Deutschlandweit einmalig: Berliner Bezirk Pankow veröffentlicht Ergebnisse aller amtlichen Lebensmittelkontrollen

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 500.000 Lebensmittelbetriebe kontrolliert, doch die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen in aller Regel von den Behörden geheim gehalten.

Nicht mehr frisches Gemüse, verkrusteter Kontaktgrill, schwarzes, verbrauchtes Frittierfett und zu warm gelagerter kühlpflichtiger Kuchen.
Nicht mehr frisches Gemüse

Berlin, 11. Dezember 2020. Als erster Bezirk Deutschlands hat Berlin-Pankow damit begonnen, die Ergebnisse aller amtlichen Lebensmittelkontrollen öffentlich zu machen. Auf der Internetseite www.lebensmittelsmiley.de können Bürgerinnen und Bürger nachschauen, wie gut Lebensmittelbetriebe bei der letzten Kontrolle abgeschnitten haben. Die Ergebnisse werden leicht verständlich in ein fünfstufiges Smiley-System übersetzt – von „sehr gut“ bis „nicht ausreichend“. Zusätzlich geben Fotos aus den Betrieben und ein Punktesystem Auskunft über die vorgefundenen Verstöße. Aktuell sind die Ergebnisse von 34 Restaurants, Imbissen, Kitas und Bäckereien einsehbar. Jeder dritte Betrieb erhielt eine schlechte Bewertung. Die Kontrolleure fanden unter anderem stark verschmutzte Küchengeräte, vergammeltes Gemüse und Lebensmittel, die auf dem Fußboden neben einem offenen Mülleimer gelagert wurden. foodwatch forderte die Regierungen aller Bundesländer auf, entsprechende Smiley-Systeme bundesweit einzuführen. 

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Digitale Zivilgesellschaft warnt vor erheblichen Grundrechtseinschränkungen durch die EU-Verordnung gegen Terrorpropaganda

Offener Brief zur Verordnung zur Verhinderung der Verbreitung terroristischer Inhalte im Internet (TERREG-Verordnung)

Die Verhandlungen über die Verordnung über terroristische Online-Inhalte (TERREG-Verordnung) neigen sich dem Ende entgegen und werden voraussichtlich noch in der laufenden Woche abgeschlossen. Trotz einiger Nachbesserungen enthält auch der aktuelle Vorschlag der deutschen Ratspräsidentschaft, der den laufenden Verhandlungen zugrunde liegt, verschiedene Regelungen, die weitreichende und inakzeptable Folgen haben werden, sofern sie in der vorgeschlagenen Form umgesetzt werden.

Der Digitale Gesellschaft e.V. hat sich daher gemeinsam mit dem Chaos Computer Club, Digitalcourage und SaveTheInternet mit der Forderung an die Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Ratspräsidentschaft gewandt, einige der zentralen Probleme in den Verhandlungen zu adressieren und taugliche Lösungen zu entwickeln.

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Schublade auf, Schublade zu

Die verheerende Macht der Vorurteile

Buchcover Schublade auf, Schublade zu

Ich muss gestehen, dass ich ein Fan des Autors Jens Förster und seiner Bücher bin. Dies zu Anfang, damit Sie wissen, wie Sie meine Buchbesprechung einordnen können. Ich mag den Schreibstil von Jens Förster, der auch immer wieder unterhaltsame Elemente bei sehr ernsten Themen einbringt. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber schon in der Einleitung habe ich mich vor Lachen gekrümmt.

Wie der Titel schon sagt, es geht um Vorurteile

Viele Menschen denken, dass sie gar keine Vorurteile haben. Weit gefehlt!

Wir sind uns oft gar nicht bewusst, dass wir vorschnell einen Menschen und sein Verhalten ruck zuck in eine Schublade gepackt haben. Meist kommt dann dieser Mensch aus unserer Wahrnehmungs-Schublade nicht mehr heraus.

Was ist das eigentlich, dieses Schubladen-Denken? Es handelt sich eindeutig um Diskriminierung, auch wenn Schubladen-Denken viel netter klingt.

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Vodafone verliert vor Gericht

Verbraucherzentrale Hamburg geht erfolgreich gegen untergeschobene Verträge vor

Das Landgericht München I hat der Vodafone Kabel Deutschland GmbH verboten, Verbraucherinnen und Verbrauchern den Abschluss eines Vertrags über ein Produkt aus der Produktgruppe „Red Internet & Phone Cable“ oder das „Vodafone Sicherheitspaket“ zu bestätigen, ohne dass eine entsprechende Bestellung vorliegt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte das Telekommunikationsunternehmen auf Unterlassung verklagt. Es ist bereits das fünfte Verfahren, das die Verbraucher- schützer gegen Vodafone eingeleitet haben, um unrechtmäßige Auftragsbestätigungen zu unterbinden (Urteil vom 3. November 2020, Az. 1 HK O 14157/19).

