Listerienbelastete Wurst – schwere Versäumnisse bei der Informationspolitik

Trotz Listerien-Rückruf von Wilke-Wurst: Produkte in Kölner Klinik am Feiertag weiter ausgegeben

Berlin, 4. Oktober 2019. Der Rückruf von Wurstprodukten des Herstellers Wilke aufgrund einer möglichen Belastung mit gefährlichen Listerien hat sich zunächst nicht ausreichend verbreitet. So wurden nach Informationen von foodwatch in der Reha-Einrichtung “UniReha“ des Universitätsklinikums Köln noch am Feiertag (3. Oktober) zum Frühstück vom Rückruf betroffene Wilke-Produkte an Patienten ausgegeben. Dies wurde der Verbraucherorganisation von mehreren voneinander unabhängigen Quellen berichtet. Bereits am Vortag (2. Oktober) waren auf Anordnung des hessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg vorsorglich sämtliche Produkte aus der Herstellen der Firma Wilke zurückgerufen worden. 

Für die Essensausgabe ist nach Kenntnis von foodwatch nicht das Uniklinikum, sondern ein Caterer verantwortlich. Es muss laut foodwatch nun geklärt werden, ob bzw. wann dieser die Informationen über den Rückruf erhalten hatte. 

Die Verbraucherorganisation hat noch ein weiterer Hinweis über den angeblichen Weiterverkauf von Wilke-Produkten nach dem öffentlichen Rückruf erreicht, konnte dies jedoch noch nicht verifizieren. 

“Wir erwarten von den hessischen Behörden eine Auskunft zu der Frage, ob die von Wilke belieferten Unternehmen direkt über den Rückruf informiert wurden. Das ist dringend geboten, damit Großküchen, Restaurants, Wursttheken oder Krankenhäuser die möglicherweise gesundheitsgefährdenden Produkte nicht weiter verbreiten“, erklärte foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker. “Ich hoffe doch, dass seit Mittwoch sehr viele Menschen bei Wilke und den Behörden am Telefon und an ihrem E-Mail-Programm sitzen, um die Abnehmer von Wilke zu kontaktieren.“

foodwatch verwies darauf, dass eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Lieferwegen lebensmittelrechtlich vorgeschrieben ist. Dass zwei Tage nach Schließung der Produktion bei Wilke das Unternehmen und die zuständigen Behörden noch immer keine Listen der Verkaufsstellen und der vom Rückruf betroffenen Produkte und Marken vorlegen könnten, ist laut foodwatch “ein handfester Skandal“.

foodwatch kritisiert katastrophale Informationspolitik von Landkreis und Wurstproduzent Wilke 

– Verbraucherorganisation fordert Information über Verkaufsstellen und Produktliste
– Warnungen von Unternehmen und Landkreis nicht ausreichend
– Landkreis war 2018 im Bereich der Lebensmittelkontrollen massiv unterbesetzt 

Berlin, 4. Oktober 2019. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem Wurstproduzenten Wilke schwere Versäumnisse bei der Informationspolitik im Zusammenhang mit dem Rückruf potenziell keimbelasteter Wurst vorgeworfen. Es sei inakzeptabel, dass noch immer keinerlei Angaben zu den Verkaufsstellen der zurückgerufenen Produkte gemacht wurden. Auch gebe es bislang keine Liste der betroffenen Produkte. 

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Bodylotion-Test: Beliebte Marken fallen durch

Wer zum Herbstbeginn eine reichhaltige Körperpflege sucht, hat große Auswahl: Mehr als die Hälfte der 51 Bodylotions im Test sind empfehlenswert. Von bekannten Marken raten wir allerdings oft wegen gesundheitlich riskanter Inhaltstoffe ab. Jetzt kostenlos alle Ergebnisse checken.

Bodylotions, die von Ökoteest getestet wurden.
Im Bodylotion-Test haben wir die Inhaltsstoffe von bekannten Marken und Handelsmarken überprüft. (Foto: ÖKO-TEST )

Im Herbst, wenn es kühler wird, freut sich die Haut über reichhaltige Körperpflege, die Feuchtigkeit spendet. Viele Menschen schmieren sich deshalb regelmäßig, etwa nach dem Duschen, mit Bodylotions ein. Der Markt ist groß. Wir haben 51 Körperlotionen getestet, darunter 20 zertifizierte Naturkosmetik-Produkte. Einige von ihnen sind als reichhaltig oder speziell für trockene Haut ausgelobt.

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Symposium im Rahmen der Ausstellung »respektive Peter Weibel« am Samstag, 28.09.2019 ab 11:00 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung »respektive Peter Weibel« findet am Samstag, 28.09.2019 ein international besetztes festliches Symposium zum Werk von Peter Weibel statt. Es soll den zahlreichen Impulsen, die Peter Weibel als Ideengeber und Kunstweltbeweger in mehr als 50 Jahren aussandte, zum Auftakt der Ausstellung einen eintägigen Resonanzraum bieten. 

