Neustart der schwulen Kampagne

Deutsche AIDS-Hilfe:

Neustart der schwulen Kampagne

ICH WEISS WAS ICH TU

Ein frischer Look, eine verbesserte Benutzerführung und ein neues Online-Beratungstool: Unter www.iwwit.de hat die Deutsche AIDS-Hilfe heute den komplett neu gestalteten Internetauftritt ihrer Präventionskampagne ICH WEISS WAS ICH TU für schwule Männer freigeschaltet. Die Kampagne setzt damit inhaltlich, technisch und optisch neue Maßstäbe.

Passende Antworten auf alle Fragen mit wenigen Klicks

Die Webseite mit Magazincharakter macht Lust auf Themen rund um Sexualität und Gesundheit. Geschichten von schwulen Männern – umgesetzt in Texten, Bildern und Videos – laden zur Auseinandersetzung ein. Ein „Wissenscenter“ gibt alle wichtigen Informationen in prägnanter und leicht verständlicher Form.

Die Kampagne orientiert sich dabei an den verschiedenen Lebenswelten schwuler Männer und spricht deren Sprache. Den erhobenen Zeigefinger sucht man weiterhin vergeblich.

Dazu sagt Manuel Izdebski vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe:

„Sowohl die HIV-Prävention als auch das Internet verändern sich schnell. Die Fragen und Botschaften werden immer komplexer. Mit dem neuen ICH WEISS WAS ICH TU setzt die Deutsche AIDS-Hilfe die Erfolgsgeschichte ihrer innovativen Kampagne fort. Auch in Zukunft unterstützt ICH WEISS WAS ICH TU schwule Männer dabei, sich zu schützen und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.“

Kampagnenleiter Tim Schomann über die Neuerungen:

„Die neue Seite kommt einfach noch besser auf den Punkt. Wer eine Frage hat, findet mit wenigen Klicks die Antwort. Wer es noch genauer wissen will, kann sich ab sofort über unseren Health-Support im direkten Dialog per Chat beraten lassen. Das neue Design passt sich außerdem Handys und Tablets automatisch an. ICH WEISS WAS ICH TU kann man jetzt in jeder Lebenslage bei sich tragen.“

Mehr als die klassischen Safer-Sex-Botschaften

Im Zentrum der Kampagne steht der Schutz vor HIV sowie vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie zum Beispiel Syphilis. Deren Bedeutung ist in den letzten Jahren gestiegen, weil sie die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV erhöhen.

Neu hinzugekommen ist ein Bereich über die Schutzwirkung von HIV-Therapien, die unter bestimmten Bedingungen genauso hoch ist wie die von Kondomen. Zum Auftakt präsentiert die Kampagne animierte Videos, die humorvoll die häufigsten Anwendungsfehler beim Kondomgebrauch thematisieren. Auch Themen wie Drogenkonsum und Sexarbeit haben ihren Platz bei ICH WEISS WAS ICH TU.

Die Präventionsarbeit der Deutschen AIDS-Hilfe für Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben, wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gefördert. Seit 2008 informiert ICH WEISS WAS ICH TU die Zielgruppe und regt zur Kommunikation über Sexualität, Safer Sex und schwules Leben an.

Damit geht die Kampagne weit über die bekannten Safer-Sex-Botschaften hinaus: ICH WEISS WAS ICH TU unterstützt schwule Männer dabei, ihre Risiken richtig einzuschätzen und gibt Informationen zum eigenständigen Umgang damit. Die Deutsche AIDS-Hilfe begreift Prävention dabei als ganzheitliches Anliegen, das auf Selbstbewusstsein und Lebensfreude gründet.

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

Bald wird man auf Facebook total gläsern sein

Jetzt zeigt Zoosk auf Facebook, wer das eigene Profil angesehen hat. Natürlich muss man dazu Zoosk alle Rechte einräumen, damit sie die Daten einsehen können.

Und so sieht das dann aus.

So wird geworben: Willst Du sehen, wer Dein Profil angeshen hat?

 

 

Am Ende ist man in einer Art

Partnerportal.

 

 

 

Veröffentlicht unter Internet | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

DAX-30- Vorstände zur „NSA-Affäre“

Befragung aller Bundestagsabgeordneten sowie der DAX-30- Vorstände zur „NSA-Affäre“ / Spionagetatigkeiten auch im Hamburger Konsulat?

