Gewährleistung der Medienfreiheit in Europa?

12. Frankfurter Medienrechtstage 2014

Gewährleistung der Medienfreiheit in Europa – trotz totaler Überwachung?

12.-13. März 2014, Senatssaal der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Der 2013 in der breiten Öffentlichkeit bekannt gewordene Umfang der Überwachung aller digitaler Kommunikation wirft wichtige Fragen auf: Wie manipulierbar sind wir? Wie sollen sich Bürger weiterhin frei und umfassend informiert eine Meinung bilden und ihre demokratischen Rechte souverän wahrnehmen? Können die Medien in Europa ihre öffentliche Aufgabe noch unbeeinflusst erfüllen? Wie kann die Funktionsfähigkeit der Medien in Europa als „öffentlicher Wachhund“ gesichert werden? Gibt es investigativen Journalismus ohne Quellenschutz?

Diesen und weiteren Fragen werden Juristen, Journalisten und Medienwissenschaftler bei den 12. Frankfurter Medienrechtstagen nachgehen, die am 12. und 13. März 2014 im Senatssaal der Europa-Universität Viadrina stattfinden werden.

Die beiden Eröffnungsvorträge halten am Mittwoch, 12. März, um 10 Uhr, Professor Johannes Weberling, Presserechtler in Berlin und Honorarprofessor der Viadrina, sowie Markus Löning, bis Januar 2014 Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung und seither Leiter des Privacy-Programms der Stiftung Neue Verantwortung. Anschließend widmen sich um 13.30 Uhr Professor Heinrich Amadeus Wolff, Staatsrechtler an der Universität Bayreuth, und Rainer Stentzel, Leiter der Projektgruppe zur Reform des Datenschutzes in Deutschland und Europa im Bundesinnenministerium, dem Thema „Datenschutz und Redaktionsgeheimnis in der EU“. Die weiteren Panels sind ebenfalls hochkarätig besetzt – u.a. mit Journalisten und Juristen aus Bulgarien, Polen, Ungarn und Weißrussland, die sich damit beschäftigen wie Medien im Angesicht umfassender digitaler Überwachung ihre Unabhängigkeit wahren können. Am Donnerstag, 13. März 2013, referieren dazu ab 9 Uhr u.a. der iranische Journalist Ehsan Norouzi (Deutsche Welle, Berlin) und der Europabeauftragte des Polnischen Zeitungsverlegerverbands Jacek Wojtaś.

Das genaue Programm finden Sie unter: www.presserecht.de

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20 Jahre Cannabisbeschluss:

Kriminalisierung läuft weiter auf Hochtouren

Am 9. März jährt sich der Cannabisbeschluss des Bundesverfassungsgerichts zum 20. Mal. Hierzu erklärt Dr. Harald Terpe, Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik:

Vor 20 Jahren hat das Bundesverfassungsgericht die Strafverfolgungsbehörden angewiesen, von einer Verfolgung bei ‚gelegentlichem Eigenverbrauch geringer Mengen von Cannabisprodukten‘ abzusehen. Dennoch läuft die Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten auf Hochtouren und ist seitdem sogar noch angestiegen. Weit über 2,3 Millionen konsumnahe Cannabisdelikte hat die Polizei seit 1994 verfolgt. Mindestens 55 Prozent aller Rauschgiftdelikte sind einfache, konsumnahe Cannabisdelikte. Das bedeutet: Unser heutiges Drogenstrafrecht dient in der Praxis vor allem der Kriminalisierung von einfachen Cannabiskonsumenten.

Dabei ist die Kriminalisierung gescheitert. Das Verbot hält gerade Jugendliche nicht vom Konsum ab. Cannabis ist trotz vierzig Jahren Verbot Teil der deutschen Alltagskultur von jungen und auch älteren Menschen geworden.

Etliche Länder ziehen die richtigen Schlüsse aus dem weltweit gescheiterten Drogenverbot. In einigen Staaten der USA, in Uruguay aber auch in den Niederlanden ist Cannabis inzwischen legal erhältlich. In Deutschland ist eine Reform nötig. Wir fordern die Bundesregierung auf, den illegalen, unkontrollierten Cannabismarkt in einen legalen, staatlich regulierten Markt zu überführen.

Wir wollen, dass Minderjährige kein Cannabis konsumieren. Der illegale Cannabismarkt in Deutschland verhindert aber jeglichen Jugendschutz. Unser Ziel ist ein effektiver Jugend- und Gesundheitsschutz. Nur in einem regulierten Markt ist dies möglich. Ein regulierter Markt bedeutet Verantwortung für den Jugendschutz ernst nehmen und gleichzeitig Freiheit für den erwachsenen Konsumenten ermöglichen. Erwachsene Konsumenten sollten ähnlich wie bei Alkohol durch ein risikoarmes Konsummuster die potentiellen Risiken von Cannabis reduzieren. Die Entscheidung über den Konsum liegt jedoch in der persönlichen Freiheit des einzelnen Bürgers. Das ist Freiheit und Verantwortung.