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Foto: ZKM – Ausstellung Peter Weibel

Peter Weibels Schaffen steht im Zeichen des medialen Wandels, der disziplinären Öffnungen, einer mannigfachen Grenzüberwindung und einer ungemeinen Zukunftszuversicht. Mit einem Sensorium für das Mögliche begegnet er als Künstler, Autor, Kurator, Hochschullehrer und Museumsdirektor seit den 1960er-Jahren tradierten Vorstellungen konsistent mit Erweiterungen und Gegenentwürfen. Zentrale Begriffe der Kunst, der Institution Museum, der Ausstellung und der Kunstrezeption hat er mit neuen Bedeutungen versehen. Seine in publizistischen Beiträgen und eigenen Arbeiten statuierten Exempel von Veränderbarkeit, Lösungskonzepten und begrifflichen Neuprägungen haben kunsttheoretische Diskurse beeinflusst und entscheidende Entwicklungen in der Kunst des ausgehenden 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts vorweggenommen. Seine Fragestellungen etwa zur Kunst als offenes Handlungsfeld, zu Mechanismen der Wahrnehmung, zu Gesetzen des Denkens, zur Eigenwelt der Apparate, zur Krise der visuellen Repräsentation, zum Skandal der apparativen Künste von den Bild- zu den Biomedien, zum museologischen Wandel im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung sowie zu den Zusammenhängen von Kunst, Politik und Ökonomie haben internationale Beachtung erfahren.

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Wahl zwischen Eigennutz und Großzügigkeit

Studie: Ab dem Alter von acht Jahren lassen sich Kinder bei der Wahl zwischen Eigennutz und Großzügigkeit durch soziale Normen beeinflussen

Ergebnisse einer internationalen Untersuchung unter Beteiligung der Freien Universität in Fachzeitschrift „Nature Human Behaviour“ veröffentlicht. Nr. 277/2019 vom 24.09.2019

Foto Pexels

Kinder werden einer Studie zufolge bei der Wahl zwischen Eigennutz und Großzügigkeit im Alter von acht Jahren von sozialen Normen beeinflusst. In einer großangelegten Studie unter Beteiligung von Wissenschaftlerinnen der Freien Universität Berlin wurde in acht verschiedenen Gemeinschaften weltweit untersucht, wie Kinder und Erwachsene Entscheidungen treffen, wenn sie Belohnungen teilen können. Für die Studie kooperierten Forscherteams aus den USA, Kanada, Spanien, Großbritannien und Deutschland. An der Freien Universität beteiligt waren Dr. Patricia Kanngießer und Süheyla Yilmaz vom Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie. Patricia Kanngießer leitet seit 2016 als Freigeist Fellow der Volkswagenstiftung eine Forschungsgruppe zur Kulturvergleichenden Entwicklungspsychologie.

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25 Experimente in 90 Minuten

Die Teilchenphysikshow der Universität Bonn ist am 01./02.10.2019 zu Gast in Freiburg

Quelle: Universität Bonn

Mithilfe eines magischen Regenschirms begeben sich die beiden Hauptcharaktere Laura und Till auf eine Reise durch Zeit und Raum, erleben die wichtigsten Stationen der Teilchenphysik mit – und präsentieren dabei 25 Live-Experimente in 90 Minuten: Diesem Konzept folgt die Show „What’s (the) matter?“, die der Physiker Prof. Dr. Herbert Dreiner von der Universität Bonn gemeinsam mit seinen Studierenden auf Deutsch in den Hörsaal bringt. Anlässlich der Verlängerung des Graduiertenkollegs „Masse und Symmetrien nach der Entdeckung des Higgs-Teilchens am LHC“, in dem  Doktorandinnen und Doktoranden unter anderem das Higgs-Teilchen und die Dunkle Materie erforschen, ist die Teilchenphysikshow zu Gast an der Universität Freiburg.

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Like You!

Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin zu Freundschaft digital & analog

Fotobox ein Erinnerungsfoto schießen.

Was bedeutet uns Freundschaft? Wo und wie finden wir heute Freund*innen? Wie haben Smartphones und soziale Netzwerke unsere Vorstellungen von Freundschaft verändert? Die revolutionäre Entwicklung der Kommunikationsmittel macht es uns leichter in Kontakt zu bleiben. Aber: Die virtuelle Vernetzung führt unter Umständen auch zu Beliebigkeit und Austauschbarkeit.

