Auf die Ethnie bezogene Annahmen Weißer sagen den Einsatz tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze vorher
Trayvon Martin, Michael Brown, Philando Castiles: In den vergangenen Jahren mehren sich in den USA die Nachrichten über schwarze Amerikaner, die von Polizisten erschossen wurden. In den meisten Fällen waren die Männer unbewaffnet und hatten weder eine kriminelle Vergangenheit noch verbrecherische Absichten. Eine ganze Gesellschaft ist in Aufruhr: Sind die Männer dem Rassismus weißer Amerikanerinnen und Amerikaner zum Opfer gefallen? Eine neue Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen tödlicher Polizeigewalt und auf die Ethnie bezogener Vorurteile auf. Der Kognitionsforscher Dr. Jimmy Calanchini, derzeit Gastwissenschaftler an der Universität Freiburg, hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen herausgefunden: Auf die Ethnie bezogene Vorurteile, die Weiße in einer bestimmten Region über Schwarze haben, bestimmen die Wahrscheinlichkeit, mit der die Polizei in diesem Gebiet Schwarze töten wird. Die Forschungsgruppe nutzte einen Big-Data-Ansatz, um das erste statistische Modell zu erstellen, das aufgrund solcher Vorurteile Prognosen über tödliche Polizeigewalt erlaubt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Social Psychological and Personality Science“ erschienen. Weiterlesen