Quelle: PKS-Berichte für 1994 bis 2012, dort Kapitel 2.16, 2.17 oder 3.17

Trotz Cannabisbeschluss muss diePolizei bislang jeden noch so kleinen Cannabisfall verfolgen. Erst die Staatsanwaltschaften oder Gerichte können die Verfahren einstellen – häufig gegen Auflagen. Die Zahl der Verfahren ist nach dem Cannabisbeschluss sogar noch deutlich an gestiegen.

Anzahl der Verstöße nach § 29 Betäubungsmittelgesetz für Cannabis (allgemeine, konsumnahe Delikte, PKS-Schlüssel: 731800) und Rauschgiftkriminalität insgesamt (alle Delikte, alle Drogen, PKS- Schlüssel: 891000) (für 2013 liegen noch keine Zahlen vor):

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Die Suppe lügt

Die Suppe lügt“ ist ein Klassiker der kritischen Nahrungsmittelbücher, in dem der Ernährungsexperte Hans-Ulrich Grimm aufdeckt, was wirklich drin ist in unseren Lebensmitteln und wie mit Aromen manipuliert wird. Nach zehn Jahren und 250.000 verkauften Exemplaren seit dem Erscheinen der Erstausgabe sind  viele neue Nahrungsmittelzusatzstoffe, fragwürdige Aromen und lukrative Strategien der Geschmacksindustrie entstanden. Grund genug, den Klassiker der Verbraucher-Bücher komplett zu überarbeitet und stark zu erweitern.

Eine Rezension von Ria Hinken

Beginnen wir doch gleich mal mit einer Frage:

„Würden Sie in den Tank Ihres Autos Wasser mit Benzingeschmack füllen und glauben, dass es damit genau so gut fährt wie mit echtem Benzin?“

Natürlich nicht werden Sie jetzt entrüstet denken.

Was Sie Ihrem Auto nicht zumuten würden, muten Sie, ohne groß darüber nachzudenken, Ihrem Körper täglich zu. Sie gaukeln ihm mit künstlich aromatisierten Lebensmitteln aus industrieller Produktion Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch vor. Das entweder gar nicht oder nur in extrem geringen Mengen vorhanden ist. Beispiel: Erdbeerjoghurt.

„Wissen Sie eigentlich noch, wie richtige Erdbeeren schmecken?“ Sie meinen ja, weil Sie fast täglich Erdbeerjoghurt essen. Da muss ich Sie leider enttäuschen, denn im Erdbeerjoghurt ist vieles drin, aber extrem selten sind es echte Erdbeeren. Es sind künstliche Aromen, die uns nur vortäuschen, dass es sich um richtige Erdbeeren handelt.

Die gesamte Welt-Erdbeerernte würde gerade einmal für 5 Prozent des US-amerikanischen Bedarfs für Erdbeerprodukte reichen.

Da war es naheliegend, dass findige Chemiker nach einer Möglichkeit gesucht haben, Erdbeergeschmack künstlich herzustellen. Das gelang ihnen u. a. mit Sägespänen.

Während dies in den USA als „künstlich aromatisiert“ gekennzeichnet werden muss, muss in Deutschland leider kein Hinweis auf der Verpackung stehen.

Künstliche Aromen sind keine Erfindung der Neuzeit. Einer der ersten Aromenerfinder war Julius Maggi. Er war sozusagen der Erfinder der Trennung des Geschmacks von der Natur. 1886 hat er seine erste Fertigsuppe erfunden. Und die gleichnamige Maggi-Würze kennt fast jedes Kind. Interessant ist, dass Liebstöckel, das im Volksmund auch Maggi-Kraut genannt wird, nicht der Maggi-Würze den Namen gegeben hat, sondern umgekehrt. Maggi hat dem Kraut Liebstöckel den zweiten Namen verliehen, weil es ähnlich schmeckt. In Maggi-Würze ist kein Liebstöckel oder ein anderes Naturprodukt enthalten, das ist die reine Chemie.

Julius Maggi war mit seinen Erfindungen nicht alleine. Damals ging es Schlag auf Schlag: 1871 wurde die Margarine erfunden. 1893 das Backpulver von Dr. Oetker. 1886 rührte ein Apotheker erstmals ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk an, das als Vorläufer von Coca Cola gilt. Die Erfindergemeinde war in Sachen Aromen schon ziemlich früh aktiv.

