Die Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung vergibt ihren Internationalen Preis und ihren Publizistik-Preis 2019. Die Preisträger wurden vom Kuratorium der Stiftung ausgewählt.
Der Internationale Preis der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung wird Margrethe Vestager, seit 2014 EU-Kommissarin für Wettbewerb, verliehen. Sie erhält den Preis für ihr Engagement für einen fairen Wettbewerb in Europa. Unbeirrt von großen Namen und mächtigen Interessenverbänden hat sich die EU-Kommissarin innerhalb kürzester Zeit Respekt und Anerkennung in der EU und in nicht-europäischen Partnerländern verschafft.
„Er gilt als der „Vater der Atombombe“, war Direktor der Laboratorien in Los Alamos, in denen dieses „Patentspielzeug“ entwickelt wurde und hat den Abwurf der Bombe auf Hiroshima bis hin zur Zündhöhe wissenschaftlich begleitet: Dr. J. Robert Oppenheimer. Keine zehn Jahre später, im April 1954, wird er von der Atomenergiekommission in Washington verhört und muss sich verantworten – politisch, moralisch und wissenschaftlich – für die Waffe, die er geschaffen hat, für die Geschwindigkeit dieser Entwicklung und für seine Amerika-Treue. Die tatsächlichen Verhöre, die Heinar Kipphardt als einer der prägenden Autoren des dokumentarischen Theaters für dieses Stück verdichtet hat, sind ein Musterbeispiel für das Verantwortungsproblem des technischen Fortschritts, an dessen Spitze längst nicht mehr nur die Atomtechnologie, sondern auch die Digitalisierung, die Genforschung und die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz stehen. Die Schaffung neuer Möglichkeiten der Zerstörung, Überwachung und menschlichen Selbstüberschreitung bis hin zur Überwindung der Sterblichkeit im Sinne einer „transhumanity“ beschreibt die Doppelgesichtigkeit der Prozesse, die von Menschen gemacht, aber in ihren Konsequenzen weder zu ermessen noch zu kontrollieren sind. Und dennoch scheinen sie – einmal begonnen – unumkehrbar.“
Ich bin sehr auf diese Aufführung gespannt, da ich schon lange diesen Vergleich ziehe: Folgen der Atomtechnologie und der Digitalisierung. Rezension folgt.
NO TIME TO EAT – gesunde Ernährung für Leute mit wenig Zeit
Der Magen knurrt, die Zeit ist knapp – was liegt näher als der Griff zu Brötchen, Riegel oder Pasta to go? Im Arbeitsalltag steht gesundes Essen weit unten auf der Prioritäten-Liste. Dabei wissen wir genau, was uns damit blüht: zu viele Pfunde auf der Waage, zu wenig Energie für unsere Projekte und eine gefährdete Gesundheit.
„Wenn ich nur ungesunden Müll esse, fühle ich mich nicht stark genug für den Alltag“
Dass gesunde Ernährung auch mit wenig Zeit zu wuppen ist, zeigt Ernährungscoach und Podcasterin Sarah J. Tschernigow in ihrem Buch „NO TIME TO EAT. Auf die Schnelle gesund ernähren“ (Ullstein Verlag, ET 27.12.2018).Mit einem Minimum an Vorbereitung lässt sich ihr 10-Punkte-Konzept flexibel umsetzen – am Schreibtisch, unterwegs und in stressigen Situationen.
Als bekennender Workaholic weiß die Autorin, wovon sie spricht. Ihr Thema ist eine gute Ernährung, die sich nicht aus Chia-Samen und Co, sondern aus all dem zusammensetzt, was wir sowieso alle essen haben. Tschernigows „NO TIME TO EAT“-Konzept ist die Lösung für Vielbeschäftige mit dem Anspruch, wenig Zeit und gute Ernährung optimal zu kombinieren.
