Erbgutanalysen von fünf späten Neandertalern geben neue Einblicke in dessen Populationsgeschichte
Großer Backenzahn aus dem Oberkiefer eines Neandertalers aus Spy in Belgien.
© I. Crevecoeur
Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben die Genome von fünf Neandertalern sequenziert, die vor 39.000 bis 47.000 Jahren lebten. Den Analysen zufolge sind diese späten Vertreter ihrer Art enger mit den Neandertalern verwandt, die Erbgut zu unseren modernen menschlichen Vorfahren beigetragen haben, als ein älterer Neandertaler aus dem Altai-Gebirge, dessen Genom die Forscher zuvor sequenziert hatten. Die neue Untersuchung liefert auch Hinweise darauf, dass gegen Ende der Neandertaler-Geschichte ein Bevölkerungsaustausch stattgefunden hat.
Knochen und Zähne, die Jahrtausende im Erdreich überdauert haben, enthalten häufig nicht nur das Erbgut ihrer Träger, sondern auch das von Mikroorganismen aus der Umwelt. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Funde mit menschlicher DNA verunreinigt werden. Die Leipziger Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren neue Methoden entwickelt, mit denen sie solche Verunreinigungen teilweise entfernen können. Weiterlesen











