„Die Anliegen sind berechtigt“ – Fridays4Future

Auch Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler solidarisieren sich mit den Fridays4Future-Protesten

Unter anderen haben Meinrat Andreae (MPI für Chemie), Jochem Marotzke (MPI für Meteorologie), Antje Boetius (MPI für marine Mikrobiologie) sowie Markus Reichstein (MPI für Biogeochemie) eine Petition unterzeichnet, welche die streikenden Schülerinnen und Schüler unterstützt. Insgesamt haben sich mehr als 19.000 Forschende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dem Aufruf von „Scientists for Future“ angeschlossen.

Friday4Future-Demo in Freiburg am 15.03.2019
Aufgenommen in Freiburg, 15. März 2019

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner halten die Anliegen der Schülerinnen und Schüler für gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen der Politik und Wirtschaft zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichten bei Weitem nicht aus, um die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen, heißt es in der Stellungnahme der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. 

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Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung informiert

Elektrizitätsbedarf in Europa verlagert sich durch den Klimawandel

Steigende Temperaturen durch den Klimawandel werden den Elektrizitätsverbrauch in Europa grundlegend verändern. Wie sich der ungebremste Klimawandel auf den europäischen Elektrizitätsbedarf auswirkt, hat ein Wissenschaftlerteam aus Deutschland und den USA nun untersucht: Die Tagesspitzenlast wird demnach in Südeuropa ansteigen und der Gesamtbedarf sich wohl von Norden nach Süden verlagern. Zudem wird in einem Großteil der Länder die jährliche Spitzenlast im Sommer statt im Winter auftreten. Das bedeutet zusätzlichen Druck auf Europas Energieversorgungsnetze, wie die jetzt im renommierten US-Fachjournal Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlichte Studie nahelegt.

„Es ist faszinierend, dass die Reaktion auf Temperaturveränderungen beim Elektrizitätsverbrauch quer durch Europa ähnlich ausfällt – Tagessspitzenlast und Gesamtverbrauch sind offensichtlich immer dann am kleinsten, wenn die maximale Tagestemperatur bei etwa 22°C liegt, und beide nehmen zu, wenn diese entweder steigt oder fällt“, erklärt die Leitautorin Leonie Wenz vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). „Diese Gemeinsamkeit der europäischen Staaten haben wir als Basis genutzt, um den künftigen Elektrizitätsbedarf im Klimawandel abzuschätzen. So konnten europäische Länder, die bereits heute sehr hohe Temperaturen haben, als Muster für die Zukunft kühlerer Länder wirken. Unsere Studie zeigt, dass sich der Elektrizitätsbedarf in Europa verlagern wird von Ländern wie Schweden oder Norwegen zu Ländern wie Portugal oder Spanien. Gleichzeitig wird sich die jährliche Spitzenlast in den meisten Ländern wohl vom Winter auf den Sommer verschieben“. Weiterlesen