Die Initiative „Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung“ führt eine Befragung der Bundestagsabgeordneten sowie der DAX-30-Vorstände zur „NSA- Affäre“ durch (https://rechtsanwaelte-gegen-totalueberwachung.de/polls/1/).Die Initiative hatte in den vergangenen Monaten bereits durch Demonstrationen, etwa vor dem Bundestag, sowie durch eine Online-Petition auf sich aufmerksam gemacht.

Die Initiative teilte mit, dass man das Schweigen der breiten Mehrheit der Abgeordneten zu diesem massiven Angriff auf die Privatsphäre als Grundlage jeder freiheitlich demokratischen Grundordnung für unerträglich halte.

Man habe daher einen Katalog von 16 Fragen entworfen und diesen am heutigen Tage an alle Abgeordnete versandt. Man wolle die Abgeordneten auf diese Weise dazu veranlassen, eine Position zu dieser äußerst bedrohlichen Entwicklung zu beziehen.

Unter Bezugnahme auf die jüngsten Äußerungen von Edward Snowden, wonach die NSA sehr wohl auch Wirtschaftsspionage in der BRD betreibt, hat die Initiative auch die Vorstandsvorsitzenden der DAX-30-Konzerne befragt. „Wir sind sehr gespannt, ob sich Abweichungen zwischen Politik und Wirtschaft z.B. bei der Frage ergeben, ob die Bundesregierung ihren Pflichten zum Schutz deutscher Bürger und Unternehmen ausreichend nachgekommen ist“, so RA Wolfgang Prinzenberg, eines der Gründungsmitglieder.

Die Ergebnisse werden zeitnah auf der Webseite der Initiative sowohl fragen- als auch personengebunden veröffentlicht werden. Die Anwälte baten alle Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich um ihre Mithilfe, indem sie diejenigen Abgeordneten anschreiben sollten, die eine Antwort verweigerten. Die E-Mail-Adressen habe man auf der Webseite hinterlegt.

Schließlich haben sich die Rechtsanwälte aufgrund der jüngsten Andeutungen von Snowden, wonach die NSA deutsche Politiker bis zur kommunalen Ebene abhöre, auch an das US-Konsulat in Hamburg gewendet. Sie fordern eine Bestätigung, wonach dort keine Abhörstation der NSA oder des „Special Collection Services“ betrieben werde, wie mutmaßlich in der US-Botschaft in Berlin. Die Rechtsanwälte wiesen darauf hin, dass sog. „IMSI-Catcher“ in einer Reichweite von 5 km jedes Mobiltelefon abhören könnten und somit auch das Hamburger Rathaus in Abhör-Reichweite sei.

Eine Kopie des Schreibens habe man daher auch dem Ersten Bürgermeister der Hansestadt, Olaf Scholz, zugeleitet und hoffe sehr, dass auch dieser eine Antwort des Konsulates einfordern und die Anfrage unterstützen werde.

Schließlich haben die Rechtsanwälte den US-Botschafter in Berlin, John B. Emerson, an die Beantwortung ihrer Anfrage vom 02.10.2013 (https://rechtsanwaelte-gegen- totalueberwachung.de/aktionen/) erinnert und diesen Vorgang nun auch an zusätzlich den Bundesaußenminister adressiert.

Es befremde, dass der US-Botschafter von der „Wiederherstellung des Vertrauens“ spreche, jedoch bis heute nicht dazu Stellung genommen habe, ob die Unterzeichner bzw. Initiatoren der „Hamburger Erklärung gegen Totalüberwachung“ mit Schwierigkeiten bei der Einreise in die USA zu rechnen hätten oder gar gezielt überwacht würden“, so RAin Sabine U. Marx.

V.i.S.d.P.:
RAin Sabine U. Marx, Büschstr. 7 20354 Hamburg, Telefon: 040 – 357 18 747, Telefax: 040 – 357 18 750
RA Wolfgang Prinzenberg, c/o Prinzenberg Prien & Partner, Griegstr. 75, 22763 Hamburg, Tel. 040/39 15 51 – FAX 040/ 390 19 55
RA Dr. Oliver Pragal, c/o Anwaltskanzlei Neuer Wall 84, 20354 Hamburg, Telefon: 040 / 286 682 20, Telefax: 040 / 286 682 220

 

 

Veröffentlicht unter Datenschutz | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

Tweetup in der Republik des Glücks

Am 18. Februar 2014 wurde im Thalia Theater in Hamburg das Stück „In der Republik des Glücks“ von Martin Crimp aufgeführt. Gleichzeitig war es ein Experiment, das die Zuschauer ausdrücklich aufforderte, während der Aufführung zu twittern.