Heute stellen große Konzerne wie Givaudan und IFF künstliche Aromen und Gerüche im großen Stil her. In die Karten lassen sie sich freilich nicht schauen. Man findet kaum Informationen über diese Branche. Sie agieren im Geheimen. Die Verbraucher sollen nämlich nicht wirklich erfahren, was da so alles ins Essen und in die Getränke gemischt wird. Das wiederum ist ein großes Problem für die immer größer werdende Zahl von Allergikern. Oft können Ärzte kaum noch feststellen, worauf jemand allergisch reagiert, weil die Zusatzstoffe kaum deklariert werden. Erschwert wird dies noch durch Wechselwirkungen verschiedenster Art.

Einst diente der Geschmack des Essens auch dem Schutz des Menschen. Der Körper wurde gewarnt, wenn natürliche Giftstoffe im Spiel waren. Heute kann sich darauf kein Mensch der Moderne mehr verlassen. Unsere Geschmacksnerven sind inzwischen derart entkoppelt, dass ein Zusammenhang nicht mehr hergestellt werden kann.

Dies wiederum könnte den italienischen Bauern aus Kampanien nützlich sein. Weil dort überall giftiger Müll illegal entsorgt wurde, können die Bauern kaum noch ihre hoch toxischen Gemüse und Obstarten verkaufen. Auch die Milch ist stark belastet und infolge auch der Käse.

Man sollte lieber nicht glauben, dass diese Lebensmittel vernichtet würden.

Mit ein paar kleinen Tricks lässt sich die Herkunftsregion ändern. Man könnte sie wahrscheinlich auch mit künstlichen Aromen sogar auf Bioqualität trimmen.

In Berlin durfte ich einmal in einem angesehenen Restaurant die Erfahrung machen, das nicht wirklich im Essen drin war, was auf der Speisekarte stand. Ich bestellte ein Gericht mit Parmesan. Bat um ein laktosefreies Essen, wies aber ausdrücklich darauf hin, dass Parmesan aufgrund seiner Reife keine Laktose mehr enthält und deshalb kein Problem darstellt. Ich wunderte mich schon etwas, als das Essen kam und der angebliche Parmesan in einem extra Schälchen serviert wurde. Die Bedienung meinte, die Köchin hätte gesagt, dass sie auf Nummer sicher gehen wolle. Ich ließ meinen Mann den Käse sicherheitshalber probieren. Geschmacklich war es kein Highlight. Nach Parmesan schmeckte es jedenfalls nicht. Es stellte sich heraus, dass es künstlicher Analogkäse war, der als Parmesan getarnt verkauft wurde. Analogkäse ist viel billiger als guter Parmesan.

Die Deutschen sind Brotesser.

Deutschland ist das Land mit einer einzigartigen Brotkultur weltweit – und das werden wir gemeinsam beweisen, sagt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerkes e.V. auf seiner Website. Gelobt wird die Vielfalt, die die deutschen Bäcker herstellen. Was dort nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass das meiste Brot kaum noch nach richtigem Brot schmeckt. Brot und andere Backwaren werden heute fast immer aus Fertigbackmischungen hergestellt, deshalb schmecken die meisten Brötchen überall gleich. Roggenbrötchen werden nur noch selten mit richtigem Roggenmehl gebacken. Das ist viel zu zeitaufwendig und zu teuer. Man gibt Malz dazu, damit die Brötchen dunkel aussehen. Künstliche Aromen erledigen den Rest.

In den Backshops kommen neben Aromastoffen in den Backwaren auch Duftstoffe zum Einsatz, damit es so richtig herrlich nach frischgebackenem Brot riecht, ganz egal ob im Bahnhof oder auf der Tankstelle.

Dass in den USA bereits 95 Prozent der Lebensmittel aus industrieller Produktion stammen, überrascht nicht. Dass jedoch hierzulande auch schon rund 75 Prozent der verzehrten Lebensmittel industriell hergestellt sind, verwundert dann doch.

Sie gehen nur im Bioladen einkaufen? Schön, dann schauen Sie sich einmal die Inhaltsstoffe z. B. bei Gemüsebrühe an.

Bestimmt finden Sie den Hinweis auf „Hefeextrakt“. Das ist ein Geschmacksverstärker, der jedoch nicht als solcher gekennzeichnet sein muss.

Sonst schmeckt die Suppe ja nicht, sagen sogar gelegentlich die Mitarbeiter im Bio-Supermarkt. Woher kommt nun dieser Hefeextrakt? In der Natur kommt er jedenfalls nicht vor. Wer hat’s erfunden? Die Engländer, die ja gemeinhin nicht gerade als Gourmets gelten, haben Hefeextrakt aus Brauerei-Abfällen hergestellt.

Viele Menschen reagieren allergisch auf Hefeextrakt. Da Hefeextrakt ein sogenanntes „Clean-Label-Produkt“ ist, muss es nicht als Zusatzstoff gekennzeichnet werden. Das ist für Allergiker, die viel in Kantinen und Restaurants essen müssen, ein großes Problem. Leider wird Hefeextrakt auch als „natürliches Aroma“ ausgewiesen.