„Warum überteuerte Goji-Beeren, wenn rote Paprika mehr Vitamin C hat?“
Junge Männer und Frauen leben in Deutschland räumlich sehr ungleich verteilt. Vor allem bei den 18- bis 24-Jährigen ergeben sich erhebliche regionale Unterschiede, da sie öfters den Wohnort wechseln. So leben in dieser Altersklasse in 356 von 401 Kreisen mehr Männer als Frauen. Gerade in ländlichen und teilweise strukturschwachen Regionen gibt es häufig starke Männerüberschüsse. Ursächlich ist hier der Wegzug junger Frauen, während gleichaltrige Männer zuhause wohnen bleiben oder anstelle eines Umzugs lieber pendeln. Im thüringischen Ilm-Kreis kommen nur 71 Frauen auf 100 Männer, in den Kreisen Greiz und Suhl sind es 74 bzw. 75. Zudem kommt es an Hochschulstandorten mit Technischen Universitäten zu einem starken Männerüberschuss (Karlsruhe: 72 Frauen je 100 Männer; Aachen: 73).
Die wenigen Regionen mit Frauenüberschüssen konzentrieren sich vor allem auf mittelgroße Hochschulstädte mit breitem Fächerangebot in den Geistes- und Sozialwissenschaften, insbesondere in der Pädagogik. Spitzenreiter ist Landau/Pfalz, dort kommen rechnerisch 151 Frauen auf 100 Männer. Ähnlich ist die Situation in Würzburg (129), Freiburg und Münster (je 125).
Geringere Abweichungen in der Geschlechterproportion sind völlig normal und treten bereits bei Geburt auf. So kommen auf 100 neugeborene männliche Säuglinge nur rund 95 weibliche. Einen weiteren Einfluss spielt die Zuwanderung aus dem Ausland, die bei jungen Erwachsenen männlich geprägt ist. „Stärkere regionale Abweichungen sind in erster Linie auf unterschiedliche Wanderungsmuster zwischen Männern und Frauen zurückzuführen“, erklärt der Geograph Dr. Tim Aevermann vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Zudem zeigen Frauen für Ausbildung und Job eine insgesamt höhere Mobilitätsbereitschaft als Männer.
Ende Januar erste Entscheidungen über beantragte Projekte Grobstruktur für Veranstaltungen steht
Der Countdown läuft: Noch ein Jahr bis zur Auftaktveranstaltung des Jubiläumsjahres 2020, mit dem die Stadt Freiburg ihren 900. Geburtstag feiern wird. Die erste Grobstruktur für die Veranstaltungen im Laufe des Jahres steht, und die Entscheidung, welche der eingereichten Projekte Teil des Jubiläumsprogramms werden können, ist in der Endphase. Der für das Stadtjubiläum verantwortliche Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach stellte heute gemeinsam mit dem Leiter der Projektgruppe Stadtjubiläum, Holger Thiemann, erste Eckpunkte vor. Der Start der Projektgruppe Stadtjubiläum musste Anfang dieses Jahres unter hohem Zeitdruck los gehen, der Projektleiter Thiemann konnte sich erst ab dem 1. April in Gänze dem Projekt widmen. „Vieles hat sich jetzt gefunden“, berichtet er. Was ihn aber besonders freut, ist die Tatsache, dass die Begeisterung für das Jahr in Freiburg wieder entflammt ist: „Wir haben über 450 Anträge für die unterschiedlichsten Projekte bekommen. Das ist richtig gut und zeigt überzeugend, dass die Freiburgerinnen und Freiburger die Aufforderung, sich am Jubiläum zu beteiligen, gerne aufgegriffen haben. Die Projekte reichen von einfachen bis großen Aktionen, aber alle sehr engagiert. Viele Menschen in der Stadt haben ein Interesse daran, sich am Stadtjubiläum zu beteiligen und 2020 ihre Stadt kräftig zu feiern.“ Umso schwieriger sei es, auch angesichts des Finanzrahmens, nun Entscheidungen zu treffen, welches Projekt in das Jahresprogramm aufgenommen werde und welches außen vor bleiben müsse.