Das Thalia Theater in der Gaußstraße war das einzige deutsche Sprechtheater, das zu einem Tweetup während der internationalen Social Media Week aufgerufen hat.  (Für nicht Nerds: Tweetup = Twittermassenveranstaltung).

Es mutete schon etwas seltsam an, dass links von mir nicht nur ein aufgeklapptes Laptop saß, sondern auch ein Zuschauer. Und wiederum links davon saß ein aufgeklapptes iPad mit Frau. Der Herr rechts neben mir wandte mir leicht den Rücken zu. Ich fürchte, ihn haben das Gedaddel und die hellen Bildschirme irritiert oder gar gestört. Letzteres kann ich gut nachvollziehen, obwohl ich selbst über mein iPhone auch am Tweetup teilgenommen habe.

Ich erinnere mich jedoch noch genau an „Ein Traum vom Glück“, das in der Semper Oper in Dresden im Juni 2012 aufgeführt wurde. Um mich herum eine Horde junger Leute, die fast alle an ihren Smartphones daddelden. Ich hatte zeitweise richtig Mühe der Aufführung auf der Bühne zu folgen, obwohl ich regelrecht von der Darbietung fasziniert war. Damals war es nicht vorgesehen, dass Zuschauer während der Vorstellung an ihren Smartphones hängen, anstatt der Aufführung ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Zwischendurch verspürte ich gar einen Impuls, auf die Bühne rennen zu wollen und laut STOPP zu rufen und die Aufführung für einen kurzen Moment anzuhalten, um ins Publikum zu schreien: „Handys ausschalten“!

Aber zurück nach Hamburg in die Republik des Glücks. Damit konnte nun wirklich nicht Deutschland gemeint sein. Denn Platz 26 im World Happiness Report der UN ist keineswegs Ausdruck einer glücklichen Gesellschaft.

Der britische Dramatiker Martin Crimp führt den Zuschauern in drei Szenarien des Glücks eine scheinbar heile Familie vor.

3 Generationen beim Familienessen „glücklcih“ vereint

3 Generationen sitzen glücklich vereint zu einer Feier am Esstisch. Das Ungewöhnliche: Sie sitzen in einem Glaskasten. Doch das scheinbare Familienglück löst sich nach und nach unter Blicken der Zuschauer auf.

Acht beziehungslos gewordene Figuren überschütten ihre Umwelt mit egozentrischen Statements, deren Inhalt die unterschiedlichsten Süchte erahnen lassen. Und während es auf der Bühne mit viel Getöse auch um Kontroll- und Konsumsucht geht, hängt der eine oder andere Zuschauer an seinem Smartphone, iPad oder Laptop und twittert fröhlich – oft Belangloses und für die Follower draußen kaum Nachvollziehbares – in die Welt hinaus. Während auf der Bühne das Suchtverhalten erkennbar war, bemerkten nicht alle twitternden Zuschauer, dass sie selbst Teil dieser Sucht wurden.

 Nach der Vorstellung wird man Leute sagen hören, dass sie durch das Twittern viel konzentrierter gewesen seien, als sonst im Theater, wo die eigenen Gedanken sich gelegentlich auch mal Bahn brechen. Andere wiederum fanden es anstrengend. Multitasking funktionierte wieder einmal nicht.

Diskussion mit den Schauspielern und der Dramaturgin nach der Vorstellung

Auch ich muss gestehen, dass ich leider ab und an durch mein „Gezwitschere“ für einen Moment den Bezug zum Stück verloren habe. Gerne würde ich mir Anfang März die Aufführung noch einmal in der guten alten Weise – ohne Tweetup – ansehen.

Insgesamt darf man sagen, dass sich das Thalia Theater den Herausforderungen des „digitalen Zeitalters“ bravourös gestellt hat.

Die Kommentare während der anschließenden Diskussion mit den Schauspielern und der Dramaturgin Natalie Lazar, die den Abend moderierte, oszillierten zwischen „mutig, erfrischend, netter Marketinggag und – beim nächsten Mal lieber ohne neue Medien“.