Geldfälscher werden bestraft – Essensfälscher nicht.

Am 7. März ist der „Tag der gesunden Ernährung“. Das könnte doch ein guter Grund sein, um selbst mal wieder aus richtigen Lebensmitteln etwas zu kochen.

Vorsicht ist beim Einkauf geboten. Ob Klebefleisch, Analogkäse oder gar Würstchen aus Leuchtkrebsen, es wird gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.

Lecker auch das vom Aventis-Konzern patentierte Rezept, mit dem sich Bakterien zu Kaffeesahne oder Schmelzkäse verarbeiten lassen. General Foods hat einen Kunstspeck aus Wasser, Fett und Proteinen hergestellt. Und die amerikanische Firma Athlon hat gar ein Patent auf die trickreiche Verwandlung von Vogelfedern in einen Nahrungszusatz zu Konfekt und Backwaren.

Na dann.  Wohl bekomm’s!

Die Suppe lügt

Die schöne neue Welt des Essens

von Hans-Ulrich Grimm

Hardcover, Droemer HC
03.03.2014, 320 S.
ISBN: 978-3-426-27631-0
Diese Ausgabe ist lieferbar

18,00,  E-Book (€15,99)

 

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Darauf kann man nicht oft genug hinweisen

1. Abmahngefahr: Fehlende Datenschutzerklärung

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4. Risiken bei E-Mail-Werbung und Newsletter

Werbung per E-Mail ist effektiv. Die Gerichte urteilen aber sehr streng bei der Frage, wann E-Mail-Werbung und Newsletter erlaubt sind. Stellen Sie sicher, dass Sie E-Mails und Newsletter nur entsprechend der gesetzlichen Vorgaben (vor allem strenges double opt in) versenden.

5. Abmahnfalle Facebook, Twitter, Google+ & Co.

Wenn Sie auf Facebook, Twitter & Co. auch einmal über Ihr Geschäft berichten, gilt Ihr Profil auf diesen Seiten nicht mehr als „privat“. Die Folge sind zahlreiche rechtliche Anforderungen. Leider sind viele gesetzliche Vorgaben wie die Impressumspflicht bei Facebook technisch schwierig umzusetzen. Impressumsverstöße bei Facebook werden zu tausenden abgemahnt.

Wie Sie diese und die zahlreichen anderen Abmahnfallen umgehen, erfahren Sie hier:

eRecht24 Karsten Fernkorn, Sören Siebert GbR
Sören Siebert
Jägerstraße 67
10117 Berlin

 

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In einem kranken Gesundheitssystem überleben

Rezension

„Stellen Sie sich nicht so an

Meine Odyssee durch das deutsche Gesundheitssystem“ von Lioba Werrelmann

„Die Krankheit hat mir etwas geschenkt, das unbeschreiblich kostbar ist: Die unbändige Freude lebendig zu sein. Sie hat mir Dankbarkeit geschenkt. Und Leichtigkeit“, sagt Lioba Werrelmann.

Es ist nicht Jedermanns Sache, ein Buch über die Krankheit eines anderen zu lesen.

Das geht mir normalerweise auch so. Mit diesem Buch ist es anders. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht. Und so begann ich zu lesen und zu lesen und zu lesen.

Das Schicksal von Lioba Werrelmann, die von Geburt an einen Herzfehler hat,

hat mich berührt. Das Buch hat mich gefesselt. Man kann Anteil nehmen am ihrem Schicksal, ohne sich selbst dabei als Voyeur zu fühlen. An der einen oder anderen Stelle mag man Lioba Werrelmann rütteln und ihr sagen: „Hey, lass’ dir das doch nicht alles gefallen“. Aber wer selbst einmal an einer längeren und vor allem schweren Krankheit gelitten hat, weiß, dass das nicht ganz so einfach ist.

Unser Gesundheitssystem folgt Regeln, die man als Patient meist nicht durchschaut. Oft ergeben die Entscheidungen von Ärzten und Krankenkassen auch nicht wirklich einen Sinn. Und am Ende bleibt man auf sich alleine gestellt, wenn man Pech hat, sogar für längere Zeit.

Lioba Werrelmann war bis zu ihrem 40. Geburtstag eine lebendige Frau, die einen tollen Job als Hauptstadtkorrespondentin in Berlin hatte. Sie liebte ihre Arbeit, genoss das Leben und war im Großen und Ganzen zufrieden mit ihrer Beziehung.

Das änderte sich alles schlagartig, als ihr angeborener Herzfehler sie regelrecht in die Knie zwang. „Von da an ging’s bergab“.