Die interdisziplinäre Ausstellung Like you! Freundschaft digital & analog lädt vom 27. September 2019 bis 5. Juli 2020 zum großen Freundschaftstest ein. In drei Ausstellungsbereichen begegnen die Besucher*innen unterschiedlichen Facetten von Freundschaft: vom ersten Kennenlernen über die Frage, was Freundschaften stärkt oder belastet bis hin zu dem Punkt, wenn Freundschaften auseinandergehen. Am Entdeckertisch, auf dem Marktplatz der Freundschaft, mit Zettelpost, E-Buddy, Tamagotchi und dem Roboter AIBO erkunden sie Freundschaft in all ihren Spielarten – und können gemeinsam mit ihren Freund*innen in der Fotobox ein Erinnerungsfoto schießen.
Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin

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Effizienter Schutz für sensible Daten

Eine neue Technik ermöglicht es, Komponenten einer Software mit geringem Rechenaufwand voneinander zu isolieren

Passwörter, Kreditkartennummern oder kryptografische Schlüssel in Computerprogrammen zu sichern, benötigt künftig weniger Rechenleistung als bislang. Forscher des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme in Kaiserslautern und Saarbrücken haben eine neue Technik namens ERIM entwickelt, um die Komponenten einer Software voneinander zu isolieren. Auf diese Weise lassen sich sensible Daten vor Hackern schützen, wenn sie etwa von Onlinediensten verarbeitet werden. Die neue Methode erfordert drei bis fünfmal weniger Rechenaufwand als die zweitbeste Isolationstechnik. Damit wird es für Onlinedienste wie Google oder Facebook praktikabler, die Technik anzuwenden. Das war für Usenix, einer US-amerikanischen Fachgesellschaft für Informatik, und Facebook Anlass genug, die Forscher mit dem Internet Defense Prize auszuzeichnen.

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Lust auf Kunst? Melde dich jetzt für das ART LAB an!

Das erfolgreiche Kunstvermittlungsformat ART LAB geht in die achte Runde, Anmeldungen sind noch bis zum 31. August bei der Fondation Beyeler möglich. Die Idee des ART LAB ist einfach: Jugendliche bringen anderen Jugendlichen die Welt der Kunst näher. Sie entwickeln ein eigenes Kunstvermittlungsprojekt, das der Öffentlichkeit vorgestellt und in das Programm der Fondation Beyeler aufgenommen wird. Die Jugendlichen haben so die Chance, hinter die Kulissen des meistbesuchten Kunstmuseums der Schweiz zu blicken und sich mit Professionals auszutauschen.

Foto: Mathias Mangold

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Warum wir tun, was wir tun

Wie die Psychologie unseren Alltag bestimmt

Jens Förster, nimmt uns in seinem Buch mit auf eine spannende Reise durch die Welt der Psychologie, die mit vielen Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen verbunden ist.

Verhaltensmuster und wissenschaftliche Tests werden so beschrieben, dass sie für Nicht-Psychologen gut verständlich und nachvollziehbar sind.
Es ist Psychologie aus dem Alltag heraus. Oft mit Witz erklärt. Dabei nimmt sich Förster auch selbstkritisch unter die Lupe.

Anhand der aktuellen Debatte zum Klimawandel wird deutlich, dass der Wunsch auf Veränderung viel zu selten mit einer erforderlichen Verhaltensänderung einhergeht. Wir wollen zwar eine Klimakatastrophe verhindern, sind im Alltag allerdings viel zu selten bereit, Verzicht zu üben. Da wird das T-Shirt für 4,99 € gekauft, obwohl man weiß, dass es sowohl schlecht für das Klima als auch für die Menschen ist, die es herstellen. Dabei sind wir dann um Ausreden nicht verlegen.

Jens Förster gibt uns Erklärungen, weshalb das so ist.  Und er gibt Antworten auf die folgenden Fragen, die uns mal mehr mal weniger beschäftigen.

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Steuerersparnis durch Mildtätigkeit oder Religion – oder Steuerhinterziehung-Deluxe*

Welche Alternativen es zu den Steueroasen Andorra, Liechtenstein, Vatikan, Schweiz, San Marino, und Monaco gibt –

PM Dr.Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm
München im Juli 2019

Bis zu mehr als € 360 Mrd. haben Deutsche in Steueroasen bis heute angelegt, wie Professor Gabriel Zucman jüngst ermittelte. Der allseits gepriesene Weg des Ankaufs von Steuer-CDs mit angeblich massenhaften Selbstanzeigen stellt indes auch nur eine Spitze des Eisbergs dar. Der von Finanzministern gepriesene Weg „automatischer Meldungen aus dem Ausland“ betrifft bisher mindestens Zinserträge und bestenfalls alle Kapitalerträge – nur der natürlichen Personen. Neben den sogenannten Tarnkonstrukten, hinter denen sich natürliche Personen verbergen können, gibt es weitere seit Jahrzehnten erprobte und bewährte Ausweichstrategien.

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