Ria Hinken

In der Republik des Glücks

von Martin Crimp
Songs von Roald Van Oosten
Deutsch von Ulrike Syha

Thalia in der Gaußstraße

Regie Anne Lenk Bühne Judith Oswald Kostüme Silja Landsberg Musikalische Leitung Laurenz Wannenmacher Klanggestaltung Wolfgang von Henko Dramaturgie Natalie Lazar
Ensemble Tilo Werner (Granddad), Oda Thormeyer (Granny), Hans Löw (Dad), Christina Geiße (Mum), Maria Magdalena Wardzinska (Debbi), Alicia Aumüller (Hazel), Cathérine Seifert (Madeleine), Daniel Lommatzsch (Onkel Bob)

 

Veröffentlicht unter Theater | Ein Kommentar

Lecker Backen für die Liebe

„Servicezeit“-Reportage am Valentinstag im WDR

Markus Podzimek ist ein Meister auf dem Gebiet der feinen Back-Kunst. Spätestens seit dem Gewinn des Patisserie-Oskars in Wien (2005) zählt der Siegener zu den Top Chocolatiers der Welt. Am Valentinstag (Freitag, 14.2.) backt er wieder von 18.20 bis 18.50 Uhr in der „Servicezeit“-Reportage im WDR Fernsehen.

Sendetermin

  • Servicezeit Reportage | 14.02.2014, 18.20 – 18.50 Uhr | WDR Fernsehen
  • „Servicezeit“-Reportage
    Konditormeister Markus Podzimek
    © WDR/Wellenreiter TV/Tilman Schenk

Unter dem Titel „Lecker Backen für die Liebe“ zeigt Podzimek, wie man bei seinen Liebsten punkten kann. Er unterstützt zwei verliebte Menschen dabei, ihre Partner mit romantischem Naschwerk zu überraschen. Die Reportage enthält viele leckere Rezepte und Backtipps.

Markus Podzimek backt seit Herbst 2013 für die „Servicezeit“-Zuschauer immer neue, originelle Kuchen und Torten oder zaubert Kleingebäck oder Schokoladen-Geschenke zum Nachmachen. Ebenfalls seit 2013 ist er „Genuss-Botschafter“ der Region Siegerland-Wittgenstein.

Veröffentlicht unter TV + Hörunk | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

Gentechnik – sie ist längst da

Hier eine interessante Pressemitteilung zu gentechnisch veränderten Pflanzen
Pressemitteilung

Gentechnik – sie ist längst da

Hofpfisterei warnt vor vielen bereits heute gentechnisch veränderten Pflanzen.

München/Nürnberg, 12. Februar 2014 – Während Europa noch über die Zulassung der gentechnisch veränderten Maislinie 1507 streitet, wachsen bereits viele Genpflanzen auf den Feldern. Auf diesen Fakt weist die Hofpfisterei zum Start der BIOFACH 2014 in Nürnberg, der weltweit größten Fachmesse für Bio-Lebensmittel, hin.

Das von Greenpeace International und GeneWatch UK eingerichtete Verzeichnis „GM Contamination Register“ listet allein für das Jahr 2013 sieben Fälle auf, in denen nicht zugelassene, gentechnisch veränderte Lebensmittel in Deutschland, Frankreich und der Schweiz illegal in den Handel gekommen sind. „Natur pur auf den Tisch zu bringen, ist heute kaum mehr möglich. Überall lauert gentechnisch verunreinigtes Saatgut und Tierfutter. Gen-Verunreinigungen werden aber auch durch Erntemaschinen oder beim Transport verursacht“, erklärt die Geschäftsführerin der Hofpfisterei, Nicole Stocker.

Einige Beispiele: 2005 gelangten gentechnisch verändertes Maissaatgut der Firma Pioneer in den deutschen Handel und damit auf dem Tisch der Verbraucher, 2010 wurde mit Gen-Mais NK 603 verunreinigtes Saatgut auf Tausenden Hektar in sieben Bundesländern ausgesät. Der Genmais war den Landwirten untergeschoben worden.

Der Mythos vom problemlosen Nebeneinander
Die Situation in Deutschland ist noch vergleichsweise gut. In zahlreichen Regionen der Welt ist es bereits zur unkontrollierten Auskreuzung, also Vermischung und Verbreitung von Gentechnikpflanzen, gekommen. Experten schätzen, dass die gentechnische Unterwanderung von Naturprodukten in dem Maße weiter zunimmt, je mehr sich Genpflanzen in der freien Natur auskreuzen. Dieser Prozess ist unkontrollierbar und unumkehrbar.