„Gut, dass das Münchner Gericht Vodafone abermals in die Schranken gewiesen hat“, sagt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Es kann nicht sein, dass Verbraucher sich immer wieder mit Verträgen auseinandersetzen müssen, die sie nicht abgeschlossen haben.“ Der kürzlich vor Gericht verhandelte Fall zeige, wie viel Zeit und Nerven dies oft kosten würde.

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Corona-Krise verschärft Ungleichheit zwischen hohen und niedrigen Einkommen, auch Mitte droht zurückzufallen

Neuer WSI-Verteilungsberich

Screenshot des Titels Verteilungsbericht 2020

Der Abstand zwischen hohen und niedrigen Einkommen in Deutschland wird durch die Corona-Pandemie weiter wachsen. Denn Erwerbspersonen mit schon vorher niedrigen Einkommen sind im bisherigen Verlauf der Corona-Krise fast doppelt so häufig von Einbußen betroffen wie Menschen mit hohen Einkommen – und sie haben zudem relativ am stärksten an Einkommen verloren. Damit verschärft sich ein Trend, der auch die wirtschaftlich starken 2010er-Jahre gekennzeichnet hat: Die 20 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkünften blieben von einer insgesamt recht positiven Einkommensentwicklung weitgehend abgekoppelt. So lagen im finanziell „untersten“ Zehntel der deutschen Haushalte die mittleren Nettoeinkommen real im Jahr 2017, dem aktuellsten, für das derzeit Daten vorliegen, noch um knapp drei Prozentpunkte unter dem Niveau von 2010. Im 2. Dezil gab es nur einen geringfügigen Zuwachs um inflationsbereinigt knapp drei Prozentpunkte. Dagegen legten die mittleren realen Nettoeinkommen der Haushalte im „obersten“ Zehntel der Einkommensverteilung im gleichen Zeitraum um knapp acht Prozentpunkte zu. Auch die mittlere Einkommensgruppe (5. Dezil) konnte während des langen wirtschaftlichen Aufschwungs spürbare Zuwächse verzeichnen – um insgesamt gut sieben Prozentpunkte zwischen 2010 und 2017. Diese, unter anderem durch steigende Tariflöhne ermöglichte, vergleichsweise solide Entwicklung bei den mittleren Einkommen führte dazu, dass die mit dem Gini-Koeffizienten gemessene gesamtgesellschaftliche Einkommensungleichheit in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre leicht zurückgegangen ist – obwohl sich die oberen und unteren Ränder auseinanderentwickelten.

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Klimaschutz: Freihandelsabkommen Mercosur contra Green Deal

Mangelnde Herkunftskennzeichnung bei Fleischprodukten aus Südamerika

Das geplante Freihandelsabkommen Mercosur zwischen der Europäischen Union (EU) und den Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay verstößt in vielerlei Hinsicht gegen den Green Deal der Europäischen Kommission. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die Standards zur Lebensmittelproduktion und -qualität in den südamerikanischen Staaten mit den Zielen für ein klimaneutrales Europa verglichen. Verbraucherinnen und Verbrauchern können die Produkte aus den betroffenen Ländern meist nicht boykottieren, denn die gesetzliche Pflicht zur Herkunftskennzeichnung gilt nur für unverarbeitete Lebensmittel wie Fleisch, Obst und Gemüse.

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Mangel an Bewusstsein für Sensibilität von DNA-Daten

Studien zeigen, wie die Bevölkerungsgruppe der Roma in forensisch-genetischen Kontexten unangemessen behandelt wird

Die Bevölkerungsgruppe der Romnja und Roma wird in DNA-Datenbanken und in genetischen Studien in ethischer und wissenschaftlicher Hinsicht unangemessen behandelt – womöglich mit Auswirkungen auf Ermittlungen, die auf forensisch-genetische Datenbanken zurückgreifen: Zu diesem Ergebnis kommen Prof. Dr. Veronika Lipphardt und ihr Kollege Dr. Mihai Surdu von der Professur für Wissenschaftsforschung der Universität Freiburg in zwei Fachpublikationen, die sie nun als Preprints veröffentlicht haben – eins davon unter Beteiligung der Heidelberger Humangenetikerin Prof. Dr. Gudrun Rappold.