Nach einer langen Odyssee, die ein gutes Jahr dauerte, durfte sie für ein kurzes Jahr in ihr altes Leben zurückkehren, dann holte sie die Krankheit wieder ein. Jetzt war es endgültig aus mit ihrem aufreibenden Job in Berlin.
Sie hatte jedoch Glück, dass sie einen verlässlichen Freundeskreis hatte – nicht nur in Berlin, sondern auch in ihrer alten Heimat. Das machte ihr die Rückkehr leichter..

Das Buch von Lioba Werrelmann zeigt mehr als deutlich, dass unser Gesundheitssystem selbst krank ist. Wenn man dringend ärztliche Hilfe braucht, aber weder Ärzte noch Krankenkassen die Krankheit verstehen und einordnen können, dann hat man wirklich schlechte Karten. Und das geht nicht nur Menschen mit einem angeborenen Herzfehler so, obwohl bereits jedes 100. Kind in Deutschland mit einem Herzfehler geboren wird.

Vor 50 Jahren sind rund 90% dieser Kinder gestorben. Heute können sie – meist durch aufwendige Operationen – gerettet werden. Viele ahnen leider nicht, dass sie erneut schwer erkranken können.

Die sogenannten EMAH-Patienten sind für viele Ärzte vor allem dann ein „Buch mit sieben Siegeln“, wenn es sich um Erwachsene handelt. Bislang gibt es noch immer wenig Möglichkeiten, sich professionell gut im erwachsenen Alter behandeln zu lassen. Nicht selten müssen EMAH Patienten auf der Kinderstation eines Krankenhauses betreut werden, weil dort die einzigen Kardiologen mit einer Zusatzausbildung arbeiten.

Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen sind meist nur auf erwachsene Patienten mit erworbenen Herzfehlern vorbereitet.

Wenn man als Patient in kein festes Schema passt, dann wird man von unserem Gesundheitssystem ganz schön im Stich gelassen. Und das trifft nicht nur auf Erwachsene mit angeborenem Herzfehler zu, sondern auf alle Patienten, die sich nicht nach dem 08/15 Prinzip abfertigen lassen. Oft fängt es schon bei einer Unverträglichkeit von Medikamenten an, die von den meisten Ärzten nicht erkannt wird, weil diese angeblich gar nicht existiert. Und so antwortet eine Radiologin auf die Frage einer Patientin, weshalb man ihr genau das Präparat verordnet hat, auf das sie sehr heftig allergisch reagiert: „Es gibt ja kein Medikament gegen diese Krankheit, das einen anderen Wirkstoff enthält. Sie müssen das einfach mal ausprobieren, es wird schon nicht so schlimm werden“.

Und wer sich dann auch noch bei seiner Krankenkasse beschwert, der kann schnell als notorischer Querulant gelten.

„Stellen Sie sich nicht so an“, dann können Sie trotzt unseres Gesundheitssystems überleben, mag man da fast zynisch rufen.

Lioba Werrelmann legt in jedem Fall mit ihrem Buch den Finger in die Wunde eines Gesundheitssystems, das viele Fragen offen und so manchen Patienten mit seiner Krankheit alleine lässt.

Ratsuchende erwachsene EMAH-Patienten können inzwischen u. a. im Deutschen Herzzentrum in München und bei der EMAH Stiftung Karla Völlm
Universitätsklinikum Münster e.V. Auskunft bekommen.

Kommentar hinterlassen und an der Verlosung eines Buches teilnehmern.

Wir sichern zu, dass wir keine Daten sammeln. Der/die Gewinnerin wird per eMail benachrichtigt. Sobald das Buch auf den Postweg gebracht ist, werden die Daten gelöscht.

Ria Hinken

 

„Stellen Sie sich nicht so an

Meine Odyssee durch das deutsche Gesundheitssystem“ von Lioba Werrelmann

Hardcover, Knaur HC
03.03.2014, 288 S.

ISBN: 978-3-426-65538-2
€ 16,99E-Book (€14,99)

 

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Neustart der schwulen Kampagne

Deutsche AIDS-Hilfe:

Neustart der schwulen Kampagne

ICH WEISS WAS ICH TU

Ein frischer Look, eine verbesserte Benutzerführung und ein neues Online-Beratungstool: Unter www.iwwit.de hat die Deutsche AIDS-Hilfe heute den komplett neu gestalteten Internetauftritt ihrer Präventionskampagne ICH WEISS WAS ICH TU für schwule Männer freigeschaltet. Die Kampagne setzt damit inhaltlich, technisch und optisch neue Maßstäbe.

Passende Antworten auf alle Fragen mit wenigen Klicks

Die Webseite mit Magazincharakter macht Lust auf Themen rund um Sexualität und Gesundheit. Geschichten von schwulen Männern – umgesetzt in Texten, Bildern und Videos – laden zur Auseinandersetzung ein. Ein „Wissenscenter“ gibt alle wichtigen Informationen in prägnanter und leicht verständlicher Form.