Zur Einigung von EU-Parlament und Rat auf Regeln zur Reduktion von Kunststoffeinwegprodukten erklärt Moritz Bonn, Umweltexperte am cep:
„Das geplante Verbot von Trinkhalmen, Besteck und Wattestäbchen aus Plastik ist plumpe Symbolpolitik. Natürlich ist es wichtig, etwas gegen die Vermüllung der Meere durch Plastikabfälle zu unternehmen. Inwieweit EU-weite Verbote einen wirklich substanziellen Beitrag zum Meeresschutz leisten können, ist aber vollkommen offen.
Zudem greift die Begründung, dass das Verbot nur für solche Produkte gilt, die bereits gut durch Alternativen ersetzt werden können, viel zu kurz. So werden beispielsweise Trinkhalme bislang – aufgrund der höheren Qualität und der niedrigeren Herstellungskosten – ganz überwiegend aus Kunststoff verkauft. Dem Vermüllungsproblem wird nur entgegengewirkt, wenn der Verbraucher mit in die Verantwortung genommen wird. Denn es besteht die Gefahr, dass aus Papier, Glas oder Metall hergestellte Alternativprodukte pauschal als umweltfreundlich angesehen werden, und deshalb noch leichtfertiger weggeworfen werden und die Natur vermüllen.
Wie es besser gemacht werden kann, zeigt die jetzt ausgehandelte EU-Regulierung an anderer Stelle. So soll u.a. der Verbrauch von Fast-Food-Verpackungen aus Kunststoff deutlich gesenkt werden, indem diese z.B. nicht mehr kostenlos in der Gastronomie ausgegeben werden dürfen. Außerdem müssen bis 2025 90% der Einwegkunststoffflaschen getrennt gesammelt werden. Dadurch werden die Verbraucher angeregt, ihren Kunststoffverbrauch sowie die unüberlegte Entsorgung von Abfällen zu überdenken. Gleichzeitig werden sie in ihrem Konsum nicht übermäßig eingeschränkt und den Mitgliedstaaten Freiheiten bei der Umsetzung vor Ort eingeräumt. Dort, wo dies nicht ausreicht, um die Eintragung von Plastikabfällen in die Meere spürbar zu stoppen, können dann aber immer noch lokale Nutzungsverbote ausgeben werden.“
Haben Sie schon Ihre Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde gekauft? Nein, dann hätte ich da noch ein paar Tipps.
Jens Förster
Warum wir tun, was wir tun
Wie die Psychologie unseren Alltag bestimmt
Sich selbst und andere verstehen – das zu ermöglichen, ist das Ziel des neuen großen Sachbuchs zur Alltagspsychologie von Jens Förster, einem der bekanntesten Sozialpsychologen Deutschlands. Wonach beurteilen wir andere Menschen? Warum stärken Komplimente unser Selbstbewusstsein? Wie vertrauenswürdig sind Zeugenaussagen? Weshalb unterschätzen sich manche Menschen? Gibt es Sex ohne Liebe und Liebe ohne Sex? Das sind nur einige wenige von vielen Fragen zu unserem Verhalten, die Jens Förster in seinem psychologischen Sachbuch aufgreift. Er weiß: „Alles ist Psychologie. Jeder Händedruck, jede Kaufentscheidung, jede noch so langweilige Politikdebatte verrät viel über die Akteure, sobald man die Dinge psychologisch betrachtet.“
Der technologische Fortschritt hat das Gehirn ins Visier genommen. Schon jetzt ist vieles möglich: Per Denken Texte schreiben oder ein Computerspiel spielen? Kein Problem. Über ein Hirnimplantat Querschnittsgelähmten einen Teil ihres Bewegungsspielraums zurückgeben? Auch kein Problem.
Doch mit dem Fortschritt wachsen die Erwartungen an unser Gehirn:
Könnte unser Denken nicht effizienter werden? Brauchen wir wirklich acht
Stunden Schlaf, um dem Gehirn Erholungsphasen zu ermöglichen? Können
wir unsere Stimmungen nicht durch gezielte Hirnstimulationen aufhellen?