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Nach Eklat um Missbrauchsstudie im Erzbistum Köln: Sprecher des Betroffenenbeirats tritt zurück

Das Erzbistum Köln will eine Untersuchung zum Umgang mit sexuellem Missbrauch nicht veröffentlichen

Der Beschluss des Erzbistums Köln, eine Untersuchung zum Umgang mit sexuellem Missbrauch nicht zu veröffentlichen, hat weitere Auswirkungen. Ein Sprecher des Beirats für Betroffene am Erzbistum Köln, Karl Haucke, ist von seinem Amt zurückgetreten und wird den Beirat verlassen. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR in seiner Sendung am Donnerstag (21:45 im Ersten). Wie andere Beiratsmitglieder fühlt sich Haucke vom Erzbistum bei der Entscheidung, die fertige Untersuchung einer Münchner Rechtsanwaltskanzlei nicht zu veröffentlichen, instrumentalisiert: „Ich schlafe kaum noch, ich hab‘ wieder Alpträume, ich musste meine Medikation ändern. Ich kann diesen Rücktritt nicht vermeiden in dem Augenblick, wo ich fühle, dass ich beschädigt werde”, so Haucke gegenüber MONITOR. Vergangene Woche war bereits der andere Beiratssprecher von dieser Funktion zurückgetreten. Er wird jedoch dem Beirat weiter angehören.

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Erinnere Dich! – Bronzenes Band umrahmt den Synagogenbrunnen in Freiburg

Der Synagogenbrunnen soll als Ort der Erinnerung deutlicher wahrnehmbar werden

Ein respektvolles und angemessenes Verhalten am Synagogenbrunnen soll damit herbeigeführt werden

06-11 bronzenes Band um den Synagogenbrunnen.pdf

Modell der Synagoge soll Ende November installiert werden

Der Synagogenbrunnen ist ein Ort des Erinnerns an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Der Platz der alten Synagoge, an dem der Brunnen liegt, ist aber auch ein stark frequentierter, attraktiver urbaner Platz.

Kommunen, Gesellschaft, Geschichte, Religionen, Ein Erinnerungsband ist mit der Aufschrift "Erinnere Dich" ist ab 06.11.2020 um den Brunnen auf dem Platz der Alten Synagoge zu sehen. 
Quelle: Patrick Seeger/Stadt Freiburg
Kommunen, Gesellschaft, Geschichte, Religionen, Ein Erinnerungsband ist mit der Aufschrift „Erinnere Dich“ ist ab 06.11.2020 um den Brunnen auf dem Platz der Alten Synagoge zu sehen.
Quelle: Patrick Seeger/Stadt Freiburg

Weil immer wieder Menschen den Brunnen zum Baden benutzen, wurden nach der Eröffnung des Platzes im November 2017 zwei Informationsstelen aufgestellt, die über die frühere Synagoge informieren und um angemessenes Verhalten bitten. Weil diese Maßnahme nicht ausreichte, wurden in einem umfassenden Abstimmungsprozess ergänzende bauliche und organisatorische Maßnahmen entwickelt, die der Gemeinderat im Mai 2019 beschlossen hat. Die organisatorischen Maßnahmen werden seitdem umgesetzt ebenso wie bereits im Sommer 2019 Piktogramme mit Verhaltenshinweise am Brunnen installiert wurden. Hier wird etwa angemahnt, keinen Müll in den Brunnen zu werfen oder den Brunnen nicht zu betreten.

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Generationen im Gespräch – „Alter neu denken!?“

Online am 11. November von 15 bis 17.30 Uhr

Button "Let's talk - Lass uns reden"
Button „Let’s talk – Lass uns reden“

Die Stadt Freiburg und Alterskompetenz unterstützen aktuell den Berliner Verein BildungsCent bei der Online-Veranstaltung „Generationen im Gespräch“ in Freiburg. Mit dem Gesprächsangebot soll die zunehmende Distanz zwischen den Generationen verringert werden, um das generationsübergreifende Handeln und das Miteinander zwischen der jüngeren und älteren Generation zu stärken.

Unter dem Titel „Alter neu denken!?“ sollen Fragen zum gesellschaftlichen Altersbild diskutiert werden. Ab wann ist man alt? Sind junge Menschen glücklicher? Wer hat Angst vor dem Alter? Diese Fragen gehören genauso dazu wie die Themen Pandemie, Digitalisierung, Mobilität oder Demokratie. Die virtuelle Veranstaltung findet am Mittwoch, 11. November, von 15 bis 17.30 Uhr statt. Anmeldungen sind über folgenden Link möglich:

www.generationen-im-gespraech.de/freiburg-digital/

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