Die Kampagne orientiert sich dabei an den verschiedenen Lebenswelten schwuler Männer und spricht deren Sprache. Den erhobenen Zeigefinger sucht man weiterhin vergeblich.

Dazu sagt Manuel Izdebski vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe:

„Sowohl die HIV-Prävention als auch das Internet verändern sich schnell. Die Fragen und Botschaften werden immer komplexer. Mit dem neuen ICH WEISS WAS ICH TU setzt die Deutsche AIDS-Hilfe die Erfolgsgeschichte ihrer innovativen Kampagne fort. Auch in Zukunft unterstützt ICH WEISS WAS ICH TU schwule Männer dabei, sich zu schützen und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.“

Kampagnenleiter Tim Schomann über die Neuerungen:

„Die neue Seite kommt einfach noch besser auf den Punkt. Wer eine Frage hat, findet mit wenigen Klicks die Antwort. Wer es noch genauer wissen will, kann sich ab sofort über unseren Health-Support im direkten Dialog per Chat beraten lassen. Das neue Design passt sich außerdem Handys und Tablets automatisch an. ICH WEISS WAS ICH TU kann man jetzt in jeder Lebenslage bei sich tragen.“

Mehr als die klassischen Safer-Sex-Botschaften

Im Zentrum der Kampagne steht der Schutz vor HIV sowie vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie zum Beispiel Syphilis. Deren Bedeutung ist in den letzten Jahren gestiegen, weil sie die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV erhöhen.

Neu hinzugekommen ist ein Bereich über die Schutzwirkung von HIV-Therapien, die unter bestimmten Bedingungen genauso hoch ist wie die von Kondomen. Zum Auftakt präsentiert die Kampagne animierte Videos, die humorvoll die häufigsten Anwendungsfehler beim Kondomgebrauch thematisieren. Auch Themen wie Drogenkonsum und Sexarbeit haben ihren Platz bei ICH WEISS WAS ICH TU.

Die Präventionsarbeit der Deutschen AIDS-Hilfe für Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben, wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gefördert. Seit 2008 informiert ICH WEISS WAS ICH TU die Zielgruppe und regt zur Kommunikation über Sexualität, Safer Sex und schwules Leben an.

Damit geht die Kampagne weit über die bekannten Safer-Sex-Botschaften hinaus: ICH WEISS WAS ICH TU unterstützt schwule Männer dabei, ihre Risiken richtig einzuschätzen und gibt Informationen zum eigenständigen Umgang damit. Die Deutsche AIDS-Hilfe begreift Prävention dabei als ganzheitliches Anliegen, das auf Selbstbewusstsein und Lebensfreude gründet.

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Bald wird man auf Facebook total gläsern sein

Jetzt zeigt Zoosk auf Facebook, wer das eigene Profil angesehen hat. Natürlich muss man dazu Zoosk alle Rechte einräumen, damit sie die Daten einsehen können.

Und so sieht das dann aus.

So wird geworben: Willst Du sehen, wer Dein Profil angeshen hat?

 

 

Am Ende ist man in einer Art

Partnerportal.

 

 

 

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DAX-30- Vorstände zur „NSA-Affäre“

Befragung aller Bundestagsabgeordneten sowie der DAX-30- Vorstände zur „NSA-Affäre“ / Spionagetatigkeiten auch im Hamburger Konsulat?

Die Initiative „Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung“ führt eine Befragung der Bundestagsabgeordneten sowie der DAX-30-Vorstände zur „NSA- Affäre“ durch (https://rechtsanwaelte-gegen-totalueberwachung.de/polls/1/).Die Initiative hatte in den vergangenen Monaten bereits durch Demonstrationen, etwa vor dem Bundestag, sowie durch eine Online-Petition auf sich aufmerksam gemacht.

Die Initiative teilte mit, dass man das Schweigen der breiten Mehrheit der Abgeordneten zu diesem massiven Angriff auf die Privatsphäre als Grundlage jeder freiheitlich demokratischen Grundordnung für unerträglich halte.

Man habe daher einen Katalog von 16 Fragen entworfen und diesen am heutigen Tage an alle Abgeordnete versandt. Man wolle die Abgeordneten auf diese Weise dazu veranlassen, eine Position zu dieser äußerst bedrohlichen Entwicklung zu beziehen.

Unter Bezugnahme auf die jüngsten Äußerungen von Edward Snowden, wonach die NSA sehr wohl auch Wirtschaftsspionage in der BRD betreibt, hat die Initiative auch die Vorstandsvorsitzenden der DAX-30-Konzerne befragt. „Wir sind sehr gespannt, ob sich Abweichungen zwischen Politik und Wirtschaft z.B. bei der Frage ergeben, ob die Bundesregierung ihren Pflichten zum Schutz deutscher Bürger und Unternehmen ausreichend nachgekommen ist“, so RA Wolfgang Prinzenberg, eines der Gründungsmitglieder.