„Das von den Gentechnikfirmen propagierte problemlose Nebeneinander von konventioneller und gentechnischer Landwirtschaft ist ein Mythos. In Wirklichkeit vermischen sich gentechnisch veränderte Pflanzen mit herkömmlichen Kulturen oder breiten sich in Wildpflanzen aus – selbst in Ländern, in denen Agrogentechnik nicht kommerziell betrieben wird“, gibt Nicole Stocker zu bedenken.

Der Kampf ist bei Raps längst verloren
Besonders kritisch ist die Gefahr beim Raps. Sein Samen verbreitet sich bis zu 26 Kilometer und sein Saatgut kann über zehn Jahre im Boden bleiben, ohne seine Keimfähigkeit zu verlieren. In England wurde Herbizid resistenter Gen-Raps in Ackersenf, einem Unkraut, nachgewiesen. In Kanada, wo Gen-Raps auf über acht Millionen Hektar wächst, kann überhaupt kein gentechnikfreier Raps mehr angebaut werden. Dort hat er sich mit der Wildart Rübsen ausgekreuzt und in der Natur etabliert. Eine weitere Folge: In Kanada ist die Produktion von gentechnikfreiem Raps-Honig nicht mehr möglich. Auch in Japan, das 90 Prozent seiner jährlich zwei Millionen Tonnen Raps aus Kanada importiert, wächst entlang wichtiger Transportrouten und aller 19 Überseehäfen gentechnisch veränderter Raps.

Angesichts solcher Entwicklungen fordert Nicole Stöcker ein rasches Umdenken in Sachen Grüner Gentechnik: „Agrogentechnik ist ein Angriff auf die Schöpfung, die Auskreuzung ist schon jetzt außer Kontrolle geraten. Deshalb muss es einen Zulassungs- und Anbaustopp für genmanipulierte Pflanzen geben.” Die Hofpfisterei hatte im Januar in einem Offenen Brief den bayerischen Ministerpräsidenten um politische Unterstützung für diese Position gebeten.

Über die Hofpfisterei
Die Hofpfisterei gehörte seit dem Ende des 13. Jahrhunderts als Torats- bzw. Pfistermühle mit Bäckerei zur bayerischen Hofhaltung. Heute im Besitz der Familie Stocker, wird die Hofpfisterei seit fast 100 Jahren als Familienunternehmen in dritter Generation geführt. Mit inzwischen 162 Filialen ist die Hofpfisterei zu einer Münchner, das heißt „bayerischen Institution“ geworden. Verwurzelt in ihrer langen Geschichte, pflegt die Hofpfisterei mit ihren nach altem handwerklichem Können aus reinem Natursauerteig gebackenen Bauernbroten bewusst ihre bayerische Tradition. Vor 30 Jahren wurde begonnen, den Betrieb auf rein ökologische Brotherstellung umzustellen. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen honorierten diesen zukunftsorientierten Einsatz für die Umwelt und für eine gesunde Ernährung.

Weitere Informationen unter www.hofpfisterei.de
und www.facebook.com/GentechnikfreiesBayern

Veröffentlicht unter Pressemitteilungen | Verschlagwortet mit , , | Ein Kommentar

Ein neues Projektmanagement hält Einzug

Wie Digital Natives die Führung übernehmen und Unternehmen verändern

Das Projektmanagement hat sich innerhalb weniger Jahre in vielen Bereichen stark verändert. Die Anforderungen sind andere geworden als noch vor 10 Jahren, nicht zuletzt als Folge eines immer kürzeren ROI (return on investment).

Starre Pläne sind ebenso wenig erfolgversprechend wie Mitarbeiter, die Chancen und sinnvolles Veränderungspotential nicht oder nicht rechtzeitig erkennen.

Zeitgemäßes PM funktioniert eher wie eine Motorradtour. Man bereitet sich auf eine lange Tour zwar gut vor, hat aber vorab schon alternative Routen im Visier, falls die Dinge nicht so laufen wie geplant. Das schafft ein hohes Maß an Flexibilität. Und wie beim Motorradfahren, so ist auch beim PM ab und zu eine Pause zum Zwecke des Innehaltens sinnvoll, um dann mit frischer Energie die Reise ggf. auch mit geänderter Zielsetzung fortzusetzen.

