
Hier geht es zur Online-Umfrage: http://www.ibi.de/digital2014

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Jung und Alt am Steuer

  Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden in Deutschland immer spürbarer.

Foto: DVR

Dies führt unter anderem zu einer beständig wachsenden Zahl älterer Menschen, die auch als Autofahrerinnen und Autofahrer unterwegs sein werden. Werden die mobilen älteren Menschen zur Problemgruppe? Ist ein altersbezogener generalpräventiver Ansatz die Lösung? Sind die kognitiven und motorischen Kom- petenzen von Älteren stark begrenzt für komplexe Fahrsituationen, oder kann ihre Fahrkompetenz durch ein professionelles Fahrtraining verbessert werden? Können technische Maßnahmen im Fahrzeug und bauliche Optimierungen in der Verkehrsumgebung dabei helfen, dass wir alle im Alter mobil bleiben können? Welche Rolle spielt dabei die intelligen

te Fahrzeugtechnik? Wie sieht die Mobilität im Jahr 2030 aus, wenn die Zahl der Menschen über 65 Jahren auf etwa 22 Millionen hochgeschnellt ist? Was machen diese vielen Menschen tagtäglich, von denen man annimmt, dass sie auch im Alter ihre Lebensgewohnheiten fortführen werden?

Neben den Älteren wollen wir auch die jungen Fahrer in den Blick nehmen. Trotz der seit Jahren positiven Entwicklung bei den Unfallzahlen der 18- bis 24-Jährigen in Deutschland sterben die jungen Fahrer überproportional häufig bei einem Verkehrsunfall oder werden verletzt. Mehr als ein Viertel der bei einem Unfall als Pkw-Fahrer oder -Mitfahrer Getöteten gehört dieser Altersgruppe an. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung hingegen liegt mit etwa acht Prozent deutlich darunter. Dabei ist die Gruppe der jungen Fahrer alles andere als homogen. Wie stark wirkt sich der Einfluss von Lebensstilen auf das Fahrverhalten und das Unfallrisiko junger Fahrerinnen und Fahrer aus? Kann ein standardisiertes Monitoring in der Fahranfängervorbereitung helfen, die Unfallzahlen weiter zu reduzieren? Können Erkenntnisse der europaweiten Studie SARTRE 4 die Ver- kehrssicherheitsarbeit in Deutschland beeinflussen?

Antworten darauf will der DVR am 7. und 8. November 13 geben.

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