Die Ergebnisse werden zeitnah auf der Webseite der Initiative sowohl fragen- als auch personengebunden veröffentlicht werden. Die Anwälte baten alle Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich um ihre Mithilfe, indem sie diejenigen Abgeordneten anschreiben sollten, die eine Antwort verweigerten. Die E-Mail-Adressen habe man auf der Webseite hinterlegt.

Schließlich haben sich die Rechtsanwälte aufgrund der jüngsten Andeutungen von Snowden, wonach die NSA deutsche Politiker bis zur kommunalen Ebene abhöre, auch an das US-Konsulat in Hamburg gewendet. Sie fordern eine Bestätigung, wonach dort keine Abhörstation der NSA oder des „Special Collection Services“ betrieben werde, wie mutmaßlich in der US-Botschaft in Berlin. Die Rechtsanwälte wiesen darauf hin, dass sog. „IMSI-Catcher“ in einer Reichweite von 5 km jedes Mobiltelefon abhören könnten und somit auch das Hamburger Rathaus in Abhör-Reichweite sei.

Eine Kopie des Schreibens habe man daher auch dem Ersten Bürgermeister der Hansestadt, Olaf Scholz, zugeleitet und hoffe sehr, dass auch dieser eine Antwort des Konsulates einfordern und die Anfrage unterstützen werde.

Schließlich haben die Rechtsanwälte den US-Botschafter in Berlin, John B. Emerson, an die Beantwortung ihrer Anfrage vom 02.10.2013 (https://rechtsanwaelte-gegen- totalueberwachung.de/aktionen/) erinnert und diesen Vorgang nun auch an zusätzlich den Bundesaußenminister adressiert.

Es befremde, dass der US-Botschafter von der „Wiederherstellung des Vertrauens“ spreche, jedoch bis heute nicht dazu Stellung genommen habe, ob die Unterzeichner bzw. Initiatoren der „Hamburger Erklärung gegen Totalüberwachung“ mit Schwierigkeiten bei der Einreise in die USA zu rechnen hätten oder gar gezielt überwacht würden“, so RAin Sabine U. Marx.

V.i.S.d.P.:
RAin Sabine U. Marx, Büschstr. 7 20354 Hamburg, Telefon: 040 – 357 18 747, Telefax: 040 – 357 18 750
RA Wolfgang Prinzenberg, c/o Prinzenberg Prien & Partner, Griegstr. 75, 22763 Hamburg, Tel. 040/39 15 51 – FAX 040/ 390 19 55
RA Dr. Oliver Pragal, c/o Anwaltskanzlei Neuer Wall 84, 20354 Hamburg, Telefon: 040 / 286 682 20, Telefax: 040 / 286 682 220

 

 

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Tweetup in der Republik des Glücks

Am 18. Februar 2014 wurde im Thalia Theater in Hamburg das Stück „In der Republik des Glücks“ von Martin Crimp aufgeführt. Gleichzeitig war es ein Experiment, das die Zuschauer ausdrücklich aufforderte, während der Aufführung zu twittern.

Das Thalia Theater in der Gaußstraße war das einzige deutsche Sprechtheater, das zu einem Tweetup während der internationalen Social Media Week aufgerufen hat.  (Für nicht Nerds: Tweetup = Twittermassenveranstaltung).

Es mutete schon etwas seltsam an, dass links von mir nicht nur ein aufgeklapptes Laptop saß, sondern auch ein Zuschauer. Und wiederum links davon saß ein aufgeklapptes iPad mit Frau. Der Herr rechts neben mir wandte mir leicht den Rücken zu. Ich fürchte, ihn haben das Gedaddel und die hellen Bildschirme irritiert oder gar gestört. Letzteres kann ich gut nachvollziehen, obwohl ich selbst über mein iPhone auch am Tweetup teilgenommen habe.

Ich erinnere mich jedoch noch genau an „Ein Traum vom Glück“, das in der Semper Oper in Dresden im Juni 2012 aufgeführt wurde. Um mich herum eine Horde junger Leute, die fast alle an ihren Smartphones daddelden. Ich hatte zeitweise richtig Mühe der Aufführung auf der Bühne zu folgen, obwohl ich regelrecht von der Darbietung fasziniert war. Damals war es nicht vorgesehen, dass Zuschauer während der Vorstellung an ihren Smartphones hängen, anstatt der Aufführung ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Zwischendurch verspürte ich gar einen Impuls, auf die Bühne rennen zu wollen und laut STOPP zu rufen und die Aufführung für einen kurzen Moment anzuhalten, um ins Publikum zu schreien: „Handys ausschalten“!