Speziell in IT-Projekten setzen Digital Natives auf agiles PM. Das setzt allerdings ein hohes Maß an Teamoffenheit und Transparenz voraus. Hier liegen – genau wie beim klassischen PM – die größten Herausforderungen.

Und so kommen auch Digital Natives nicht um Teambuilding und Kommunikationsseminare herum. Insbesondere dann, wenn in den Teams Digital Natives und Digital Emigrants aufeinander treffen. Was die einen als gegeben voraussetzen, ist für die anderen alles andere als selbstverständlich.

Kommuniziert wird zwar viel, aber oft über E-Mail bei den Älteren und per SMS oder Chat bei den Jüngeren. Für kreative Prozesse braucht man jedoch nach wie vor „handfeste“ Methoden. Flipchart, Kärtchen und das persönliche Gespräch sind keineswegs out – im Gegenteil – sie werden zunehmend wichtiger.

Für Digital Natives und die Generation Y spielen auch Atmosphäre und ein reichhaltiges Angebot an modernen Kaffeegetränken sowie Teevariationen eine wichtige Rolle. „Break-out-Spaces“ sind nicht nur beliebt, sie haben auch den Vorteil, dass dort oft bessere Ideen entwickelt werden als an starren Schreibtischplätzen.

Trotz immer kürzerer Projektlaufzeiten mit permanentem Anpassungsdruck wird es auch in Zukunft das klassische PM geben. In Projekten mit klarem Endtermin, wie z. B. die Fußball WM oder Olympiade wird es auch zukünftig eine gut strukturierte Planung mit festen Vorgaben geben müssen.

Unabhängig davon, ob nun klassisches oder agiles PM eingesetzt wird, Zeit zum Reflektieren und Nachdenken muss immer eingeplant werden.

Digital Natives tragen ihr Büro ständig bei sich, deshalb ist für sie der Übergang zwischen Arbeit und Freizeit meist fließend. Für das moderne PM heißt das, dass vieles gleichzeitig erledigt werden kann – orts- und zeitunabhängig. Allerdings stoßen Festangestellte in Deutschland da schnell an Grenzen, da es klare Arbeitszeitvorschriften gibt. Diese sind zwar manchmal störend oder gar hinderlich, aber dennoch wichtig, denn von ausgepowerten Mitarbeitern hat kein Unternehmen etwas.

Ähnlich wie im Sport, klinken sich heute bereits viele Digital Natives aus einem laufenden Prozess für eine kurze Zeit aus, um einen kritischen Blick von außen auf die Situation des Projektes zu werfen.

Loyalität spielt für sie in Bezug auf ihren Arbeitgeber kaum noch eine Rolle. Sie haben gelernt, dass man dem Team gegenüber fair und loyal sein muss, aber nicht dem Arbeitgeber. Zu viele Skandale kamen in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit. Die junge Generation teilt gerne, aber sie will sich nicht mehr von korrupten Managern und Vorständen ausbeuten lassen.
Die Zauberformel heißt: Kommunikation auf Augenhöhe.

Ohne gute Führung geht es auch beim agilen PM nicht.

Ob nun aber selbstorganisierende oder geführte Teams in einem Projekt arbeiten, eines gilt für alle gleich: Projekte können nur gelingen, wenn die Menschen die darin arbeiten über genügend Kompetenzen verfügen, und zwar fachlich wie sozial.

Der Leser hat es längst bemerkt. In diesem Buch geht es nicht um eine neue Projektmanagement-Methode, sondern um die Beschreibung eines Veränderungsprozesses, der mit dem Einzug der jungen Generation in unsere Unternehmen stattfindet.

Ria Hinken

Das Ende des Projekt Managements wie wir es kennen

Wie Digital Natives die Führung übernehmen und Unternehmen verändern

Linde Verlag
1. Auflage 2013
24.09.2013
192 Seiten
Buch gebunden, 24,90 €

E-Book E-Pub    18,99 €  E-Book PDF       18,99 €

ISBN: 9783709305096

Der Autor: 
Ronald Hanisch, MAS, MBA, zSPM ist international gefragter Speaker, Vortragender und Autor. Der Management-Experte und studierte Betriebswirt (MAS und MBA) baute mehrere Unternehmen erfolgreich auf und gibt seine Erfahrungen an Top-Unternehmen wie etwa Magna, BMW, Chrysler und Philips weiter.
Veröffentlicht unter Buchbesprechungen | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