Wir
sind dabei, eine gefährliche Grenze zu überschreiten: Unser Denken wird
berechenbar, wir werden optimierbar. Dürfen wir alles tun, was wir
können? Miriam Meckel fordert: Wir müssen die Autonomie über unseren
Kopf behalten – als Kreativraum, Privatsphäre des Denkens und Refugium
des Bewusstseins.
Was tun, wenn das Arbeitsleben endet, man sich aber viel zu jung fühlt, um zum alten Eisen zu gehören? – Dieter Bednarz, über 30 Jahre SPIEGEL-Redakteur, kommt schwer ins Grübeln, als seine Firma den Vorruhestand propagiert. Aber er wäre nicht der erfolgreiche Journalist und Bestseller-Autor, wenn er mit dieser Situation nicht höchst produktiv und unterhaltsam umgehen könnte. Mit viel Humor und Neugier, angetrieben von den Lästereien seiner drei kleinen Töchter und seiner zehn Jahre jüngeren Frau, begibt er sich auf die Suche nach Menschen, die wie er überzeugt sind: Da geht noch was! Auf seiner deutschlandweiten Recherchereise trifft Dieter Bednarz Experten für Rente und Vielfalt am Arbeitsmarkt, Coaches, Psychotherapeuten und Altersforscher. Er schaut hinter die Kulissen eines Ü-70-Chors auf St. Pauli, schnuppert Theaterluft in einem Senioren-Kabarett, besucht aber auch Kumpels der letzten Zeche des Ruhrgebiets.
Terrorwarnungen, Gerüchte, die Fake-News-Panik, Skandale und Spektakel in Echtzeit – die vernetzte Welt existiert längst in einer Stimmung der Nervosität und Gereiztheit. Bernhard Pörksen analysiert die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation.
Der eBlocker gegen die Datenkraken im Internet.
So kann man auch Onnline Bücher ohne Überwachung lesen
Zwei Generationen, ein Auftrag: Der neue Podcast „WDR 5 Utopia“ sucht nach Ideen für eine bessere Welt. Den Aufschlag machen Polit-Influencerin Sophie Passmann (24) und Radio-Philosoph Jürgen Wiebicke (56). In jeder Folge sprechen sie über ein anderes großes Thema und überlegen, wie wir als Gesellschaft besser zusammenleben können. Dazu schickt WDR 5 die beiden Hobby-Utopisten an unbekannte Orte und verrät ihnen erst dort das Thema der jeweiligen Folge. Kein Drehbuch, kein Spickzettel und viel Raum für große Ideen! Die ersten fünf Folgen der Podcast-Serie „WDR 5 Utopia“ gibt es ab 14. Dezember unter utopia.wdr5.de. Weiterlesen →
25.000 Euro Preisgeld für den „Green Industry Park“ Stadt Freiburg gewinnt beim Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“
Die Stadt Freiburg gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“. Die Auszeichnung wurde für das Projekt „Green Industry Park“ zur klimaschonenden Energieversorgung eines Gewerbe- und Industriegebietes vergeben. Die dort ansässigen Unternehmen rufen gemeinsam Klimaschutzmaßnahmen ins Leben, um das Gewerbegebiet „grüner“ zu machen. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ vom Bundes-umweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn nahm heute den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Vorhaben zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel zu investieren. Dazu Oberbürgermeister Horn: „Der „Green Industry Park“ zeigt, dass die Vernetzung der Betriebe untereinander der Schlüssel für die effiziente Energienutzung in Gewerbegebieten ist. Das alte „Industriegebiet Nord“ hat sich auf den Weg zu einem modernen, energieeffizienten und smarten Produktionsstandort mit modellhaftem Charakter gemacht. Das Preisgeld werden wir in eine neue PV-Anlage im Industriegebiet Nord investieren.“ Weiterlesen →