Aber zurück nach Hamburg in die Republik des Glücks. Damit konnte nun wirklich nicht Deutschland gemeint sein. Denn Platz 26 im World Happiness Report der UN ist keineswegs Ausdruck einer glücklichen Gesellschaft.

Der britische Dramatiker Martin Crimp führt den Zuschauern in drei Szenarien des Glücks eine scheinbar heile Familie vor.

3 Generationen beim Familienessen „glücklcih“ vereint

3 Generationen sitzen glücklich vereint zu einer Feier am Esstisch. Das Ungewöhnliche: Sie sitzen in einem Glaskasten. Doch das scheinbare Familienglück löst sich nach und nach unter Blicken der Zuschauer auf.

Acht beziehungslos gewordene Figuren überschütten ihre Umwelt mit egozentrischen Statements, deren Inhalt die unterschiedlichsten Süchte erahnen lassen. Und während es auf der Bühne mit viel Getöse auch um Kontroll- und Konsumsucht geht, hängt der eine oder andere Zuschauer an seinem Smartphone, iPad oder Laptop und twittert fröhlich – oft Belangloses und für die Follower draußen kaum Nachvollziehbares – in die Welt hinaus. Während auf der Bühne das Suchtverhalten erkennbar war, bemerkten nicht alle twitternden Zuschauer, dass sie selbst Teil dieser Sucht wurden.

 Nach der Vorstellung wird man Leute sagen hören, dass sie durch das Twittern viel konzentrierter gewesen seien, als sonst im Theater, wo die eigenen Gedanken sich gelegentlich auch mal Bahn brechen. Andere wiederum fanden es anstrengend. Multitasking funktionierte wieder einmal nicht.

Diskussion mit den Schauspielern und der Dramaturgin nach der Vorstellung

Auch ich muss gestehen, dass ich leider ab und an durch mein „Gezwitschere“ für einen Moment den Bezug zum Stück verloren habe. Gerne würde ich mir Anfang März die Aufführung noch einmal in der guten alten Weise – ohne Tweetup – ansehen.

Insgesamt darf man sagen, dass sich das Thalia Theater den Herausforderungen des „digitalen Zeitalters“ bravourös gestellt hat.

Die Kommentare während der anschließenden Diskussion mit den Schauspielern und der Dramaturgin Natalie Lazar, die den Abend moderierte, oszillierten zwischen „mutig, erfrischend, netter Marketinggag und – beim nächsten Mal lieber ohne neue Medien“.

Ria Hinken

In der Republik des Glücks

von Martin Crimp
Songs von Roald Van Oosten
Deutsch von Ulrike Syha

Thalia in der Gaußstraße

Regie Anne Lenk Bühne Judith Oswald Kostüme Silja Landsberg Musikalische Leitung Laurenz Wannenmacher Klanggestaltung Wolfgang von Henko Dramaturgie Natalie Lazar
Ensemble Tilo Werner (Granddad), Oda Thormeyer (Granny), Hans Löw (Dad), Christina Geiße (Mum), Maria Magdalena Wardzinska (Debbi), Alicia Aumüller (Hazel), Cathérine Seifert (Madeleine), Daniel Lommatzsch (Onkel Bob)

 

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Lecker Backen für die Liebe

„Servicezeit“-Reportage am Valentinstag im WDR

Markus Podzimek ist ein Meister auf dem Gebiet der feinen Back-Kunst. Spätestens seit dem Gewinn des Patisserie-Oskars in Wien (2005) zählt der Siegener zu den Top Chocolatiers der Welt. Am Valentinstag (Freitag, 14.2.) backt er wieder von 18.20 bis 18.50 Uhr in der „Servicezeit“-Reportage im WDR Fernsehen.

Sendetermin

  • Servicezeit Reportage | 14.02.2014, 18.20 – 18.50 Uhr | WDR Fernsehen
  • „Servicezeit“-Reportage
    Konditormeister Markus Podzimek
    © WDR/Wellenreiter TV/Tilman Schenk

Unter dem Titel „Lecker Backen für die Liebe“ zeigt Podzimek, wie man bei seinen Liebsten punkten kann. Er unterstützt zwei verliebte Menschen dabei, ihre Partner mit romantischem Naschwerk zu überraschen. Die Reportage enthält viele leckere Rezepte und Backtipps.

Markus Podzimek backt seit Herbst 2013 für die „Servicezeit“-Zuschauer immer neue, originelle Kuchen und Torten oder zaubert Kleingebäck oder Schokoladen-Geschenke zum Nachmachen. Ebenfalls seit 2013 ist er „Genuss-Botschafter“ der Region Siegerland-Wittgenstein.

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