Anzeigen müssen auch als „Anzeige“ gekennzeichnet sein

Bundesgerichtshof stellt klar:

Anzeigen müssen auch als „Anzeige“ gekennzeichnet sein

Die Kennzeichnung eines bezahlten redaktionellen Beitrags mit unscharfen Begriffen wie „sponsored by“ genügt den Anforderungen nicht und ist wettbewerbswidrig

Gerade in kostenlosen Anzeigenblättern versuchen Werbende immer wieder bezahlte Bei- träge wie unabhängige redaktionelle Inhalte erscheinen zu lassen. So auch in dem vom Bundesgerichtshof (BGH) am 06. Februar 2014 entschiedenen Fall (Az.: I ZR 2/12 – GOOD NEWS II) zum kostenlosen Anzeigenblatt „GOOD NEWS“. Ein bezahlter redaktioneller Bei- trag wurde dort unter der Überschrift „sponsored by“ sowie der hervorgehobenen Angabe des werbenden Unternehmens veröffentlicht.

Eine Mitbewerberin, die ebenfalls eine Zeitung herausgibt, hat hiergegen aus Wettbewerbs- recht wegen einer Verletzung des Landespressegesetzes Baden-Württemberg und der sich daraus ergebenden Kennzeichnungspflicht solcher Beiträge mit „Anzeige“ geklagt.

Der BGH hat nun, einer eigenen Pressemitteilung vom gleichen Tage zufolge, entschieden, dass eine Verletzung des strikten Gebots der Kenntlichmachung von Anzeigen anzunehmen ist, „wenn der präzise Begriff der „Anzeige“ vermieden und stattdessen ein unscharfer Begriff gewählt wird. Die Kennzeichnung der Beiträge mit den Worten „sponsored by“ reiche daher zur Verdeutlichung des Anzeigencharakters der Veröffentlichung nicht aus“, so der BGH in der Pressemitteilung.

„Zwar betrifft die Entscheidung nur das Landespressegesetz Baden-Württemberg. Da die Landespressegesetzte jeweils weitgehend vergleichbar formuliert sind, ist diese Entschei- dung jedoch auch auf die Werbung in anderen Bundesländern übertragbar. Will man einerähnlichen Verurteilung entgehen, sind bezahlte Inhalte somit zwingend als „Anzeige“ zu kennzeichnen und die üblichen Umgehungsversuche dieser Formulierung zu unterlassen. “ sagt Sascha Faber, LL.M. (Medienrecht) Rechtsanwalt, Fachanwalt für Urheber- und Me- dienrecht, Gewerblichen Rechtsschutz, und Informationstechnologierecht von der Kanzlei volke2.0.“

RA Sascha Faber

 

Sascha Faber
Fachanwalt für Urheber-und Medienrecht
Fachanwalt für Informationstechnologierecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz (Wettbewerbs-, Marken-, Gebrauchs-, Geschmacksmuster- und Patentrecht)

 

Über volke2.0:
 volke2.0 ist seit mehr als 14 Jahren ausschließlich in den Bereichen Intellectual Property (Marken-, Wettbewerbs-, Patent- und Urheberrecht) und Informationstechnologierecht tätig. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Beratung der Schnittemenge der beiden Gebiete: Intellectual Property and Information Technology. Die hochspezialisierten Fachanwälte betreuen national und international tätige E-Commerce / E-Business-Anbieter, EDV- und Software-Anbieter, Internet (Service) Provider, Werbe-/Marketingagenturen und Verlage. (www.volke2-0.de)

Veröffentlicht unter Allgemeine | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

Süßigkeiten raus aus dem Kassenbereich!

Lidl schafft „Quengelkassen“ in Großbritannien ab 

foodwatch fordert: Auch in Deutschland

Süßigkeiten raus aus dem Kassenbereich!

Kinderarzt: Lebensmittelwirtschaft trägt Mitverantwortung für grassierendes Übergewicht

Berlin, 30. Januar 2014. Lidl hat angekündigt, in seinen Filialen in Großbritannien die sogenannten „Quengelkassen“ abzuschaffen: Anstatt Süßigkeiten sollen im Kassenbereich zukünftig Produkte wie Obst oder Nüsse angeboten werden, um Eltern das Einkaufen mit Kindern zu erleichtern. Die Verbraucherorganisation foodwatch begrüßte die Maßnahme und forderte die Supermarktkette auf, jetzt auch in Deutschland Süßigkeiten und Snacks von den Kassen zu entfernen. Der Kinderarzt und Diabetes-Experte der Uni-Klinik Leipzig, Prof. Dr. Wieland Kiess, nahm zudem die Lebensmittelbranche in die Pflicht, ihre Mitverantwortung für Fehlernährung und Übergewicht bei Kindern ernst zu nehmen.

„In Großbritannien tauscht Lidl Süßigkeiten gegen Obst – aber in Deutschland schreit das Junkfood an der ‚Quengelkasse‘ weiterhin direkt auf Augenhöhe von Kindern ‚kauf mich!'“, kritisierte Oliver Huizinga, Experte für Kinderlebensmittel bei foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte den Handelskonzern auf, auch in seinen Filialen in Deutschland sämtliche Süßigkeiten, unausgewogene Snacks und Soft Drinks aus den Kassenbereichen zu entfernen. Unter www.foodwatch.de/aktion-lidl hat foodwatch eine E-Mail-Protestaktion gestartet, über die jeder die Forderung unterstützen kann. Oliver Huizinga: „Gegenüber britischen Eltern will Lidl seiner Mitverantwortung für die gesunde Ernährung von Kindern offenbar gerecht werden. In Deutschland hingegen werden an der Kassenschlange schon die Kleinsten weiterhin auf Süßigkeiten, Snacks und Soft Drinks angefixt. Lidl provoziert mit dem Junkfood in der Quengelzone gezielt Konflikte in Familien und macht es Eltern unnötig schwer, ihre Kinder gesund zu ernähren. Damit muss Schluss sein.“

Auch Wieland Kiess, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uni Leipzig, begrüßte den Schritt von Lidl in Großbritannien und forderte, die Lebensmittelindustrie stärker in die Pflicht zu nehmen, wenn es um die Prävention von Übergewicht und ernährungsassoziierten Erkrankungen geht: „Handel und Lebensmittelhersteller dürfen sich nicht länger mit dem Argument herausreden, allein die Eltern seien verantwortlich und müssten eben einfach lernen ’nein‘ zu sagen. Die Lebensmittelbranche trägt mit ihrem Produktangebot und ihrem massiven Marketing an Kinder eine gehörige Mitverantwortung für das grassierende Übergewicht bei jungen Menschen, denn sie drängt Kindern ständig, an jeder Ecke und mit perfiden Tricks ungesunde Lebensmittel auf. Für viele Eltern ist es unmöglich, allein dagegen anzukommen.“

Britischen Medienberichten zufolge hatte Lidl vor kurzem angekündigt, in seinen rund 600 Filialen auf der Insel „Quengelware“ aus dem Kassenbereich zu verbannen. Stattdessen sollten Produkte wie Obst oder Nüsse angeboten werden. Lidl begründete den Schritt explizit damit, dass es für Eltern häufig sehr schwer sei, gegenüber quengelnden Kindern „nein“ zu sagen. Durch das Entfernen von Süßigkeiten und Schokolade aus den Kassenbereichen wolle man es deshalb Eltern leichter machen, Kinder mit gesünderen Produkten zu belohnen.

Der Kassenbereich gilt im Supermarkt als eine der umsatzstärksten Zonen. Neben Tabakwaren verkaufen sich hier vor allem Schokolade und Süßigkeiten sehr gut. Kinder in Deutschland essen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse, aber weit mehr als 200 Prozent der empfohlenen Menge an Süßwaren, Snacks und Softdrinks. Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 80er- und 90er-Jahren um 50 Prozent gestiegen. Heute gelten 15 Prozent der Kinder als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös). In einem umfassenden Marktcheck hatte foodwatch im März 2012 Kinderlebensmittel untersucht. Das Ergebnis: Bei rund 75 Prozent aller 1.500 untersuchten Produkte handelt es sich um süße und fette Snacks, die nach den Empfehlungen des vom Bundesernährungsministerium geförderten „aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ nur „sparsam“ verzehrt werden sollten.

Link:
– foodwatch-Protestaktion an Lidl gegen „Quengelkassen“: www.foodwatch.de/aktion-lidl

Veröffentlicht unter Verbrauchertipps | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

Die größten CO2-Produzenten der EU

Deutschland und Großbritannien sind die beiden größten CO2-Produzenten in Europa.

www.statista.com/

 

 

Veröffentlicht unter Umwelt | Schreib einen Kommentar